Moxostoma hubbsi

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Moxostoma hubbsi
Systematik
Otophysa
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Überfamilie: Schmerlenartige (Cobitoidea)
Familie: Saugkarpfen (Catostomidae)
Gattung: Moxostoma
Art: Moxostoma hubbsi
Wissenschaftlicher Name
Moxostoma hubbsi
(Legendre, 1942)
Laichgebiet von Moxostoma hubbsi im Richelieu River in Chambly/Quebec, Kanada

Moxostoma hubbsi, auf engl. Copper Redhorse[1], frz. Chevalier Cuivré, ist eine Saugkarpfenart, die nur in Kanada vorkommt. Er gehört zu einer von insgesamt sieben Arten der Gattung Moxostoma in Kanada. Man nimmt an, dass die Spezies 1866 von Pierre Fortin bereits erstmals beschrieben wurde, offiziell gilt die Art 1942 von Vianney Legendre entdeckt.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Moxostoma hubbsi kommt nur in einem sehr kleinen Verbreitungsraum vor, der sich auf ein paar Flüsse im südwestlichen Tiefland der kanadischen Provinz Québec beschränkt. Populationen wurden im Sankt-Lorenz-Strom und im Richelieu River (Rivière des Mille Îles) gefunden. Sie bewohnen überwiegend mittelgroße Flüsse, die sich im Sommer erwärmen. Dabei halten sie sich überwiegend in Becken mit Steingrund, Rückstauwasser oder Stromschnellen mit geringem Gefälle auf.[2] Im Yamaska und Noire River sind ihre Bestände aufgrund von Degradation der Umwelt sehr stark zurückgegangen. Das Verbreitungsgebiet von Moxostoma hubbsi liegt in den am dichtesten besiedelten Räumen Kanadas, deren Folgen negative Auswirkungen auf die Fischpopulation haben.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Tiere werden durchschnittlich 47,5 Zentimeter lang.[2] Das bislang größte gefangene Exemplar war 72 Zentimeter lang und wog 6 Kilogramm. [3]

Lebensweise[Bearbeiten]

Moxostoma hubbsi laicht bei Wassertemperaturen um 20 °C ab. Eines ihrer Laichgebiete findet sich im Oberlauf des Richelieu River bei gemäßigt fließendem Wasser und leichten Stromschnellen, Tiefen von 0,75 bis zwei Metern und einem Grund aus Kies oder Schotter. Wie ihre Artverwandten verbringen die Jungfische ihr erstes Jahr in der Uferregion in der Unterwasservegetation auf Ton- oder Lehmboden. Weitere Laichgebiete, auf welche diese Kriterien passen, sind das Chambly Archipelago[4], der Kanal flussabwärts des Saint-Ours Staudamms, Saint-Marc-sur-Richelieu und im Lavaltrie-Contrecoeur des Sankt-Lorenz-Stromes. M. hubbsi unterscheidet sich von anderen Moxostoma-Arten durch seine hochspezialisierte Lebensweise, seine Ernährung, späte Laichzeit und besonderen Anforderungen an den Lebensraum.

Gefährdungsstatus[Bearbeiten]

Aufgrund ihrer hohen Spezialisierung an Umweltbedingungen ist der Bestand stark bedroht. Der Rückgang der Population begann in den 1980er Jahren. Reproduktion und Aufwuchsrate von Moxostoma hubbsi sind sehr gering. Nur 0.35 % oder weniger der Jungfische werden älter als ein Jahr. In den letzten 30 bis 40 Jahren wurde auch ein starker Rückgang der Größenverteilung beobachtet. Es werden kaum noch Fische älter als zwei Jahre gefangen. Die Gesamtanzahl der geschlechtsreifen Fische beläuft sich nur noch auf wenige tausend Exemplare. Weitere bedrohende Faktoren sind die Verschlammung der Gewässer, Eutrophierung, Verschmutzung, gewässerbauliche Maßnahmen und Störungen während des Laichvorgangs. Moxostoma hubbsi ist gewissermaßen ein Indikator anthropogener Einflüsse auf die Gewässer Quebecs. Das öffentliche Interesse an einem Fortbestand der Art ist groß.

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Übers. wörtlich „Kupfer Rotpferd“
  2. a b Moxostoma hubbsi auf Fishbase.org (englisch)
  3. Fishing World Records Moxostoma hubbsi
  4. Übers. Inselgruppe, Schären