Muhammad al-Karadschi

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Abu Bakr Muhammad ibn al-Husain al-Karadschi (arabisch ‏أبو بكر محمد بن الحسين الكرجي‎, DMG Abū Bakr Muḥammad b. al-Ḥusain al-Karaǧī, auch Karaji, oder al-Karchi / ‏الكرخي‎ / al-Karḫī, auch al-Karkhi; auch al-Hasan / ‏الحسن‎ / al-Ḥasan; * 13. April 953 in Bagdad; † um 1029) war ein persischer Mathematiker.[1]

Leistungen[Bearbeiten]

Er begründete die Lehre von quadratischen Gleichungen. Auch konnte er zeigen, dass sich einige Gleichungen höheren Grades auf quadratische Gleichungen zurückführen lassen.[2] Sein zweiteiliges Werk al-Fahri wurde von dem Buch Arithmetika von Diophantos von Alexandria beeinflusst.[3] Weiterhin lehnt er sich an Aussagen des Mathematikers Abu Kamil an. In al-Fahri behandelt er unter anderem Lösungen von quadratischen Gleichungen.[4] Auch der Beweis einer Summenformel für die Summe aufeinanderfolgender Kuben geht auf al-Karadschi zurück.[5] Dabei verwendete er Vollständige Induktion.

Seine Ergebnisse sind teilweise nur in den Schriften anderer (Al-Samawal) erhalten, beispielsweise seine Einführung des Pascalschen Dreiecks.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebensdaten berühmter Mathematiker
  2. Johannes Tropfke, Kurt Vogel, Karin Reich, Helmuth Gericke: Geschichte der Elementarmathematik. Arithmetik und Algebra. Verlag Walter de Gruyter, 1980, ISBN 3-11-004893-0.
  3. Fuat Sezgīn: Geschichte des arabischen Schrifttums. Band 5, Veröffentlichungen des Institutes für Geschichte der Arabisch-Islamischen Wissenschaften, Verlag E.J. Brill
  4. Alireza Djafari Naini: Geschichte der Zahlentheorie im Orient, im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit unter besonderer Berücksichtigung persischer Mathematiker. Verlag Klose, 1982.
  5. Hans Wussing: 6000 Jahre Mathematik: Eine kulturgeschichtliche Zeitreise- 1. Von den Anfangen bis Leibniz und Newton, Vom Zählstein zum Computer. 2008, ISBN 978-3-54077-189-0