Muskelhypotonie

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Klassifikation nach ICD-10
P94.2 Angeborene Muskelhypotonie
R29.8 Sonstige und nicht näher bezeichnete Symptome, die das Nervensystem und das Muskel-Skelett-System betreffen
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Unter dem Begriff Muskelhypotonie (hypoton = mit verminderter Kraft / Spannung) wird in der Medizin ein Mangel an Muskelstärke und Muskelspannung (niedriger Muskeltonus) in der quergestreiften Muskulatur verstanden. Das Gegenteil von Muskelhypotonie ist Muskelhypertonie, also eine unüblich hohe Muskelspannung (Spasmus).

Eine Muskelhypotonie macht sich im Kindesalter beispielsweise dadurch bemerkbar, dass ein Kind sich beim Stillen sehr anstrengen muss, es sich unüblich wenig bewegt und den Kopf nicht altersentsprechend heben bzw. halten kann.

Die Muskelhypotonie ist bei den Säuglingen meist Teil des so genannten Floppy-infant-Syndroms (engl. floppy infant, „schlaffes Kind“). Darunter wird das Auftreten der Symptomentrias aus ungewöhnlicher Körperhaltung, verminderter Bewegungen gegen Widerstand und abnormer Gelenkbeweglichkeit verstanden.

Ursachen[Bearbeiten]

Zahlreiche Ursachen kommen für eine Muskelhypotonie infrage:

Therapie[Bearbeiten]

Muskelhypotonie kann unter anderem mittels Physiotherapie behandelt werden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r Robert C. Tasker, Rob McClure, Carlo L. Acerini: Oxford Handbook of Paediatrics Oxford University Press, USA, 2008, S. 143, ISBN 978-0198565734
  2. Ertan Mayatepek: Pädiatrie Elsevier, Urban & Fischer Verlag, 2007, S. 233, ISBN 978-3437435607
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