Mytilidae
| Miesmuscheln | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Ordnung | ||||||||||||
| Mytiloida | ||||||||||||
| Férussac, 1822 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Überfamilie | ||||||||||||
| Mytiloidea | ||||||||||||
| Rafinesque, 1815 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Familie | ||||||||||||
| Mytilidae | ||||||||||||
| Rafinesque, 1815 |
Die Mytilidae (Miesmuscheln) sind nach aktueller Systematik (Bieler & Mikkelsen 2006) die einzige Familie der Überfamilie Mytiloidea, die wiederum die einzige der Ordnung Mytiloida (Miesmuschelartige) ist. Sie wird zur Infraklasse Pteriomorphia innerhalb der Autolamellibranchiata gestellt. Es handelt sich um eine hauptsächlich in den Gezeitenbereichen der Meere lebende Muschelgruppe. Die ältesten Mytilidae sind aus dem Devon bekannt.
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Charakterisierung [Bearbeiten]
Die Gehäuse der Mytilidae sind immer gleichklappig. Die Form der Gehäuse war ursprünglich wohl oval, ist in den meisten Gruppen jedoch charakteristischerweise stark verlängert, und der Wirbel ist nach vorne verlagert. Die Schale besteht aus einer inneren Lage mit aragonitisch, perlmuttrigen Mikrostrukturen und z. T. aus einer zusätzlichen, kalzitischen Lage. Das Schloss ist weitgehend reduziert, das Ligament liegt außen. Alle Vertreter sind durch die Verkleinerung des vorderen Schließmuskels meist mehr oder weniger deutlich anisomyar (= Schließmuskeln sind nicht gleichförmig). Die meisten Formen besitzen einen Byssus.
Lebensweise [Bearbeiten]
Die Mytilidae leben fast ausschließlich in den Gezeitenbereichen der heutigen Meere oder in den Bereichen, die meerwärts an den Gezeitenbereich anschließen (flaches Subtidal). Sie sind meist an das Substrat mit Hilfe des organischen Byssus angeheftet und können Kolonien bilden. Andere leben halb eingegraben im Sediment oder sind sekundär bohrend geworden (Lithophaga).
Systematik [Bearbeiten]
Die Mytilidae sind nach der neuesten Klassifikation von Bieler & Mikkelsen (2006) die einzige Familie der Überfamilie Mytiloidea, die wiederum die einzige Überfamilie innerhalb der Ordnung Mytiloida ist. Die Familie wird in mehrere Unterfamilien unterteilt wird. Beispiele für die Gruppe sind:
- Grünschalmuschel (Perna canaliculus)
- Miesmuscheln (Gattung Mytilus)
- Pferdemuscheln (Gattung Modiolus)
Literatur [Bearbeiten]
- Michael Amler, Rudolf Fischer & Nicole Rogalla: Muscheln. Haeckel-Bücherei, Band 5. Enke Verlag, Stuttgart 2000 ISBN 3-13-118391-8.
- Rüdiger Bieler & Paula M. Mikkelsen: Bivalvia - a look at the Branches. Zoological Journal of the Linnean Society, 148: 223-235, London 2006.