N-Methyl-D-glucamin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
N-Methyl-D-glucamin2.svg
Strukturformel in der Fischer-Projektion
Allgemeines
Name N-Methyl-D-glucamin
Andere Namen
  • Meglumin
  • Methylglukamin
  • 1-Desoxy-1-methylaminosorbit
  • NMDG
  • NMG
Summenformel C7H17NO5
CAS-Nummer 6284-40-8
PubChem 8567
Kurzbeschreibung

weißer, geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 195,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

128–131 °C[1]

Siedepunkt

210 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

leicht löslich in Wasser: 1000 g·l−1 (25 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Toxikologische Daten

>5000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

N-Methyl-D-glucamin (Abk. NMDG oder NMG, auch Meglumin) ist eine chemische Verbindung, die von D-Glucose abgeleitet ist. Anstelle des Aldehyd-Sauerstoffs der Glucose trägt sie eine Methylamino-Gruppe. Das Amin reagiert basisch, der Stickstoff ist also in der Lage ein Proton aufzunehmen. Dadurch ist N-Methyl-D-glucamin in wässriger Lösung zum Teil positiv geladen.

In der Elektrophysiologie wird N-Methyl-D-glucamin als Ersatz für Natriumionen (Na+) eingesetzt. NMDG zeichnet sich durch eine osmotische Aktivität aus, die ähnlich der von Natriumionen ist. Zellmembranen sind für NMDG undurchlässig. Auch in Kulturmedien wird NMDG als Natriumersatz verwendet, etwa wenn die kultivierten Zellen empfindlich auf Na+-Ionen reagieren.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Datenblatt N-Methyl-D-glucamin (PDF) bei Merck, abgerufen am 16. Dezember 2007.