Nach uns die Sintflut
Nach uns die Sintflut ist ein geflügeltes Wort, das eine Gleichgültigkeit gegenüber später Kommendem zum Ausdruck bringen soll. In der Gegenwart wird es häufig in Debatten um die Klimakatastrophe verwendet.
[Bearbeiten] Grundlage
Als Sintflut (altdeutsch sinfluot, d.h. große, allgemeine Flut) bezeichnet man eine große Überschwemmung, von welcher in (Gen 6-8 EU) berichtet wird. Ähnliche Flutberichte enthält das 1872 wiederentdeckte mesopotamische Gilgamesch-Epos (siehe Utnapischtim), sowie die Sagen bei Griechen (Deukalion) und bei Indern.
[Bearbeiten] Ursprung des Ausspruches
Der Ausspruch wird auf die Marquise de Pompadour (1721-1764), zurückgeführt. Während eines Festes, das durch die Nachricht von der Niederlage bei Roßbach (1757) gestört zu werden drohte, soll sie „Après nous le déluge!“ („Nach uns die Sintflut!“) ausgerufen haben.
Dem „Wörterbuch der Antike“ zufolge kommt als Quelle ein Epigramm des Straton von Sardis in Frage:
„Trinke und liebe! Nach meinem Tode soll Deukalion meine Knochen überspülen!“
Ebenso wurde behauptet, dass die Marquise de Pompadour das Wort vorahnend gebraucht habe, denn in diesem Sinn war die Wendung sehr bald darauf im Umlauf.
Abbé de Mably sagte 1758 vom französischen Parlament:
« L' avenir les inquiète peu: après eux le déluge. »
„Die Zukunft beunruhigt sie wenig: Nach ihnen die Sintflut.“
– Abbé de Mably 1758