Nachiketas

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Nachiketas (Sanskrit नचिकेतस् naciketas ; auch Nachiketa) war ein Brahmanensohn und ist der Hauptakteur der Katha-Upanishad. In einem Gespräch mit dem Todesgott Yama wird er von diesem in den Weg der Erkenntnis eingeführt. [1]

Handlung[Bearbeiten]

Vajashravasa Gautama, der alte Vater von Nachiketas, veranstaltet ein Allhabeopfer, um sich nach dem Tode einen Sitz bei Indra zu sichern. Als der Sohn sah, dass lediglich drei ausgemergelte Kühe zu Verfügung standen, befand er das Opfer für nicht ausreichend. Dreimal fragte er: »Väterchen, wem wirst du mich geben?«. Da wurde der Vater zornig und weihte ihn dem Todesgott Yama. Im Jenseits angekommen, musste Nachiketas drei Tage warten, ohne von Yama bewirtet zu werden, wie es sich für einen Brahmanensohn gehöre. Als Wiedergutmachung gewährte Yama ihm drei Wünsche.[2]

Zunächst wünscht Nachiketas sich die Entlassung aus dem Totenreich und sich mit seinem Vater zu versöhnen und dass dieser von seinem Groll gegen ihn ablasse. Dieser Wunsch wird ihm gewährt.[3]

Als Nächstes wünscht er sich über das Wesen des Opferfeuers und die richtige Aufschichtung des Opferaltars belehrt zu werden. Auch dieser Wunsch wird ihm erfüllt.[4]

Der dritte und letzte Wunsch jedoch beinhaltet über das Leben nach dem Tode aufgeklärt zu werden. Doch Yama weicht zunächst aus und bietet Nachiketas als Gegenleistung alle nur erdenklichen weltlichen Besitztümer an, da die Antwort auf diese Frage sehr schwierig ist. Dieser lehnt jedoch ab, da er die Bedeutungslosigkeit und Vergänglichkeit von irdischem Reichtum und Schätzen erkennt und beharrt stattdessen auf seinen Wunsch. Yama erkennt dadurch die Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit von Nachiketas’ Wunsch und lässt sich überzeugen.[5]

Bedeutung der Katha-Upanishad[Bearbeiten]

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Während zur vedischen Zeit eindeutig das äußerliche Opferritual im Vordergrund religiöser Überlegungen stand, betonen die Upanischaden nun die Innerlichkeit des Opfers und des Rituals, die von weit größerer Bedeutung sei. Zentrale Themen der Upanishaden sind das Wesen von Brahman, Atman, Karma, Moksha, Samsara, Guruismus, dem Sinn des Lebens, die Beschaffenheit der Seele und der menschlichen Existenz sowie das Wesen des Todes. Die Lehren der Meditation, Ahimsa der Askese und des Yoga finden hier ihren Anfang. Die Upanishaden sind esoterisch. [6]

Siehe auch[Bearbeiten]

Katha-Upanishad

Upanischaden

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rachel Storm, Enzyklopädie der östlichen Mythologie, Reichelsheim 2000, Nachiketas
  2. Rachel Storm, Enzyklopädie der östlichen Mythologie, Reichelsheim 2000, Nachiketas
  3. Rachel Storm, Enzyklopädie der östlichen Mythologie, Reichelsheim 2000, Nachiketas
  4. Rachel Storm, Enzyklopädie der östlichen Mythologie, Reichelsheim 2000, Nachiketas
  5. Rachel Storm, Enzyklopädie der östlichen Mythologie, Reichelsheim 2000, Nachiketas
  6. Rachel Storm, Enzyklopädie der östlichen Mythologie, Reichelsheim 2000, Nachiketas

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Feuerstein: Die Yoga Tradition. Wiggensbach, Yoga-Verlag, 2009, ISBN 978-3-935001-06-9, S. 240–243.
  • Walter Slaje: Upanischaden: Arkanum des Veda. Verlag der Weltreligionen, 2009, ISBN 978-3-458-70020-3. (Übersetzung der Kathopanishad)
  • Helmtrud Wieland: Das Spektrum des Yoga. Hinder+Deelmann, Gladenbach 2006, ISBN 3-87348-150-2, S. 225–228.
  • Upanishaden. Die Geheimlehre der Inder. Hugendubel, Kreuzlingen/ München 2003, ISBN 3-89631-426-2. (Diedrichs Gelbe Reihe)
  • Rachel Storm, Enzyklopädie der östlichen Mythologie, Reichelsheim 2000, Nachiketas