Indra

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Dieser Artikel beschreibt die indische Gottheit Indra. Für das gleichnamige spanische Unternehmen, siehe Indra Sistemas, für den österreichischen Motoren- und Fahrzeugentwickler siehe Fritz Indra.
Indradeva (ca. 1670-1680)

Indra (Sanskrit, m., इन्द्र) ist eine hinduistische Gottheit, der jedoch im heutigen Glaubensleben kaum noch Bedeutung zukommt. In der frühindischen, vedischen Religion wurde Indra als der höchste, kriegerische Gott des Himmels vorgestellt, der Gott des Sturmes und des Regens, „ohne den kein Sieg möglich ist, den man im Kampfe anruft...“ (Rigveda 2.12.9) Er war der Gott der Krieger, der Kshatriya-Kaste. Gemäß den vedischen Schriften ist er es, der erschlägt, der das Wasser am Fließen hindert; er ist die Schlange (ahi) und der Zerschmetterer jeden Widerstandes. Er tötet mit seiner Keule den Drachen und befreit die Kühe aus dem Felsen. Indra hat stark anthropomorphe Züge. Er ist der große Eroberer, trinkt Soma, ein berauschendes Getränk, und er bringt Materielles zum Blühen, schenkt Wohlstand und bestraft die Lüge. Andere vedische Götter sind Agni und Varuna.

Indra gilt in den Veden als der „König der Götter“, der in vielen Gestalten und Bedeutungen in indischen Mythen erscheint. Sein Reittier ist der Riesenelefant Airavata, der himmlische Vorfahr aller indischen Elefanten, „der tiergestaltige Archetypus der regenschenkenden Monsunwolke.“ (Lit.: Zimmer, 1981) Seine Waffe ist der Donnerkeil, Vajra. Er wohnt als Herr über die „Himmelswelt“ (svargaloka) in einem Palast auf der Spitze des Berges Meru.

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