Natriummetavanadat

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von β-Natriummetavanadat
__ Na+     __ V5+      __ O2−
Allgemeines
Name Natriummetavanadat
Verhältnisformel NaVO3
CAS-Nummer 13718-26-8
PubChem 4148882
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 121,93 g·mol−1
Dichte

2,85 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

630 °C[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser (210 g·l−1 bei 25 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
06 – Giftig oder sehr giftig

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​301+310​‐​305+351+338 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][3]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze R: 25​‐​36/37/38
S: 26​‐​36​‐​37​‐​39​‐​45
Toxikologische Daten

98 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

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Natriummetavanadat ist eine chemische Verbindung des Natriums mit Vanadium und Sauerstoff aus der Gruppe der Vanadate.

Vorkommen[Bearbeiten]

Natriummetavanadat kommt natürlich in dem Mineral Metamunirit vor.[5]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Natriummetavanadat kann durch Reaktion von Natriumhydroxid mit Vanadium(V)-oxid hergestellt werden.

\mathrm{2 \ NaOH + V_2O_5 \rightarrow 2 \ NaVO_3 + H_2O}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Kristallstruktur von α-Natriummetavanadat

Natriummetavanadat kommt in zwei verschiedenen Kristallstrukturen (alpha und beta) vor. Dabei ist bei Raumtemperatur die orthorhombische β-Struktur stabiler, während bei höheren Temperaturen die monokline α-Phase vorliegt. Zudem ist ein Dihydrat bekannt, dieses kristallisiert unterhalb von 307,75 K aus wässriger Lösung aus, geht an der Luft aber schnell unter Kristallwasserabgabe in β-Natriummetavanadat über.[6]

Verwendung[Bearbeiten]

Natriummetavanadat wird als Zwischenprodukt bei der Gewinnung von Vanadium aus entsprechenden Erzen[7] sowie als Bestandteil von Korrosionsschutzmitteln, als Katalysator und in der Farb-, Glas- und Keramikindustrie verwendet[2].

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Datenblatt Sodium Metavanadate (PDF) bei Fisher Scientific, abgerufen am 13. Februar 2014.
  2. a b Datenblatt bei GfE Metalle und Materialien GmbH
  3. a b c d Datenblatt Sodium metavanadate bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 14. April 2011 (PDF).
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. Bericht vom U.S. Geological Survey (englisch) (PDF; 275 kB)
  6. K. Kato und E. Takayama: Das Entwässerungsverhalten des Natriummetavanadatdihydrats und die Kristallstruktur des β-Natriummetavanadats. In: Acta Cryst., 1984, B40, S. 102–105, doi:10.1107/S0108768184001828.
  7. Bericht über Vanadium bei Wissenschaft Online