Neuzeitarchäologie

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Die Neuzeitarchäologie befasst sich als eine archäologische Disziplin mit den materiellen Hinterlassenschaften der Neuzeit. Sie beginnt etwa mit dem 16. Jahrhundert und reicht bis in die Zeitgeschichte (z. B. Untersuchungen in Konzentrationslagern oder an der ehem. innerdeutschen Grenze).

Angesichts zunehmender Verfügbarkeit von Schriftquellen ist die Neuzeitarchäologie in Deutschland bisher kaum akzeptiert. Eine Ausnahme stellt die Industriearchäologie dar, die sich aber – jedenfalls was die Neuzeit angeht – eher aus der Technikgeschichte, als aus der archäologischen Forschung ableitet.

Methodisch ist die Archäologie der Neuzeit aufs engste mit der Mittelalterarchäologie verbunden. Diese dehnt ihre Forschungstätigkeit zunehmend in die Neuzeit aus.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stefan Fassbinder, Wallfahrt, Andacht und Magie. Religiöse Anhänger und Medaillen – Beiträge zur neuzeitlichen Frömmigkeitsgeschichte Südwestdeutschlands aus archäologischer Sicht (= Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters Beiheft 18), Bonn 2003, Kapitel 18.
  • Günter P. Fehring, Die Archäologie des Mittelalters: Eine Einführung. 3., verbesserte und aktualisierte Auflage (Darmstadt, Stuttgart 2000).
  • Scholkmann, Barbara: Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit heute. Eine Standortbestimmung im interdisziplinären Kontext. Zeitschr. Arch. Mittelalter 25/26, 1997/98, 7–18
  • Rainer Schreg: Archäologie der frühen Neuzeit. Der Beitrag der Archäologie angesichts zunehmender Schriftquellen. Mitt. DGAMN 18, 2007, 9–20.
  • Linse, Ulrich: Die Entdeckung der technischen Denkmäler. Über die Anfänge der “Industriearchäologie” in Deutschland. Technikgeschichte 53, 1986, 201–222
  • Linse, Ulrich: Die wiedergefundene Erinnerung. Zur Archäologie der Zeitgeschichte. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 1988, 427–430