Gorleben

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Dieser Artikel bezieht sich auf die Gemeinde Gorleben. Zur anderen Bedeutung siehe Atommülllager Gorleben.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Gorleben
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gorleben hervorgehoben
53.04805555555611.35555555555620Koordinaten: 53° 3′ N, 11° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüchow-Dannenberg
Samtgemeinde: Gartow
Höhe: 20 m ü. NN
Fläche: 21,25 km²
Einwohner: 680 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Postleitzahl: 29475
Vorwahl: 05882
Kfz-Kennzeichen: DAN
Gemeindeschlüssel: 03 3 54 007
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Hauptstr. 16
29475 Gorleben
Webpräsenz:
Bürgermeister: Herbert Krüger (WG)

Gorleben ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Gartow im Landkreis Lüchow-Dannenberg im äußersten Nordosten von Niedersachsen. Die Region wird auch als Wendland bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Der kleine Ort liegt direkt am linksseitigen Ufer der Elbe (deutscher Fluss-Kilometer 492) auf etwa 20 Metern über Normalnull. Während sich östlich, nördlich und nordwestlich die als Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue geschützte Elbe-Flusslandschaft ausdehnt, schließt sich im Süden ein großes Kiefernforstgebiet an, die so genannten „Gartower Tannen“. Dieser größte zusammenhängende deutsche Privatwald, der im Eigentum des Grafen Bernstorff zu Gartow steht, befindet sich auf einer ausgedehnten Flugsandanhöhe, die durch periglaziale Prozesse entstanden ist. Die gesamte Region bis zur Hügelkette des Drawehn im Westen liegt innerhalb des Elbe-Urstromtals, das als Schmelzwasser-Hauptrinne zuletzt während der Weichseleiszeit geformt wurde. Biogeografisch wird die Gegend bereits zum subkontinental beeinflussten Nordostdeutschen Tiefland gezählt (vergleiche auch: Naturräumliche Haupteinheit "D29 Wendland und Altmark"). Naturkundlich bemerkenswert ist unter anderem auch die saaleglaziale Stauchendmoräne des Höhbeck, die mitten in der Elbtalniederung als pleistozäne „Insel“ aufragt.

[Bearbeiten] Geschichte

Gorleben wurde 1360 erstmals durch Urkunde der Herrschaft zu Dannenberg (Elbe) erwähnt. Am Ort stand eine Festung. Der Name „Gorleben“ leitet sich vermutlich aus „Goor“ (Schlick; slawisch Gor jedoch „Berg“) und „leben“ (Erbe) ab.

Bundesweite und internationale Bekanntheit erlangte die Gemeinde Gorleben durch die Pläne für die Einrichtung eines nationalen Atommüll-Endlagers sowie die regelmäßig unter starken Protesten stattfindenden Atommülltransporte ins bereits bestehende oberirdische Zwischenlager im Wald südlich des Ortes.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde Gorleben besteht seit der Gemeindegebietsreform von 1972 aus 2 Ortsteilen:

  • Gorleben
  • Meetschow

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Gorleben hat neun Mitglieder, die sich seit der Kommunalwahl 2006 auf folgende Wählergruppen und Parteien verteilen:

  • Wählergemeinschaft (WG) - 5 Sitze
  • SPD - 2 Sitze
  • Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) - 2 Sitze

[Bearbeiten] Bürgermeister

Bürgermeister der Gemeinde Gorleben ist Herbert Krüger von der WG (wiedergewählt am 15. November 2006).

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

In der Gemeinde sind mehrere Einrichtungen zur Atommüllentsorgung angesiedelt:

[Bearbeiten] Verkehr

Gorleben liegt an der Landesstraße 256 Dannenberg - Gartow.

Am „Gorlebener Haken“, einem Altarm der Elbe, befinden sich ein öffentlicher Sportboothafen und ein Stützpunkt des Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg, Außenbezirk Wittenberge.

[Bearbeiten] Weblinks


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