Nicolas Chédeville
Nicolas (le cadet) Chédeville (* 1705 in Serez, im Eure (Département); † 1782 Paris) war ein französischer Komponist und Oboist.
Nicolas war der jüngste von drei Brüdern, die virtuos die Musette de Cour, eine barocke Form des Dudelsacks, beherrschten, ein im Frankreich des 18. Jahrhunderts sehr beliebtes Instrument.
Die beiden anderen Brüder waren Pierre Chédeville (1694–1725) und Esprit-Philippe Chédeville (1696–1762). Mütterlicherseits waren sie mit der Familie des bekannten Flötisten Jacques-Martin Hotteterre (1674–1763) verwandt, der die drei Brüder in Paris einführte.
Nicolas und Pierre traten als Herausgeber verschiedener Werke in Erscheinung, darunter Les Amusemens de Bellone von 1735, einer Sammlung von Werken für Musette, Violine, Flöte und Oboe.
Kurz nach dem Erscheinen von Vivaldis op. VIII (enthält u.a. die Die vier Jahreszeiten) veröffentlichte Nicolas unter dem Namen „Les Saisons Amusantes“ sechs Konzerte hieraus in einer Version für Oboe. Um dem Werk den damals in Frankreich beliebten pastoralen Charakter zu verleihen, integrierte er Flöte und Drehleier in die Begleitstimmen.
Vivaldis op. XIII (Il Pastor fido) wird aufgrund stilistischer Merkmale inzwischen der Feder von Nicolas Chédeville zugeschrieben.
[Bearbeiten] Werke (Auswahl)
- Suiten für Drehleier und Musette Les amusements champêtres
- Op. VII, 6 Sonaten für Flöte, Oboe oder Violine und B.C.
- Op. IX, Les Deffis ou l’Etude amusante, Stücke für Musette oder Drehleier und B.C. (den Virtuosen gewidmet).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chédeville, Nicolas |
| ALTERNATIVNAMEN | Chédeville, Nicolas le cadet |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Komponist |
| GEBURTSDATUM | 1705 |
| GEBURTSORT | Serez |
| STERBEDATUM | 1782 |
| STERBEORT | Paris |