Nikko-Tanne

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Nikko-Tanne
Abies homolepsis, Mount Auburn Cemetery.JPG

Nikko-Tanne (Abies homolepis)

Systematik
Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: Abietoideae
Gattung: Tannen (Abies)
Sektion: Momi
Art: Nikko-Tanne
Wissenschaftlicher Name
Abies homolepis
Sieb. & Zucc.

Die Nikko-Tanne (Abies homolepis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Tannen (Abies) innerhalb der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie ist in Japan heimisch.

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration aus Philipp Franz von Siebold & Joseph Gerhard Zuccarini: Flora Japonica, 2, 1848, Tafel 108. Auch mit den roten männlichen Blütenzapfen.
Zweig von unten mit Nadeln und aufrechten Zapfen.

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Nikko-Tanne ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen von 25 bis 40 Metern und einen Stammumfang von 1 bis 5 Metern erreicht. Er besitzt eine relativ breite und lockere, pyramidenförmige Krone, die durch waagerecht vom Stamm abgehende Äste gebildet wird. Die Borke ist kleinschuppig und hat eine rötlich-graue bis dunkel violett-graue Farbe. Die Farbe der tief gefurchten Rinde der Zweige reicht von grau über braun bis hin zu einem gelblichen braun mit einem rosafarbenen Einschlag. [1]

Die mit einer Größe von 10 bis 14 Millimeter konisch-eiförmigen Knospen werden teilweise durch die Nadeln verdeckt, sind braun gefärbt und von einer weißen Harzschicht bedeckt. An der Zweigoberseite stehen die Nadeln V-förmig angeordnet während sie an der Zweigunterseite horizontal abgehen. Die Nadeln sind zwischen 1 und 3 Zentimeter lang und 2 bis 2,5 Millimeter breit. Die Nadeln sind oberseits glänzend dunkelgrün und unterseits bläulich-weiß gefärbt. An der Basis sind sie verdreht und die Nadelspitze ist stumpf oder zweigeteilt. An der Nadelunterseite verlaufen sechs bis acht Stomatabänder. [1]

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Nikko-Tanne ist einhäusig-getrenntgeschlechtig (monözisch). Die bei einer Länge von etwa 1,4 Zentimeter und einem Durchmesser von 7 Millimeter eiförmigen männlichen Blütenzapfen sind gelblich-grün gefärbt. Die mit einer Länge von 7 bis 10 Zentimeter sowie einem Durchmesser von 3 bis 4 Zentimetern zylindrischen Zapfen sind zur Reife hin harzig und dunkelviolett bis braun gefärbt. Die grauen Samen sind rund 1,8 Zentimeter groß. [1]

Verbreitung und Standort[Bearbeiten]

Die Nikko-Tanne stammt ursprünglich von den japanischen Inseln Honshū, Kyushu und Shikoku [2] und besiedelt dort vor allem die kühlen Bergregionen in Höhenlagen von 700 bis 2200 Metern. [1] Heute wird er weltweit vor allem in gemäßigten Breiten als Ziergehölz für Parks und Gärten genutzt.

Am natürlichen Standort bildet sie gemeinsam mit anderen kälteangepassten Bäumen wie der Mädchen-Kiefer (Pinus parviflora), der Japanischen Eibe (Taxus cuspidata), dem Japanischen Lebensbaum (Thuja standishii) und der Nordjapanischen Hemlocktanne (Tsuga diversifolia) Mischbestände.

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstbeschreibung von Abies homolepis erfolgte 1842 durch Philipp Franz von Siebold und Joseph Gerhard Zuccarini in Flora Japonica, 2, S. 17, Tafel 108. Die Nikko-Tanne wird innerhalb der Gattung der Tannen (Abies) in die Sektion Momi und die Untersektion Homolepoides gestellt. [3]

Ein Synonym für Abies homolepis Sieb. & Zucc. ist Abies brachyphylla Maxim.. [3]

Gefährdung und Schutz[Bearbeiten]

Die Nikko-Tanne wird in der Roten Liste der IUCN als „nicht gefährdet“ eingestuft. Die IUCN weist jedoch darauf hin das eine erneute Überprüfung der Gefährdung nötig ist. [2]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Eintrag in der Gymnosperm Database, abgerufen am 29. August 2010.
  2. a b Die Art in der Roten Liste der IUCN (englisch), abgerufen am 29. August 2010.
  3. a b Eintrag im GRIN, abgerufen am 18. Dezember 2010.

Ergänzende Literatur[Bearbeiten]

  • Roger Phillips: Der große Kosmos-Naturführer Bäume, Franckh-Kosmos, Stuttgart 1998; Seite 62 ISBN 3-440-07503-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nikko-Tanne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien