Nova Ljubljanska banka

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  Nova Ljubljanska banka
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Staat Slowenien
Sitz Ljubljana, Slowenien
Rechtsform Aktiengesellschaft
BIC LJBASI2X[1]
Gründung 27. Juli 1994
Website www.nlb.si
Geschäftsdaten 2009[2]
Bilanzsumme 15,5 Mrd. Euro
Mitarbeiter 4.050
Leitung
Vorstand Božo Jašovič (Vorsitzender)
Aufsichtsrat Marko Simoneti (Vorsitzender)

Unternehmensleitung

Marjan Kramer

Die Nova Ljubljanska banka d. d. (NLB) ist ein slowenisches Kreditinstitut mit Sitz in Ljubljana. Sie ist die größte slowenische Bank. Das Unternehmen hatte 2009 eine Bilanzsumme von 15,5 Milliarden Euro und einen Vorsteuerverlust von 23 Millionen Euro. Vorstandschef ist Marjan Kramer.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Nova Ljubljanska banka wurde am 27. Juli 1994 gegründet. Sie übernahm einen Teil des Vermögens und der Geschäfte der Ljubljanska banka, d. d., eines 1970 – also in der jugoslawischen Periode des Landes Slowenien – gegründeten Kreditinstituts. Seine Ursprünge datiert das Unternehmen zurück auf das Jahr 1889, als – zu Zeiten von Österreich-Ungarn – eine lokale Sparkasse mit dem Namen Mestna hranilnica ljubljanska gegründet wurde.[4]

2002 erwarb die belgische KBC Group einen Aktienanteil von 34 % an der Nova Ljubljanska Banka.[5] Ende 2011 lag dieser Anteil noch bei 25 %, der des slowenischen Staates bei 45,62 %.[6]

Im April 2007 erwarb die Nova Ljubljanska banka 50,1 % der Aktien der drittgrößten Bank des Kosovo, der Kasabank.[7]

Die NLB ist Mehrheitseigentümer der LHB Internationale Handelsbank AG, die 1974 als Kooperation der Ljubljanska banka mit der Hessischen Landesbank gegründet wurde.[8][9]

Sonstiges[Bearbeiten]

Nach dem Zerfall Jugoslawiens ist der Verbleib von ungefähr 60 Millionen US-Dollar Spareinlagen der kroatischen Bürger bei der Zagreber Filiale der Ljubljanska banka (jetzt Nova Ljubljanska Banka) ungeklärt geblieben. Kroatien beschuldigt Slowenien, es habe Spareinlagen nach Slowenien transferiert. Slowenien weist jegliche Schuld von sich und beharrt auf dem Standpunkt, die Spareinlagen seien mit der kroatischen Unabhängigkeit an Kroatien übergegangen.[10] Kroatien fordert eine Refundierung der Spareinlagen gegenüber allen Sparern der Ljubljanska banka.[11] Wegen der undurchsichtigen Lage zeichnet sich noch keine Lösung ab.[10] Bei dem Landgericht Memmingen ist aktuell die Klage eines kroatischen Gastarbeiters anhängig, mit der die Nova Ljubljanska Banka, als Rechtsnachfolgerin der Ljubljanska Banka, auf Auszahlung des Sparguthabens in Anspruch genommen wird. Das zuständige Oberlandesgericht hat bereits entschieden, dass sich der Sparer grundsätzlich an deutsche Gerichte wenden kann, wenn er zur Zeit der Sparkontoeröffnung in Deutschland gelebt hat. Im November 2012 hat der Europäische Menschengerichtshof (EGMR) außerdem entschieden, dass die Republik Slowenien für den Verlust der Spareinlagen haftet.[12]

Sponsoring[Bearbeiten]

Die Nova Ljubljanska banka ist der Hauptsponsor der staatenübergreifenden adriatischen Basketball-Liga, auch NLB Liga genannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag im BIC Directory beim SWIFT
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatNova Ljubljanska banka: Geschäftsbericht 2009. Abgerufen am 28. September 2010 (PDF).
  3. Nova Ljubljanska banka macht 2006 über 100 Millionen € Gewinn In: WirtschaftsBlatt online vom 23. Februar 2007
  4. Kurze Geschichte der Bank auf deren Homepage
  5. Kroatische Nationalbank, OBJAŠNJENJE HNB-a U POVODU ZANIMANJA EUROPSKE KOMISIJE ZA SLUČAJ KBC-a, 31. ožujka 2006. (kroatisch)
  6. NLB Investor Relations: Shareholder Structure (englisch)
  7. Slowenische Bank steigt im Kosovo ein Meldung der APA im WirtschaftsBlatt online vom 5. April 2007
  8. http://www.lhb.de/de/startseite/7a8569ed44bb8a8946b1b055ca6c78a8.htm
  9. http://www.lhb.de/de/ueber_uns.html
  10. a b Slowenien, ein Grenzland mit Vorbildfunktion (Dissertation Andreas Veres, 2007, Ruhr-Universität Bochum), PDF, S. 158 (abgerufen am 11. Januar 2009)
  11. Kroatische Nationalbank. OČITOVANJE HRVATSKE NARODNE BANKE O PROBLEMU DEVIZNE ŠTEDNJE HRVATSKIH GRAĐANA U LJUBLJANSKOJ BANCI (14. März 2006)
  12. www.mattil.de

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]