Oliver Lustig

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Oliver Lustig (* 4. November 1926 in Șoimeni, heute Ortsteil von Vultureni, Kreis Cluj) ist ein rumänischer Journalist und Buchautor, dessen Hauptthema die Shoa ist. Er hat das Vernichtungslager Auschwitz und Nebenlager des Konzentrationslagers Dachau überlebt.

Leben[Bearbeiten]

Erdhütten in einem KZ-Außenlager bei Kaufering. Aufnahme vom 29. April 1945 nach der Befreiung durch die US-Armee.

Lustig wurde am 3. Mai 1944 zusammen mit den meisten Angehörigen seiner Familie verhaftet, zur Polizeiwache nach Fodora und ins Sammellager Cluj gebracht und von dort mit dem fünften Güterzug von Cluj aus zwischen dem 6. und 9. Juni 1944 nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Im September 1944, inzwischen von seiner Familie getrennt, wurden er und sein Bruder Emilian zur Zwangsarbeit in ein Außenlager des KZ Dachaus bei Landsberg am Lech (Kaufering 4 und 5 in Utting) transportiert. Er erhielt die Häftlings-Nr. 112.398. Dort wurde er durch die US Army am 27. April 1945 befreit.

In Rumänien schloss er 1949 an der Babes-Bolyai Universität in Cluj sein Studium ab. 1974 erhielt er dort auch den Ph.D. in Volkswirtschaft. Er arbeitete für das rumänische Militär als Journalist und trat 1986 als Generalmajor der Reserve in den Ruhestand.

Werke[Bearbeiten]

(Auswahl; zumeist in rumänischer Sprache)

  • Aus dem Schatten ins Krematorium („Din umbra crematoriului“), 1960
  • Ein Leben im Königreich des Todes („Viața în imperiul morții“), 1969
  • damals… dort… in Auschwitz („Atunci… acolo… la Auschwitz“), 1977
  • Language of Death („Limbajul morții“), 1986
  • Journal Covered in Blood („Jurnal însîngerat“), 1987
  • Concentration Camp Dictionary. („Dicționar de lagăr“, 1982; 2. Aufl. 2002, Internet Edition, 2005)
Übersetzungen
  • Das Tagebuch von Éva Heyman (Jurnalul lui Éva Heyman - „Am trăit atît de puțin.“; aus der ungarischen in die rumänische Sprache; 1991)

Weblinks[Bearbeiten]