NS-Zwangsarbeit

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Bekanntmachung des Stadtkommissars von Kiew vom 31. Mai 1943: Jugendliche der Jahrgänge 1922–1925 haben sich am 3. Juni zum Abtransport ins Deutsche Reich bereitzumachen.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden im Deutschen Reich und den von der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg besetzten Gebieten zwischen sieben und elf Millionen Menschen der Zwangsarbeit unterworfen.

Im Jahr 2000 hat der Deutsche Bundestag die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ eingerichtet, die Entschädigungsleistungen direkt für ehemalige Zwangsarbeiter bereitstellen soll.

Ziele[Bearbeiten]

Dokument litauischer Arbeiterin

Ziele der Zwangsarbeit waren unter anderem:

  • Arbeitsersatz der durch den Kriegseinsatz in der Wehrmacht in Deutschland fehlenden Männer
  • Einsparungen für deutsche Firmen, da Zwangsarbeiter günstiger als reguläre Arbeiter waren
  • Erhöhung der Staatseinnahmen, durch von der Industrie zu übernehmende Verleihgebühren und „Ausländersonderabgaben
  • Vernichtung durch Arbeit (siehe auch unten)

Durchführung[Bearbeiten]

Verantwortlich für die Umsetzung war ab März 1942 Fritz Sauckel, Gauleiter von Thüringen, der zum Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz (GBA) ernannt wurde. 1946 wurde Sauckel im Rahmen der Nürnberger Prozesse deswegen zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Die Entwicklung der Anzahl der Zwangsarbeiter im Deutschen Reich zeigt, dass nach Sauckels Amtsantritt besonders viele neue Zwangsarbeiter nach Deutschland deportiert wurden. Von 1942, dem Jahr seines Amtsantrittes, bis 1943 verdoppelte sich die Zahl der in der Landwirtschaft tätigen Zwangsarbeiter von 1,4 auf 3,2 Millionen.[1]

Betroffene Gruppen[Bearbeiten]

Jüdische Bürger von Orscha, die auf dem Bahnhofsgelände Zwangsarbeit leisten, werden für die Eis- und Schneebeseitigung eingesetzt, Februar 1942

In der nationalsozialistischen Zeit wurden aus- und inländische Arbeitskräfte aus folgenden Gruppen als Zwangsarbeitende herangezogen:

  • Ausländische Zivilisten, die die überwältigende Mehrheit der Zwangsarbeiter stellten (auch Zivilarbeiter genannt). Sie wurden entweder unter falschen Versprechungen angeworben oder sogar gegen ihren Willen eingesetzt. Sie hatten keine Einwirkungsmöglichkeit auf Dauer, Art des Einsatzes oder Art der Unterbringung.[2]

„Im Sommer 1944 waren in Deutschland ca. 1,9 Millionen Kriegsgefangene und 5,7 Millionen Zivilisten aus dem Ausland offiziell als beschäftigt gemeldet. Mit den aus KZ-Lagern eingesetzten Arbeitern geht man von einer Zahl von 12 Millionen Menschen aus, die in irgendeiner Weise zur Arbeit im Deutschen Reich verpflichtet worden waren. Diese Menschen stammten zum großen Teil aus der besetzten Sowjetunion sowie Teilen Polens. Mehr als 50 % dieser Menschen waren Frauen, viele damals unter 20 Jahre alt. Die Tätigkeiten reichten von leichten Hilfstätigkeiten über schweren Missbrauch der Verschleppten bis zur gezielten ‚Vernichtung durch Arbeit‘.[3]

  • Kriegsgefangene, die in der Rüstungsindustrie eingesetzt wurden.
  • Kriegsgefangene, die zum Arbeitsdienst verpflichtet wurden.
  • Gestapo-Häftlinge, wie Insassen von Arbeitserziehungslagern (AEL) und ausländische Staatsbürger im Widerstand.
  • KZ-Häftlinge
  • Angehörige „fremdrassiger“ Minderheiten: Juden, die vor ihrer Deportation in die östlichen Ghettos und Vernichtungslager als „Rüstungsjude“ zwangsverpflichtet oder während der KZ-Haft für die SS Zwangsarbeit im Reich leisten mussten und z. T. seit 1944 als wieder nach Deutschland deportierte KZ-Häftlinge arbeiteten; Roma, Sinti und andere.
  • Asoziale“, als welche „deutschblütige“ „Ballastexistenzen“ wie die Angehörigen „deutschblütiger“ subproletarischer Gruppen (kinderreiche sozialhilfeabhängige Großfamilien in sozialen Brennpunkten, Obdachlose, jenische „Landfahrer“ u. a.), Prostituierte, psycho-soziale Problemgruppen wie Alkoholkranke und Drogenabhängige sowie die „fremdrassige“ Minderheit der Sinti und Roma galten.
  • Zeugen Jehovas

Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter[Bearbeiten]

siehe auch Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges

Mahnmal für drei von den Nationalsozialisten auf dem Ennert bei Bonn ohne Gerichtsverfahren hingerichtete polnische Zwangsarbeiter
U-Boot-Bunker Valentin in Bremen-Rekum. Bei seinem Bau von 1943 bis März 1945 kamen von den 13.000 dort eingesetzten Zwangsarbeitern etwa 6.000 um.

Nicht selten wird die Meinung vertreten, dass Kriegsgefangene keine Zwangsarbeiter gewesen seien. Diese Position lässt sich so nicht aufrechterhalten. Hier ist differenziert zu prüfen, inwieweit die bestehenden völkerrechtlichen Normen – die Haager Landkriegsordnung von 1907 und die Genfer Konvention von 1929 – beim Arbeitseinsatz von Kriegsgefangenen beachtet wurden. Das Deutsche Reich verstieß hier massiv gegen das Völkerrecht; die Behandlung der verschiedenen Nationalitäten der Kriegsgefangenen war an der Rassenhierarchie der NS-Ideologie ausgerichtet. Kriegsgefangenen, vor allem aus Polen und der Sowjetunion, sowie italienischen Militärinternierten wurden die geltenden völkerrechtlichen Normen vorenthalten. Dies gilt auch in Bezug auf deren Arbeitseinsatz. Eingeschränkt beachtet wurde aus gewissen außenpolitischen Rücksichtnahmen das Völkerrecht gegenüber französischen Kriegsgefangenen. Um die einengenden völkerrechtlichen Bestimmungen beim Arbeitseinsatz von Kriegsgefangenen zu umgehen, wurden viele Kriegsgefangenengruppen formal in den Zivilstatus versetzt. Davon betroffen waren u. a. die polnischen und ein Teil der französischen Kriegsgefangenen. War diese Umwandlung in den Zivilstatus bei anderen Nationalitäten nicht möglich oder gewollt, wurden die Gefangenen der Leistungsernährung unterworfen, d.i. die Koppelung der Lebensmittelration an die individuelle Arbeitsleistung. Dies betraf insbesondere die circa 5,7 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen, von denen etwa 3,3 Millionen in deutscher Gefangenschaft umkamen. Einzig gegenüber den angloamerikanischen Kriegsgefangenen wurden weitgehend die bestehenden völkerrechtlichen Bestimmungen eingehalten. Insofern ist davon auszugehen, dass Kriegsgefangene, die zur Arbeit eingesetzt wurden – außer der letztgenannten Gruppe – im völkerrechtlichen Sinne Zwangsarbeit verrichteten.[4]

Ausmaß der Zwangsarbeit[Bearbeiten]

Zwangsarbeiter in Ostende (Belgien) 1941 bei Kabelverlegung

Im Spätsommer 1944 waren etwa ein Viertel der Arbeitskräfte in der gesamten deutschen Wirtschaft Zwangsarbeiter, Anfang 1945 stellten Ausländer ein Drittel der gesamten Arbeitskräfte in der Landwirtschaft. Sie stammten aus allen von der Wehrmacht besetzten Ländern Europas, die meisten aus Polen und der Sowjetunion, letztere wurden auch als Ostarbeiter bezeichnet. Etwa die Hälfte von ihnen waren Mädchen und Frauen.

Folgen der Zwangsarbeit[Bearbeiten]

Diskriminierung[Bearbeiten]

Der massenhafte Ausländer-Einsatz in Deutschland war für den NS-Staat von einem grundsätzlichen Widerspruch gekennzeichnet: Einerseits machte die Kriegswirtschaft es dringend notwendig, Zwangsarbeitende als Ersatz für die millionenfach eingezogenen deutschen Männer zu verwenden, insbesondere nach dem Scheitern der zunächst erfolgreichen Blitzkriegstrategie und der dann immer größer werdenden deutschen Verluste. Andererseits widersprach es der NS-Ideologie, Fremdvölkische in Deutschland zu beschäftigen. Man fürchtete um die „Blutreinheit“ des deutschen Volkes und sah in der massenhaften Beschäftigung von feindlichen Ausländern im Reich sicherheitspolitische Gefahren. Dieser Widerspruch führte zur Ausgrenzung der Fremdvölkischen im Deutschen Reich und zu mit harten Strafen bedrohten Umgangsverboten, wie sie die Verordnung zur Ergänzung der Strafvorschriften zum Schutz der Wehrkraft des Deutschen Volkes festlegte. Insbesondere waren davon die als rassisch minderwertig verachteten Menschen aus Polen und noch stärker die aus der Sowjetunion betroffen. „Die von dem NS-Regime erlassene rassistische Hierarchie (in Bezug auf die Zwangsarbeitenden) stimmte dabei weitgehend mit der populären Vorurteilsstruktur der deutschen Bevölkerung überein.“

Ernährungssituation[Bearbeiten]

1942 war neben 1945 die Versorgungslage mit Lebensmitteln in Deutschland am kritischsten. In dieser Zeit verhungerten die meisten Zwangsarbeiter, da das Reichsministerium für Ernährung ihre Rationen drastisch kürzte. „Es war der Nahrungsmangel, weswegen die Zwangsarbeiter sogar dann noch in so großer Zahl umgebracht wurden, als sie bereits dringend für die Kriegsproduktion benötigt worden wären.“ Ab Ende 1942 stabilisierte sich die Lage wieder; die Rationen wurden allgemein erhöht, im Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt im Oberkommando der Wehrmacht galt die Devise: „Es ist ein Trugschluß, daß man mit 200 ungenügend ernährten Menschen dieselbe Arbeitsleistung vollbringen könne wie mit 100 Vollernährten. Im Gegenteil: die 100 Vollernährten schaffen weit mehr, und ihr Einsatz ist wesentlich rationeller.“[5]

Kinder der Zwangsarbeiter[Bearbeiten]

Ein eigenes Kapitel sind die Schicksale der Kinder von Zwangsarbeiterinnen. Besonders den „Ostarbeiterinnen“ wurde kein Mutterschutz zugestanden, was bedeutete, dass sie bis kurz vor der Entbindung (und bald danach) arbeiten mussten. Sie wurden auch nicht in deutschen Krankenhäusern untergebracht, weil man eine „rassische“ Vermischung und Gefährdung befürchtete. Die Entbindungsheime, Kreißsäle, Säuglings- und Kinderheime waren, entgegen einer Direktive, nicht nur sehr einfach eingerichtet, sondern befanden sich auch in äußerst unhygienischem Zustand. Es gehörte zur nationalsozialistischen Politik, die Zwangsarbeiterinnen möglichst kostengünstig einzusetzen, Schwangerschaften tunlichst zu verhindern und die „unerwünschten“ Kinder entweder aufzuziehen (als künftige Zwangsarbeiter) oder verhungern zu lassen. Für letzteren Zweck gab es eigens eingerichtete Säuglings- und Kinderheime, so genannte Ausländerkinder-Pflegestätten (auf Anregung des Reichsführers-SS Heinrich Himmler eingerichtet), wo man die „unerwünschten“ Kinder unbemerkt von der Öffentlichkeit verkümmern ließ. Einige von ihnen fielen auch dem Massenmord an den Kranken und Behinderten zum Opfer (siehe auch unter: Jugendkonzentrationslager, Aktion T4, Nationalsozialistische Rassenhygiene, Erziehung im Nationalsozialismus). Aus der Zeit unmittelbar nach Kriegsende berichtete eine Hamburger Zeitzeugin, dass Kinder der Zwangsarbeiterinnen, die nunmehr ins Krankenhaus gebracht wurden, schwerste Verdauungsstörungen hatten und mit Furunkeln, Impetigo und Ekzemen übersät waren.[6]

Herkunftsländer (alphabetisch)[Bearbeiten]

Belgien[Bearbeiten]

„Aus Belgien kamen bis Sommer 1941 zunächst 189.000 Arbeiter/innen freiwillig nach Deutschland, Nach der Einführung der allgemeinen Arbeitspflicht im Oktober 1942 folgten ihnen bis 1945 rund 200.000 weitere unter Zwang.“

wollheim memorial: Herkunft und Anzahl ausländischer Zivilarbeiter/innen und Zwangsarbeiter/innen

China[Bearbeiten]

In Hamburg-St.-Pauli wurden nach Chinas Kriegserklärung gegen Deutschland Chinesen aus ihren Wohnungen verschleppt und u. a. im Hamburger Hafen als Zwangsarbeiter eingesetzt.[7]

Estland[Bearbeiten]

Frankreich[Bearbeiten]

In Deutschland wurden während des Zweiten Weltkrieges nach Abstimmung mit der Vichy-Regierung Franzosen zur Arbeit in Industrie, Handel und Landwirtschaft in unterschiedlicher Weise rekrutiert. Von den 1,6 Millionen französischen Kriegsgefangenen aus der Zeit von Mai/Juni 1940 waren am Kriegsende immer noch eine Million Personen als Arbeitskräfte in Deutschland eingesetzt. Als Zivilarbeiter wurden 850.000 bis 922.000 (freiwillige, dienstverpflichtete und Zwangsarbeiter) eingesetzt. Zu Zivilarbeitern wurden 200.000 Kriegsgefangene 1943 umgestuft.[8]

Griechenland[Bearbeiten]

Auf Kreta wurden 20.000 verpflichtet für die Besatzungsbehörden zu arbeiten, zum großen Teil unter harten Bedingungen in den Bergwerken, weitere 100.000 wurden von der Wehrmacht dienstverpflichtet, darunter ab 1943 auch 16-Jährige. Nach Deutschland wurden 23.000 Personen angeworben, anschließend weitere 12.000 als Zwangsarbeiter und 1.000 als Kriegsgefangene.[9] Daraus ergibt sich eine Zahl von 155.000 Personen.

Italien[Bearbeiten]

Darunter waren ab Sommer 1943 etwa 600.000 Italienische Militärinternierte (IMI). Den IMI wurde der für Kriegsgefangene geltende Schutz verweigert, ab Herbst 1944 wurden die meisten in ein Zivilarbeitsverhältnis überführt.[10]

Lettland[Bearbeiten]

Litauen[Bearbeiten]

Niederlande[Bearbeiten]

Die Anzahl der niederländischen Zwangsarbeiter wurde 1966 rückblickend auf etwa 395.000 geschätzt,[11] seit 1979 geht man von mehr als 500.000 aus.[12] Etwa 50.000 von ihnen starben. Die größte Razzia fand in Rotterdam am 10. und 11. November 1944 statt.[13] Bei dieser Razzia wurden 50.000 Männer verhaftet, von denen 40.000 zum Arbeitseinsatz nach Deutschland geschickt wurden und 10.000 Zwangsarbeit im Osten der Niederlande leisten mussten.

Polen[Bearbeiten]

„Pflichten der Zivilarbeiter und -arbeiterinnen polnischen Volkstums während ihres Aufenthalts im Reich“

Die Zahl polnischer Zwangsarbeiter stieg von Oktober 1939 bis Beginn des Jahres 1940 auf 300.000 an. Nahezu 90 % wurden in der Landwirtschaft eingesetzt.[14] Insgesamt wurden in Deutschland 2,2 Millionen Polen, im „Reichsgau Warthegau“ 1,1 Millionen Polen und in den polnischen Ghettos mindestens 700.000 Juden als Zwangsarbeiter festgehalten.[9]

Für die (südostpolnischen) Gemeinden und Städte wurden Quoten an Zwangsarbeitern festgesetzt. Nach Aussage einer Zeitzeugin dauerte der Transport mit Kutsche, LKW und Zug vom polnischen Heimatort nach Deutschland etwa zwei Wochen. Das zuständige deutsche Arbeitsamt verteilte die Zwangsarbeiter auf ihre Einsatzstellen. Je nach Menschlichkeit und Gelegenheit der deutschen Arbeitgeber hatten die Zwangsarbeiter Freiheiten oder wurden ausgegrenzt und sehr schlecht behandelt. In Süddeutschland wurden die Zwangsarbeiter nach Einmarsch der Franzosen in einem Lager untergebracht. Nach einem Dreivierteljahr durften sie im Zug nach Polen zurückkehren.[15]

Opfer sogenannter Sonderbehandlungen, z. B. nach intimen Kontakten mit Deutschen konnten im Rahmen der Polenerlasse oder Polenstrafrechtsverordnung ohne weitere Gerichtsverhandlung zum Tode „verurteilt“ werden.

Rolf Hochhuth hat über das Schicksal polnischer Zwangsarbeiter im Südwesten Deutschlands, Brombach bei Lörrach, den collagenartigen Roman Eine Liebe in Deutschland verfasst.

Siehe dazu auch den Artikel Czesław Trzciński.

Sowjetunion[Bearbeiten]

Seit Ende 1941 wurden zwischen 22 und 27 Millionen Sowjetbürger als Zwangsarbeiter eingesetzt.[9]

Ukraine[Bearbeiten]

Sonstige Länder[Bearbeiten]

Es wurden weitere Zwangsarbeiter aus verschiedenen anderen Ländern eingesetzt, für die derzeit aber keine Quellen vorliegen.

Einsatzgebiete[Bearbeiten]

Bergbau[Bearbeiten]

Im kriegswichtigen Bergbau wurden in großem Umfang Zwangsarbeiter eingesetzt. In den Höchstzeiten des Zwangseinsatzes im Sommer 1944 waren es reichsweit um die 430.000 Zivilarbeiter und Kriegsgefangene. Davon waren allein 120.000 sowjetische Gefangene, „Ostarbeiter“ und italienische Militärinternierte im Ruhrbergbau beschäftigt.[16] Weiterhin arbeiten an der Ruhr Kroaten (14.434), Galizier (11.299) und Dänen (1535).[17] Einige Quellen sprechen von über 350.000 Zwangsarbeitern auf den dortigen Zechen,[18] bei etlichen Betrieben bestanden über 45 % der Belegschaft aus zur Arbeit gezwungenen Menschen.

Bunkerbau/Trümmerbeseitigung[Bearbeiten]

Zwangsarbeiter wurden zum Bau von Luftschutzbunkern eingesetzt. Nach Luftangriffen wurden sie zur Brandlöschung, Trümmerbeseitigung, Leichenbergung, Hilfe bei der Beisetzung und zur Beseitigung der Schäden herangezogen.

Hafenarbeit[Bearbeiten]

Französische Zwangsarbeiter des Zwangsarbeiterlagers in der Hamburger Norderstraße (heute Virchowstraße) mussten im Hamburger Hafen Frachter entladen und in einer Werft Rost klopfen.[19]

Landwirtschaft[Bearbeiten]

siehe: Agrarwirtschaft und Agrarpolitik im nationalsozialistischen Deutschen Reich bzw. 8.2 Zwangsarbeit und Kriegsgefangene

Rüstungsindustrie[Bearbeiten]

Zwangsarbeiter wurden für die Sprengstoffproduktion beispielsweise in den Werken Krümmel und Düneberg bei Geesthacht sowie Werk Tanne östlich von Clausthal-Zellerfeld eingesetzt.[20]

„In der zweiten Kriegshälfte galt der Arbeitseinsatz als vordringliche Aufgabe der Konzentrationslager. Im Mai 1944 gab Hitler den Befehl, ungarische jüdische Häftlinge für die anfallenden Arbeiten in der Rüstungsindustrie heranzuziehen, so dass im Sommer 1944 100.000 ungarische Juden in die Lager gelangten. Für ihre Behandlung gab Sauckel, der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, die Richtlinie aus: „Alle diese Menschen müssen so ernährt, untergebracht und behandelt werden, dass sie bei denkbar sparsamsten Einsatz die größtmöglichste Leistung erbringen.“[21]

B.Hillmann/V. Kluge/E. Kramer: Lw.2/XI – Muna Lübberstedt, Zwangsarbeit für den Krieg, Bremen 1996, S. 118

In einem Außenlager des KZ Neuengamme, dem Lager Bilohe der Muna Lübberstedt arbeiteten 500 jüdische Ungarinnen, die mit einem Transport aus dem KZ Auschwitz kamen in der Herstellung von Luftwaffenmunition, von Ende August/Anfang September 1944 bis zum Kriegsende.

„Die Transportgrößen schwankten zwischen 1500 und 3800 Personen. Auch als diese Häftlinge in bereitstehende Waggons gepfercht wurden, spielten sich erschütternde Szenen ab. So versuchten die wegen körperlicher Schwäche und somit für den Tod ausgesonderten Frauen die Waggons zu stürmen, um ebenfalls zum Arbeitseinsatz zu kommen und der Hölle von Auschwitz zu entgehen.“

B.Hillmann/V. Kluge/E. Kramer: Lw.2/XI – Muna Lübberstedt , Zwangsarbeit für den Krieg, Bremen 1996, S. 108

Auch in den Werften (Kiel), bei der Waffenproduktion (Oberndorf am Neckar), beim Stollenbau (Goldbacher Stollen bei Überlingen) und in der unterirdischen Rüstungsproduktion beispielsweise in Mittelbau-Dora wurden sie herangezogen.

Weitere Einsatzgebiete[Bearbeiten]

Zwangsarbeiter wurden in allen Bereichen eingesetzt, neben den o. g. in der Chemischen Industrie, im Handwerk, für die Kirche, in der Textilindustrie, in Staatsbetrieben und für Kommunen. Die Zwangsarbeit reichte sogar bis in die Familien, wo junge Frauen aus Osteuropa als Haushaltshilfen und Kindermädchen eingesetzt wurden.[22]

Einsatzorte[Bearbeiten]

Arnsberg[Bearbeiten]

Im heutigen Stadtteil Neheim wurde mit dem Zwangsarbeiterlager Möhnewiesen 1942 ein Gemeinschaftslager für verschiedene Unternehmen zur Unterbringung vornehmlich von Zwangsarbeiterinnen aus Osteuropa errichtet. Das Lager wurde am 17. Mai 1943 durch Überschwemmung als Teil der Möhnekatastrophe zerstört und zahlreiche Arbeiterinnen wurden getötet.

Bad Schwartau[Bearbeiten]

Zwangsarbeiterlager Pariner Berg

Bensheim[Bearbeiten]

In Bensheim-Auerbach wurden 130 Griechen vom September 1944 bis Ende März 1945 als Zwangsarbeiter im Rüstungsbetrieb Heymann eingesetzt. Die Betroffenen waren überwiegend am 17. August 1944 in Kokkiniá (heute Níkaia, ein Vorort von Athen) festgenommen und verschleppt wurden. Am Friedhof in Bensheim-Auerbach befindet sich ein Grabmal, in dem 22 Fremdarbeiter beigesetzt wurden, die bei einem Unglück in der Munitionsfabrik ums Leben gekommen sind. Das Grabmal wurde erst auf Betreiben der amerikanischen Militärregierung errichtet.[23]

Berlin[Bearbeiten]

Der völkerrechtswidrige Einsatz von Kriegsgefangenen begann in Berlin im Juni 1941 mit dem Einsatz von 1673 Kriegsgefangenen unbekannter Nationalität in Rüstungsbetrieben. Neben sowjetischen Kriegsgefangenen, die als so genannte Ostarbeiter besonders schlecht behandelt wurden und wie KZ-Häftlinge nicht entlohnt wurden, internierte man ab 1943 (Kriegserklärung des ehemals Verbündeten) auch die ursprünglich auf freiwilliger Basis angeworbenen italienischen Arbeitskräfte und setzte sie zur Zwangsarbeit ein. Als Militärinternierte wurden sie den sowjetischen Arbeitern gleichgestellt und unter besondere Bewachung gestellt; so sahen die Richtlinien für die Unterbringung der italienischen Militärinternierten vor, dass selbst der Besuch von Sanitäreinrichtungen nur im Beisein eines Polizisten erfolgen durfte.[24]

Die Firma Siemens hatte in und um Berlin besonders die Arbeitskraft von KZ-Häftlingen ausgebeutet. Nach dem Bau von zwanzig Fertigungsbaracken für 800 Frauen direkt auf dem Gelände des Konzentrationslagers Ravensbrück im Jahr 1942 setzte man KZ-Häftlinge 1943/1944 bei der Siemens-Kabel-Gemeinschaft (SKG) in Berlin-Gartenfeld und 1944/45 in den Siemens-Schuckert-Werken in Berlin ein.[25]

Ab dem Jahr 1941 stieg die Zahl der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Berlin sprunghaft an. Ihre Zahl einschließlich der Kriegsgefangenen lag zum 1. September 1944 bereits bei über 300.000. Ende des Jahres waren es bereits 350.000. Den Hauptanteil bildeten Bürger der Sowjetunion mit 19,2 Prozent, gefolgt von Zwangsarbeitern aus Polen mit 14,5 Prozent und aus Frankreich mit 12 Prozent. In der Reichshauptstadt Berlin, die der zentrale Rüstungsstandort war, wurden während des Krieges über 500.000 Menschen durch Zwangsarbeit ausgebeutet, das entsprach etwa 20 Prozent aller Beschäftigten.[26] Das zentrale Durchgangslager, von dem aus das Arbeitsamt Arbeitskräfte nach Berlin zuwies, befand sich in der Nordmarkstraße (heute Fröbelstraße) im Bezirk Prenzlauer Berg. Das einzige Arbeitserziehungslager der Stadt (nur für Männer) befand sich in Wuhlheide. Hier musste (beispielsweise wegen „Nichterfüllung der Arbeitspflicht“) äußerst harte Zwangsarbeit unter Einsatz der Prügelstrafe verrichtet werden. Die bekanntesten Häftlinge in Wuhlheide waren der Sportler Werner Seelenbinder und der Berliner Dompropst Bernhard Lichtenberg.[27]

Die Kirchengemeinden setzten gleichfalls Zwangsarbeiter ein, zum Beispiel die „Sklaven der Kirche“ in der Berliner Hermannstraße, die Bestattungen der Kriegstoten durchführen mussten.

1944 verlegten viele Berliner Firmen ihre Produktionsstätten aus Angst vor Bombenangriffen in das Berliner Umland. Aus diesem Grund erhöhte sich die Anzahl von Zwangsarbeitern in Berlin nicht mehr. Der Siemens-Konzern ohne die dazugehörenden Gesellschaften beschäftigte am Jahresende 1944 von 65.400 Arbeitskräften allein 17.400 Zwangsarbeiter, das entspricht 26,6 Prozent der Belegschaft. Die Firma Ehrich & Graetz in Berlin-Treptow hatte die von 1940 bis zum Abtransport in die Vernichtungslager 1943 eingesetzten jüdischen schrittweise durch russische (seit Juni 1942), französische und niederländische Zwangsarbeiter ersetzen lassen. Insgesamt waren es etwa 1100 Personen. Während die russischen Arbeitskräfte als Gefangene galten, die unter ständiger Bewachung auch am Arbeitsplatz standen, bekamen die niederländischen Zwangsarbeiter den gleichen Akkordlohn wie deutsche nichtjüdische Arbeiter. Zudem unterlagen sie keiner Bewachung, konnten sich also außerhalb der Arbeitszeit frei bewegen, wogegen die Firma Ehrich & Graetz in Berlin-Baumschulenweg, Köpenicker Landstraße 208–218, ein eigenes „Russinnenlager“ zur Internierung unterhielt. In Begleitung einer Wachperson wurde ihnen unter bestimmten Voraussetzungen gestattet, in Gruppen bis zu fünf Personen „ausgeführt“ zu werden.[28]

In Berlin existierten in der Zeit zwischen 1939 und 1945 über 1000 Lagerstandorte innerhalb des Berliner Autobahnrings. Die meisten Lager hatten Platz für 100 bis 200 Personen. Die beiden größten Lager mit bis zu 3000 Personen befanden sich in Adlershof und Falkensee.[29] Neben Gemeinschaftslagern, die von der Deutschen Arbeitsfront betrieben wurden, existierten diverse betriebseigene Lager. In der metallverarbeitenden Industrie Berlins profitierten während des Zweiten Weltkrieges die großen Produktionsstätten, wie Siemens in Spandau und AEG in Treptow ebenso wie viele kleinere und mittelgroße Betriebe, die zum größten Teil in Kreuzberg lagen, von der massenhaften Zwangsarbeit.

In der Salamander-Schuhfabrik wurden vor allem Frauen als Zwangsarbeiter eingesetzt.[30]

Bochum[Bearbeiten]

Büdingen[Bearbeiten]

Hamburg[Bearbeiten]

In Hamburg waren während des Zweiten Weltkrieges rund 500.000 „Fremdarbeiter“ in 1.000 Lagern untergebracht.[31] Ursache für die Beschäftigung von Zwangsarbeitern war auch in Hamburg die Personalknappheit der landwirtschaftlichen und der Rüstungsbetriebe. Personal fehlte durch Aufrüstung, Kriegseinsatz der wehrfähigen Männer, deutsche Kriegstote und Kriegsgefangene sowie die Vertreibung, Deportation und Ermordung der Juden. In den ersten zwei Kriegsjahren wurden hauptsächlich zivile Ausländer angeworben. Dann wurden westeuropäische Kriegsgefangene eingesetzt. Später wurden osteuropäische und sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsrekrutierte eingesetzt. Schließlich wurden Häftlinge der Konzentrationslager zur Zwangsarbeit befohlen. Es gab einen Widerstreit zwischen dem ideologischen Standpunkt der bewussten Schlechterbehandlung und dem kriegswirtschaftlichen Standpunkt der Erhaltung der Arbeitsfähigkeit. Arbeitsbedingungen, Verpflegung, Unterbringung und Luftschutz bei Bombenangriffen waren zwischen den einzelnen Nationen der Zwangsarbeiter und im Verhältnis zu den Deutschen stark abgestuft.[32]

Die Zwangsarbeiterlager in Hamburg 1939–1945 wurden auf einer Übersichtskarte des Stadtgebietes dokumentiert.[33] Zu dieser Karte gibt es einen Kommentar über die Behandlung der Zwangsarbeiter allein aufgrund ihrer Nationalität.[34] Osteuropäische und sowjetische Zwangsarbeiter durften mit Deutschen keinen Blick- und Sprechkontakt haben, wurden schlechter verpflegt, bezahlt und untergebracht.[35] Friederike Littmann bereitete das Archivmaterial von Hamburger Ämtern und Betrieben zur Lage der Zwangsarbeiter und zu den Phasen der Zwangsarbeit in Hamburg wissenschaftlich auf.[36]

Im KZ Neuengamme und in seinen Außenlagern wurden Häftlinge unter schlechten Bedingungen zur Arbeit eingesetzt. Die Namen der Kriegsgefangenenlager für französische Zwangsarbeiter in Hamburg sind aufgrund der Lagerbegehungen des Service Diplomatique des Prisonniers de Guerre (SDPG) der Vichy-Regierung, genannt Mission Scapiny, und aus anderen Quellen ermittelt worden.[37]

In Hamburg-Bahrenfeld gab es auf dem Gelände einer Marzipanfabrik ein Lager mit mehreren hundert Zwangsarbeitern. Einige davon wurden in der Sternwoll-Spinnerei eingesetzt.[38] Nachdem China 1941 Deutschland den Krieg erklärt hatte, wurden am 13. Mai 1944 129 Chinesen aus St. Pauli abtransportiert. Die Chinesen wurden misshandelt und verhört. Eine der Stationen war im Herbst 1944 das „Arbeitserziehungslager Wilhelmsburg“. Von dort aus wurden Chinesen als Zwangsarbeiter im Hafen eingesetzt.[39]

Die landwirtschaftlichen Zivil- und Zwangsarbeiter in Hamburg-Sülldorf waren in Lagern untergebracht, aber unter den Adressen der landwirtschaftlichen Arbeitgeber gemeldet, wie sich aus der Hausmeldekartei und der Ausländerkartei Hamburg 1939–1945 des Staatsarchivs der Freien und Hansestadt Hamburg ergibt.[40]

Die britische Militärregierung forderte die Zwangsarbeiter nach Kriegsende auf, zunächst noch in ihren Unterkünften in Hamburg zu verbleiben. In den Folgemonaten nach Kriegsende wurden diese Displaced Persons, sofern möglich, in ihre Heimatländer zurücktransportiert. Einige blieben in Hamburg. Besuchsprogramme für ehemalige Zwangsarbeiter werden durchgeführt.

Kiel[Bearbeiten]

Hauptartikel: NS-Zwangsarbeit in Kiel

Lübeck[Bearbeiten]

Lübecker Firmen, die Zwangsarbeiter einsetzten, und die dazu gehörenden Zwangsarbeiterlager wurden im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk in einem besonderen Raum auf Karten dokumentiert. Einige Einzelschicksale sind in einer Loseblattsammlung nachzulesen.[41]

Magdeburg[Bearbeiten]

Zwangsarbeiterlager Diana

München[Bearbeiten]

Zwangsarbeiterlager Neuaubing

Münster[Bearbeiten]

Oberndorf am Neckar[Bearbeiten]

Schwarzwald[Bearbeiten]

Im Schwarzwald wurden polnische Zwangsarbeiter in der Landwirtschaft eingesetzt. In Interviews von deutschen Schülern des Triberger Schwarzwald-Gymnasiums mit Schwarzwälder Zeitzeugen und von polnischen Schülern mit ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in Polen wurde das Geschehen in Erinnerung gerufen.[42]

Zwangsarbeit im öffentlichen Bewusstsein[Bearbeiten]

Dokumentation[Bearbeiten]

Im Bundesarchiv wurden Übersichten zu Zwangsarbeiterlagern während der NS-Zeit und der regionalen Archive erarbeitet.[43] Auskünfte zu Zwangsarbeitern, Verschleppten und Menschen in Konzentrationslagern während der Zeit des Nationalsozialismus (etwa 17 Millionen Menschen) gibt der Internationale Suchdienst Bad Arolsen, 34454 Bad Arolsen, Deutschland.[44]

Das Online-Archiv „Zwangsarbeit 1939–1945“ präsentiert eine Sammlung digitaler Zeitzeugen-Berichte. Knapp 600 ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus 27 Ländern erzählen in lebensgeschichtlichen Audio- und Video-Interviews ihr Schicksal. Damit erinnert das Archiv an die über zwölf Millionen Menschen, die für das nationalsozialistische Deutschland Zwangsarbeit leisten mussten.

Würdigung der Zwangsarbeiter[Bearbeiten]

Im Jahr 2010 wurde das Thema „Zwangsarbeit“ sowie ihre Folgen erstmals nach 1945 in der Bundesrepublik Deutschland mit einer umfassenden Ausstellung im öffentlichen Raum gezeigt. Davor handelte es sich wiederholt um Ausstellungen unter Bezug auf eine Firma oder einen Ort. Unter dem Titel Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg wurde sie im Jüdischen Museum Berlin gezeigt.

Leistungen an ehemalige Zwangsarbeiter[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 hat der Bundestag die Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ eingerichtet, die Leistungen an ehemalige Zwangsarbeiter bereitstellen soll. In Polen werden diese finanziellen Mittel durch die Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung für die Bereitstellung humanitärer Hilfen an NS-Opfer verwendet.

Kriegsgefangene sind aus dem Kreis der Leistungsempfänger ausgeschlossen. Auch wenn üblicherweise der Begriff „Zwangsarbeiterentschädigung“ verwendet wird, handelt es sich rechtlich nicht um eine Entschädigung, sondern vielmehr um eine Geste, mit der sich die Bundesregierung zu ihrer moralischen Verantwortung und Wiedergutmachungspolitik bekennt.

Darüber hinaus sollte ein ausreichendes Maß an Rechtssicherheit deutscher Unternehmen und der Bundesrepublik Deutschland insbesondere angesichts von Sammelklagen in den USA hergestellt werden.

Eine Auszahlung erhalten nur diejenigen Antragsteller, die durch Dokumente beweisen können, dass sie Zwangsarbeit leisten mussten, oder die dies auf anderem Wege glaubhaft machen können; Dokumente sind in vielen Fällen nicht überliefert, die Glaubhaftmachung setzt die Erinnerungsfähigkeit der mittlerweile hochbetagten Antragsteller ebenso voraus wie die Kommunikation der Erinnerungen an die am Antragsverfahren beteiligten Einrichtungen.

Verwandte Themen[Bearbeiten]

Dokumentarfilme[Bearbeiten]

  • Wolfgang Bergmann (Regisseur): Der Reichseinsatz, 1993, als DVD: 2011 Absolut Medien, Berlin, ISBN 978-3-89848-049-9, 117 min. Im Film wurden Szenen aus dem Propagandafilm aus dem Jahr 1940 Wir leben in Deutschland eingeschnitten. Hessischer Filmpreis 1994.
  • Kriegsgefangenschaft (1/4): Verschleppt und ausgebeutet. Produktion Österreich 2011. Gezeigt in 3sat am 20. Januar 2013, von 20:15–21.05 Uhr. (Französische und sowjetische Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter in der Kriegsproduktion, Kinder schwangerer Zwangsarbeiterinnen bewusst benachteiligt mit hoher Sterberate, sowjetische Kriegsgefangene nach der Befreiung weiter in sowjetische Lager).
  • Kriegsgefangenschaft (4/4): Heimkehr. Produktion ORF und preTV 2012. Gezeigt in 3sat am 21. Januar 2013, von 21:05–22.00 Uhr. (Sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter nach Kriegsende in UDSSR wieder in Zwangsarbeit und Ächtung. Französische Kriegsgefangene nach Kriegsende in Frankreich der Kollaboration verdächtigt. Deutsche/österreichische Heimkehrer aus der Sowjetunion finden in der Heimat keine Arbeit mehr).

Literatur[Bearbeiten]

Allgemein (Auswahl):

  • John Authers: The Victim's Fortune. Inside the Epic Battle over the Debts of the Holocaust. Harper Perennial, New York 2003, ISBN 0-06-093687-8. (engl.)
  • Klaus Barwig u. a. (Hrsg.): Zwangsarbeit in der Kirche. Entschädigung, Versöhnung und historische Aufarbeitung. Stuttgart 2001, ISBN 3-926297-83-2.
  • Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 9, C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-57238-8. (zu den „besonderen“ Lagern)
  • Ulrich Herbert (Hrsg.): Europa und der 'Reichseinsatz'. Ausländische Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge in Deutschland 1938–1945. Essen 1991.
  • Ulrich Herbert (Hrsg.): Fremdarbeiter. Politik und Praxis des „Ausländer-Einsatzes“ in der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches. Neuauflage, Bonn 1999.
  • Jochen-Christoph Kaiser: Zwangsarbeit in Diakonie und Kirche 1939–1945, Kohlhammer-Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-17-018347-8.
  • Hans-Eckhardt Kannapin: Wirtschaft unter Zwang. Anmerkungen und Analysen zur rechtlichen und politischen Verantwortung der deutschen Wirtschaft unter der Herrschaft des Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg, besonders im Hinblick auf den Einsatz und die Behandlung von ausländischen Arbeitskräften und Konzentrationslagerhäftlingen in deutschen Industrie- und Rüstungsbetrieben. Deutsche Industrieverlags-Gesellschaft, Köln 1966[45]
  • Felicja Karay: Women in Forced-Labor Camps. In: Dalia Ofer, Leonore J. Weitzman (Hrsg.): Women in the Holocaust. New Haven/ London 1998, ISBN 0-300-07354-2, S. 285–309.
  • Gabriele Lotfi: Fremdvölkische im Reichseinsatz. Eine Einführung zum Thema NS-Zwangsarbeit. In: Blätter für deutsche und internationale Politik. Heft 7/2000, ISSN 0006-4416, S. 818–822.
  • Alexander von Plato, Almut Leh, Christoph Thonfeld (Hrsg.): Hitlers Sklaven. Lebensgeschichtliche Analysen zur Zwangsarbeit im internationalen Vergleich. Böhlau Verlag, Wien/ Köln 2008, ISBN 978-3-205-77753-3. (Fast 600 frühere Opfer aus 27 Ländern wurden befragt. Rezension in der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24. November 2008, Nr. 275, S. 8)
  • Hermann Rafetseder: NS-Zwangsarbeits-Schicksale. Erkenntnisse zu Erscheinungsformen der Oppression und zum NS-Lagersystem aus der Arbeit des Österreichischen Versöhnungsfonds. Eine Dokumentation im Auftrag des Zukunftsfonds der Republik Österreich. – Linz 2007; die Drucklegung unterblieb 2007 aus Datenschutzgründen, nach deren Wegfall war Ende 2013 eine Veröffentlichung auf CD und online möglich, zu finden im "forum oö geschichte" über www.ooegeschichte.at/bibliografie/NS-Zwangsarbeits-Schicksale
  • Mark Spoerer: Zwangsarbeit unter dem Hakenkreuz. Ausländische Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und Häftlinge im Deutschen Reich und im besetzten Europa 1938–1945. Stuttgart/ München 2001.
  • Bernhard Strebel, Jens-Christian Wagner: Zwangsarbeit für Forschungseinrichtungen der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft 1939–1945: ein Überblick. Max-Planck-Ges. zur Förderung der Wiss., Berlin 2003, DNB 968596908. (Inhaltsverzeichnis)

Regional (Auswahl):

  • Ralf Bierod: Der Arbeitseinsatz sowjetischer Kriegsgefangener in der Forstwirtschaft und im Güterumschlag der Provinz Hannover 1941–1945. Magisterarbeit. Universität Hannover, Hannover 1992.
  • Helga Bories-Salawa: Franzosen im „Reichseinsatz“. Deportation, Zwangsarbeit, Alltag. Erfahrungen und Erinnerungen von Kriegsgefangenen und Zivilarbeitern. Verlag Lang, Frankfurt am Main/ Bern/ New York 1996.
  • Hubert Feichtlbauer u. a.: Fonds für Versöhnung, Frieden und Zusammenarbeit: Späte Anerkennung, Geschichte, Schicksale. 1938–1945, Zwangsarbeit in Österreich. Wien 2005, ISBN 3-901116-21-4. (Online-Versionen)
  • Johannes Grabler: Das Schicksal eines Zwangsarbeiters in Aulzhausen (Affing). Arbeit zum Hauptseminar „Zweimal 'Vergangenheitsbewältigung' − nach 1945, nach 1989“ an der Kath. Universität Eichstätt, Eichstätt 1993. (Download-Version .doc)
  • Andreas Heusler: Zwangsarbeit in der Münchner Kriegswirtschaft 1939–1945. 2. Auflage. München 2000, ISBN 3-927984-07-8.
  • Uwe Kaminsky: Dienen unter Zwang. Studien zu ausländischen Arbeitskräften in Evangelischer Kirche und Diakonie im Rheinland während des Zweiten Weltkriegs. 2. Auflage. Bonn 2002, ISBN 3-7749-3129-1.
  • Felicja Karay: Wir lebten zwischen Granaten und Gedichten. Das Frauenlager der Rüstungsfabrik HASAG im Dritten Reich. Köln 2001. (Jerusalem 1997), Über das Buchenwalder Außenlager Leipzig-Schönefeld
  • Felicja Karay: Death Comes in Yellow – Skarzysko-Kamienna Slave Labor Camp. Amsterdam 1996.
  • Rolf Keller, Silke Petry (Hrsg.): Sowjetische Kriegsgefangene im Arbeitseinsatz 1941–1945: Dokumente zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen in Norddeutschland. Göttingen 2013, ISBN 978-3-8353-1227-2.
  • Oliver Kersten: Herbergen als Verschiebebahnhöfe. Neue Forschungsergebnisse zum Einsatz von Fremd- und Zwangsarbeitern in diakonischen Einrichtungen in der Region Berlin-Brandenburg im Zweiten Weltkrieg. In: Erich Schuppan (Hrsg.): Sklave in euren Händen. Zwangsarbeit in Kirche und Diakonie Berlin-Brandenburg. Berlin 2003, ISBN 3-88981-155-8, S. 251–278.
  • Stefan Karner, Peter Ruggenthaler u. a. Mitglieder der Historikerkommission: Zwangsarbeit in der Land- und Forstwirtschaft auf dem Gebiete Österreichs 1939–1945. Wien 2004.(Volltext Version 2002; PDF; 4,0 MB).
  • Jörn-Uwe Lindemann: „Wir wurden Roboter.“ Zwangsarbeit in Bergedorf. In: Kultur- & Geschichtskontor (Hrsg.): Bergedorf im Gleichschritt. 2. verb. Auflage. Hamburg 1996, ISBN 3-9803192-5-3, S. 101–118.
  • Roland Maier: Haupttätigkeitsfeld im Krieg: Überwachung und Repression der ausländischen Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter. In: Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier (Hrsg.): Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern. Schmetterling-Verlag, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-89657-138-0, S. 338–380.
  • Holger Menne, Michael Farrenkopf (Bearb.): Zwangsarbeit im Ruhrbergbau während des Zweiten Weltkrieges. Spezialinventar der Quellen in nordrhein-westfälischen Archiven. DBM, Bochum 2004. (PDF-Onlineversion)
  • Hermann Rafetseder: Der „Ausländereinsatz“ zur Zeit des NS-Regimes am Beispiel der Stadt Linz. In: Fritz Mayrhofer, Walter Schuster (Hrsg.): Nationalsozialismus in Linz. Bd. 2, Linz 2001, ISBN 3-900388-81-4, S. 1107–1269.
  • Dirk Richhardt: Zwangsarbeit im Bereich von evangelischer Kirche und Diakonie in Hessen. Quellen und Studien zur hessischen Kirchengeschichte. Band 8, 2003, ISBN 3-931849-13-9.
  • Peter Ruggenthaler: „Ein Geschenk für den Führer“. Sowjetische Zwangsarbeiter in Kärnten und der Steiermark 1939–1945. Graz 2001.
  • Tobias Schönauer: Zwangsarbeiter in Ingolstadt während des 2. Weltkrieges. Dokumentation und Begleitkatalog zur gleichnamigen Ausstellung vom 5. April bis 30. Oktober 2005 im Stadtmuseum Ingolstadt, Ingolstadt 2005.
  • Roman Smolorz: Zwangsarbeit im „Dritten Reich“ am Beispiel Regensburgs. Stadtarchiv Regensburg, Regensburg 2003, ISBN 3-935052-30-8.
  • Florian Speer: Ausländer im Arbeitseinsatz in Wuppertal. Hrg. der Oberbürgermeister. Verlag der Oberbürgermeister Wuppertal, Wuppertal 2003, ISBN 3-87707-609-2.
  • Bernhard Strebel: „Verdammt sind meine Hände“: Zwangsarbeit für die deutsche Rüstungsindustrie in den Außenlagern des KZ Ravensbrück. In: Zeitgeschichte regional: Mitteilungen aus Mecklenburg-Vorpommern. Bd. 4.2000, 1, ISSN 1434-1794, S. 4–8.
  • Bernd Zielinski: Staatskollaboration. Vichy und der Arbeitskräfteeinsatz im Dritten Reich. Westfälisches Dampfboot, Münster 1995, ISBN 3-929586-43-6.

Opfergruppen (Auswahl):

  • Erinnerung bewahren: Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reiches aus Polen 1939–1945. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Dokumentationszentrum Berlin-Schöneweide. Warschau/ Berlin 2007, ISBN 978-83-922446-0-8.
  • Im Totaleinsatz: Zwangsarbeit der tschechischen Bevölkerung für das Dritte Reich. Dokumentation und Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide. Prag/ Berlin 2008, ISBN 978-80-254-1799-7.
  • Johannes-Dieter Steinert: Deportation und Zwangsarbeit. Polnische und sowjetische Kinder im nationalsozialistischen Deutschland und im besetzten Osteuropa 1939–1945. Klartext Verlag, Essen 2013, ISBN 978-3-8375-0896-3.[46]

Zeitzeugenberichte (Auswahl):

Rechtliche Aspekte zur Entschädigungsfrage (Auswahl):

  • Klaus Barwig (Hrsg.): Entschädigung für NS-Zwangsarbeit. Rechtliche, historische und politische Aspekte. Baden-Baden 1998, ISBN 3-7890-5687-1.
  • Manfred Brüning, Daniela Langen, Klaus von Münchhausen, Marcus Werner: Entschädigung für NS-Zwangsarbeiter. Modelle für die Lösung einer offenen historischen Aufgabe. (Download-Seite)
  • Stuart E. Eizenstat, Holger Fliessbach (Übers.): Unvollkommene Gerechtigkeit. Der Streit um die Entschädigung der Opfer von Zwangsarbeit und Enteignung. Vorwort Elie Wiesel. C. Bertelsmann, München 2003, ISBN 3-570-00680-8 (Aus dem Engl.: Imperfect Justice: Looted Assets, Slave Labor, and the Unfinished Business of World War II. Public Affairs, N. Y. 2003, ISBN 1-903985-41-2)
  • Constantin Goschler: Schuld und Schulden. Die Politik der Wiedergutmachung für NS-Verfolgte seit 1945. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-868-X.
  • Nora Markard, Ron Steinke: Schadlos gehalten. Die deutsche Abwehr von Entschädigungsansprüchen ehemaliger NS-ZwangsarbeiterInnen. In: analyse & kritik. Nr.518 (2007)
  • Rolf Hochhuth: Eine Liebe in Deutschland. 1. Auflage. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1978, ISBN 3-498-02844-8.
  • Oliver Tolmein: Entschädigung Zwangsarbeiter (PDF; 9 kB) oder als html, In: Freitag. 24. Dezember 1999.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: NS-Zwangsarbeit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-Erich Volkmann: Ökonomie und Expansion. Oldenbourg, München 2003, ISBN 3-486-56714-4.
  2. Janine Ullrich: Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene in Geesthacht unter Berücksichtigung von DAG Dünebeg und Krümmel 1939–1945. (Schriftenreihe des Stadtarchivs Geesthacht (StaG), Bd 12). Lit. Verlag Münster in Westfalen/ Hamburg/ Berlin/ London 2001, ISBN 3-8258-5730-1, S. 13.
  3. egmed.uni-goettingen.de
  4. Mark Spoerer: Zwangsarbeit unter dem Hakenkreuz. Ausländische Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und Häftlinge im Deutschen Reich und im besetzten Europa 1938–1945. Stuttgart/ München 2001, S. 99 ff.
  5. Adam Tooze: Ökonomie der Zerstörung. Siedler, München 2007, ISBN 978-3-88680-857-1.
  6. Lieselotte Lamp: Mai 1945 – Kinderkrankenhaus Eppendorf, Zeitzeugin, Hamburg
  7. Irene Jung: Ein Stück China auf St. Pauli. In: Hamburger Abendblatt. 26. Januar 2012, S. 8.
  8. Yves Durand: Vichy und der Reichseinsatz. In: Ulrich Herbert (Hrsg.): Europa und der »Reichseinsatz. Ausländische Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und Kz-Häftlinge in Deutschland 1938–1945. Klartext Verlag, Essen 1991, ISBN 3-88474-145-4, S. 184–199.
  9. a b c Herkunft und Anzahl ausländischer Zivilarbeiter/innen und Zwangsarbeiter/innen (Wollheim memorial)
  10. Mark Spoerer: Zwangsarbeit unterm Hakenkreuz, S. 83 f.
  11. B.A. Sijes: De arbeidsinzet: de gedwongen arbeid van Nederlanders in Duitsland, 1940–1945 ('s-Gravenhage, 1966)
  12. Dr. L. de Jong, Het Koninkrijk Nederlanden in de der Tweede Wereldoorlog, RIOD, Amsterdam, 1979.
  13. Siehe Razzia van Rotterdam in der niederländischen Wikipedia
  14. Ulrich Herbert: Geschichte der Ausländerpolitik in Deutschland. C.H.Beck, München 2001, ISBN 3-406-47477-2.
  15. Juliane Preiss: Verbotene Freundschaft. In: Hamburger Abendblatt. 10. April 2013, S. 6.
  16. Holger Menne/Michael Farrenkopf (Bearb.), Zwangsarbeit im Ruhrbergbau während des Zweiten Weltkrieges, Spezialinventar der Quellen in nordrhein-westfälischen Archiven, S. 20 (zuletzt gesichtet am 27. April 2011) (PDF; 463 kB)
  17. angekommen.com: Zivilarbeiter (zuletzt gesichtet am 15. April 2010)
  18. Dauerausstellung „Oberhausen im Nationalsozialismus“, Gedenkhalle im Schloss Oberhausen, Übersichtstafel Zwangsarbeit, Feb. 2011.
  19. Jens Meyer-Odewald: Erinnerung an eine „Höllennacht“. In: Hamburger Abendblatt. 25. Januar 2013, S. 10.
  20. Janine Ullrich: Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene in Geesthacht unter Berücksichtigung von DAG Dünebeg und Krümmel 1939–1945. (Schriftenreihe des Stadtarchivs Geesthacht (StaG), Bd. 12). Lit. Verlag, Münster in Westfalen/ Hamburg/ Berlin/ London 2001, ISBN 3-8258-5730-1, S. 78.
  21. Benjamin Ferencz, Lohn des Grauens. Die verweigerte Entschädigung für jüdische Zwangsarbeiter, Frankfurt a. Main/New York 1986, S. 51.
  22. Uta Fröhlich, Christine Glaunig, Iris Hax, Thomas Irmer, Frauke Kerstens: Zwangsarbeit im NS-Staat. In: Alltag Zwangsarbeit 1938–1945. Katalog zur gleichnamigen Dauerausstellung. Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors, Berlin 2013, ISBN 978-3-941772-15-1, S. 26 ff.
  23. zumteufelauch.blogspot.de literarische Werkstatt: Griechische Zwangsarbeiter in Bensheim-Auerbach
  24. Tanja von Fransecky: Zwangsarbeit in der Berliner Metallindustrie 1939 bis 1945 (PDF; 453 kB), S. 12 f.
  25. Tanja von Fransecky: Zwangsarbeit in der Berliner Metallindustrie 1939 bis 1945 (PDF; 453 kB), S. 17.
  26. Tanja von Fransecky: Zwangsarbeit in der Berliner Metallindustrie 1939 bis 1945 (PDF; 453 kB), S. 17 f.
  27. Tanja von Fransecky: Zwangsarbeit in der Berliner Metallindustrie 1939 bis 1945 (PDF; 453 kB), S. 32.
  28. Tanja von Fransecky: Zwangsarbeit in der Berliner Metallindustrie 1939 bis 1945 (PDF; 453 kB), S. 67 f.
  29. Tanja von Fransecky: Zwangsarbeit in der Berliner Metallindustrie 1939 bis 1945 (PDF; 453 kB), S. 6.
  30. Vera Friedländer berichtet von ihrer Zwangsarbeit bei Salamander in Berlin.
  31. Matthias Gretzschel: Erinnern, nicht vergessen. Warum der Autor Michael Batz jedes Jahr ein Dokumentarstück zum Holocaust-Gedenktag schreibt. In: Hamburger Abendblatt. 23. Januar 2012, S. 16.
  32. Friederike Littmann: Ausländische Zwangsarbeiter in Hamburg während des Zweiten Weltkrieges. In: Arno Herzig, Dieter Langewiesche und Arnold Sywottek (Hrsg.): Arbeiter in Hamburg. Verlag Erziehung und Wissenschaft, Hamburg 1983, ISBN 3-8103-0807-2, S. 569–583.
  33. Karte und Liste der Zwangsarbeiterlager in Hamburg 1939–1945
  34. Katharina Hertz-Eichenrode: Hintergrundinformationen zur Publikation Zwangsarbeiter in der Hamburger Kriegswirtschaft. (PDF; 57 kB) Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg; Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme e. V.; KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Hamburg, Mai 2007.
  35. Museum für Bergedorf und die Vierlande (Hrsg.): Zwangsarbeit in Bergedorf. Stationen einer verlorenen Jugend. Schlossheft Nr. 7. Bergedorf 2001.
  36. Friederike Littmann: Ausländische Zwangsarbeiter in der Hamburger Kriegswirtschaft 1939–1945. (Forum Zeitgeschichte, Bd 16). Dölling und Galitz, München/ Hamburg 2006, ISBN 3-937904-26-3. (online, PDF; 57 kB)
  37. Gerhard Hoch: Französische Kriegsgefangene in Hamburg 1941–1945. In: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte. Bd. 79, 1992, S. 209–234 Online in der Staats- und Universitätsbibliothek der Freien und Hansestadt Hamburg
  38. Eine Gedenktafel soll an Zwangsarbeiter erinnern. In: Hamburger Abendblatt. 27. Dezember 2011, S. 11.
  39. Irene Jung: Ein Stück China auf St. Pauli. In: Hamburger Abendblatt. 26. Januar 2012, S. 8.
  40. Wolf Müller: Utländers in Sülldorf – ausländische Zivil- und Zwangsarbeiter in der Sülldorfer Landwirtschaft zwischen 1939 und 1945.
  41. Internetseite Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk
  42. Projektarbeit: Interviews über polnische Zwangsarbeiter im Schwarzwald
  43. Internetportal des Bundesarchivs zur Zwangsarbeit mit Haftstättenverzeichnis und Nachweis der regionalen Archivbestände
  44. Internationaler Suchdienst in Bad Arolsen gibt Auskünfte für Opfer von Zwangsarbeit und ihre Familienangehörigen
  45. eine frühe Rechtfertigung der Zwangsarbeit aus einem offiziellen Industrieverlag der Bundesrepublik Deutschland. Verf. nennt einen „Nationalsozialismus schlechter Prägung“ als Ursache. Die Protagonisten, u. a. Todt, Speer und viele andere bezeichnet er als „Gegner“ der Zwangsarbeit und als „Menschenfreunde“. Namensliste der Industriellen usw. S. 255.
  46. Rezension
  47. die Liste stand nur bis 2010 beim Verlag Zweitausendeins online. Der entsprechende Vermerk auf dieser Seite, zu der die Liste nun umgezogen ist, ist nicht mehr gültig