Orang Pendek

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Orang Pendek oder Orang Pendak („Kleiner Mensch“) ist ein kryptider Primat, der auf Sumatra leben soll.

Den Sichtungen nach unterscheidet sich der Orang Pendek von anderen Primaten vor allem durch seine geringere Größe sowie durch seinen aufrechten Gang. Er hat einen muskulösen Oberkörper und kurze, rot-braune Körperbehaarung. Er bewegt sich überwiegend auf den Hinterbeinen am Boden fort. Sein charakteristisches Gesicht zeichnet sich durch ein fliehendes Kinn, buschige Augenbrauen und große Nasenlöcher aus.

Es existiert eine große Zahl von Augenzeugen, darunter auch namhafte Wissenschaftler, die den Orang Pendek gesehen haben wollen. Außerdem wurden unidentifizierbare Haarreste und Fußspuren gefunden. In der Vergangenheit haben die Einwohner Sumatras modifizierte und rasierte Schlankaffen-Bälge als Belege des Orang Pendeks an westliche Forscher verkauft. Vorgelegte Fotografien wurden bisher als Fälschungen entlarvt oder waren so schlecht und undeutlich, dass sie unbrauchbar sind. Anders als bei den meisten anderen Kryptiden können sich aufgrund der vielen Indizien beim Orang Pendek auch eine Reihe von bekannten Wissenschaftlern seine Existenz vorstellen.

Theorien[Bearbeiten]

Aufgrund der Ähnlichkeit mit Primaten und den menschenähnlichen Fußspuren halten Kryptozoologen verschiedene, paläoanthrope Hominini für Vorfahren des Orang Pendek. In Frage dafür kämen Homo erectus, dessen Überreste auf der Nachbarinsel Java entdeckt wurden und Homo floresiensis, der auf der nahe gelegenen Insel Flores lebte. Auch ein Zusammenhang mit Ebu Gogo wird nicht ausgeschlossen.

Das Projekt Orang Pendek[Bearbeiten]

Deborah Martyr, eine Orang-Pendek-Forscherin, konnte Fauna & Flora International (FFI) davon überzeugen, sie bei der Suche nach dem Orang Pendek zu unterstützen. Sie und ihr Team geben an, mittlerweile vier Individuen anhand ihrer Fußabdrücke unterscheiden zu können. Die längste Fährte, bestehend aus zwanzig Fußabdrücken, hinterließ dabei Marathon Man. Deborah Martyr stellt außerdem fest, dass, aufgrund der massiven Zerstörung ihres Lebensraumes, das Überleben der Art stark gefährdet sei. Dafür spricht jedenfalls die große Abnahme von Sichtungen innerhalb der letzten fünfzig Jahre. Die Expedition förderte unzählige Fußabdrücke und Haarbüschel zutage, die keiner bekannten Art zugeordnet werden konnten.

Im Laufe der Expedition wurde auch die Tierwelt Sumatras genauer erforscht; u.a. wurden 48 Vogelarten neu entdeckt, außerdem wurde der Riesenpitta (Pitta caerulea) wiederentdeckt, der auf Sumatra das letzte Mal vor über hundert Jahren gesichtet worden war.

Weblinks[Bearbeiten]