Otto Harbach

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Otto Harbach (um 1920)

Otto Abels Harbach (* 18. August 1873 in Salt Lake City als Otto Abels Hauerbach; † 24. Januar 1963 in New York City) war ein US-amerikanischer Songtexter und Librettist von mehr als 50 Operetten und Musicals. Er schrieb zahlreiche Songs, die heute zum Repertoire des Great American Songbook gehören.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Harbach war das Kind der dänischen Migranten Adolph Hauerbach und Sena Olsen; er wurde auf dem Salt Lake Collegiate Institute ausgebildet und setzte dann bis 1895 seine Studien auf dem Knox College in Galesburg (Illinois) fort, wo er mit Carl Sandburg Freundschaft schloss. Dann war er Professor für Englisch am Whitman College in Walla Walla, um dann bis 1901 an der Columbia University zu lehren. Aufgrund eines Augenleidens brach er diese Karriere ab und war zunächst als Zeitungsreporter und von 1903 bis 1910 als Werbetexter tätig.

Harbach arbeitete zunächst mit dem Komponisten Karl Hoschna und nach dessen Tod mit Rudolf Friml, Jerome Kern, Emmerich Kalman, Herbert Stothart, Vincent Youmans, George Gershwin und Sigmund Romberg zusammen. Auch textete er gemeinsam mit Oscar Hammerstein II, so 1924 Rose-Marie und Indian Love Call.[1] Unter anderem schrieb er die Texte von Smoke Gets in Your Eyes, Yesterdays, Cuddle Up a Little Closer, One Moment Alone, Try to Forget, The Night Was Made for Love, I Won't Dance (mit Dorothy Fields) oder She Didn't Say Yes.

1914 war er ein Gründungsmitglied der US-amerikanischen Urheberrechtsgesellschaft ASCAP, in der er Funktionen als Direktor (1920-1963), Vizepräsident (1936-1940) und Präsident (1950-1953) wahrnahm.

1970 wurde er in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen.[2]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

    • 1907 Three Twins'' (Musik Karl Hoschna)
    • 1909 Bright Eyes (Musik Karl Hoschna)
    • 1912 The Firefly (Musik Rudolf Frim)
    • 1918 Going Up (Musik Louis Hirsch)
    • 1924 No, No, Nanette (mit Irving Caesar, Musik Vincent Youmans)
  • mit Oscar Hammerstein II
    • 1924 Rose-Marie (Musik Rudolf Friml)
    • 1926 The Desert Song (Musik Sigmund Romberg)
    • 1927 Golden Dawn (Musik Emmerich Kalman und Herbert P. Stothart)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Ken Bloom: The American Songbook - The Singers, the Songwriters, and the Songs - . New York City, Black Dog & Leventhal, 2005 ISBN 1-57912-448-8. S. 290.
  2. Porträt: Songwriter's Hall of Fame