Otto II. (Anhalt)

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Reitersiegel des Fürsten Otto II. von Anhalt

Otto II. von Anhalt († 1315/1316) war Regent über das Fürstentum Anhalt-Aschersleben von 1304 bis 1315/1316 und residierte hauptsächlich in Aschersleben.

Leben[Bearbeiten]

Otto II. war der einzige Sohn des Fürsten Otto I. von Anhalt und der Heilwig von Schlesien, Tochter von Herzog Heinrich III.

Er unterstützte 1307 die zurückkehrenden Wettiner, ging jahrelang eng mit dem Cousin Waldemar Markgraf von Brandenburg zusammen, fiel von ihm ab und wurde 1315 Vasall des dänischen Königs Erik VI.

Mit dem Tod Ottos II. starb die Ascherslebener Linie im Mannesstamm aus. Der fürstliche Titel ging auf Bernhard II. von Anhalt-Bernburg über. Da Otto II. sich gegenüber dem Bistum Halberstadt verschuldet hatte, zog der Halberstädter Bischof Albrecht I., ein Bruder des anhalt-bernburgischen Fürsten, das Ascherslebener Erbe zum größten Teil als erledigtes Lehen zugunsten des Bistums ein und belehnte damit im Dezember 1316 seinen Bruder Bernhard II. Dieser erkannte die lehnsrechtliche Oberhoheit des Bischofs an.

In der Folge war das Ascherslebener Erbe für viele Jahre Gegenstand von Streitigkeiten zwischen dem anhaltischen Fürstenhaus und den Halberstädter Bischöfen, der im Jahr 1333 endgültig zugunsten der Halberstädter Bischöfe entschieden wurde.

Ehe und Nachkommen[Bearbeiten]

Otto war verheiratet mit Elisabeth von Meißen (1264–1332), Tochter des Markgrafen Albrecht von Meißen.

Der Ehe entstammten folgende Kinder:

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Otto II. (Anhalt) bei genealogie-mittelalter.de

Vorgänger Amt Nachfolger
Otto I. Fürst von Anhalt-Aschersleben
1304–1315/16
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