PETO – Die junge Alternative

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PETO – Die junge Alternative
Peto.png
Partei­vorsitzende Laura Töpfer [1]
Stell­vertretende Vorsitzende Vanessa Serve [2]
Gründung 1998
Gründungs­ort Monheim am Rhein
Haupt­sitz Monheim am Rhein
Farbe(n) blau
Mitglieder­zahl 300 (Stand: August 2009)[3]
Durch­schnitts­alter 24 Jahre
Website www.peto.de

PETO – Die junge Alternative (Kurzbezeichnung: PETO, lat.: „ich fordere“) ist eine der ersten, 1999 gegründete, Jugendparteien in Deutschland und hat ihren Sitz in Monheim am Rhein in Nordrhein-Westfalen.[4]

Entwicklung[Bearbeiten]

Kommunalwahlen[Bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl 1999 erreichte PETO auf Anhieb 6,1 Prozent aller Stimmen und zog mit zwei Mitgliedern in den Monheimer Stadtrat ein. 2004 steigerte sich das Ergebnis auf 16,6 % aller Stimmen, wodurch sie mit sieben Ratsmitgliedern die drittstärkste Fraktion nach CDU und SPD im Monheimer Stadtrat bildete.[5][6][7]

Bei der Kommunalwahl am 30. August 2009 zog PETO mit 29,56 % der abgegebenen Stimmen mit der CDU-Fraktion (30,17 %) fast gleich und wurde zweitstärkste Partei.[8] Sie erlangte wie die CDU 12 von 40 Sitzen[9] [10] Dabei erzielte sie einen Zuwachs von 12,96 Prozentpunkten gegenüber der Wahl im Jahr 2004.[11]

Bürgermeisterwahl 2009[Bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen in Monheim am 30. August 2009 wurde Daniel Zimmermann (damals 27) mit 30,35 % zu Monheims bis dato jüngstem Bürgermeister gewählt.[12][13]

Organisation[Bearbeiten]

Vorstand[Bearbeiten]

Der Vorstand besteht aus 10 Mitgliedern. Er wird alle zwei Jahre vom Parteitag gewählt.[1]

Fraktion[Bearbeiten]

Jedes Ratsmitglied arbeitet in mindestens einem Ausschuss mit.[14] Darüber hinaus sind auch die Ratsmitglieder von PETO in weiteren Gremien vertreten, beispielsweise dem Aufsichtsrat der MVV, im Kuratorium der Sparkassenstiftung oder im Vorstand der Monheimer Kunstschule.[15] Fraktionsvorsitzende ist Lisa Pientak (Riedel) seit 2006.[16] Neben den PETO-Ratsmitgliedern hat die Fraktion auch insgesamt zehn sachkundige Bürger [17] in den Bereichen Jugend und Soziales, im Bereich Planung, Umwelt und Verkehr sowie im Bereich Bildung, Kultur und Sport berufen.[18]

Ebenfalls zur Fraktion gehören die Geschäftsführerin und die beiden Fraktionssekretäre, die sich um das Fraktionsbüro kümmern und mit organisatorischen Tätigkeiten befassen.[19]

30-plus-Projekt[Bearbeiten]

Um ältere Menschen mit ihren Fähigkeiten und Erfahrungen bei PETO angemessen einzubinden, wurde im Juni 2009 eine AG 30 plus gegründet: alle vier bis sechs Wochen werden hier Gespräche zu verschiedenen politischen Themen geführt, deren Ergebnisse in die PETO-Arbeit in städtischen Ausschüssen und Gremien einfließen sollen. Normalerweise ist mit der Anmeldung für die PETO-AG 30 plus eine reguläre Parteimitgliedschaft in der PETO verbunden, aber auch eine unverbindliche Anmeldung als Gast ist möglich.[20]

Programm (Auswahl)[Bearbeiten]

Auf der Agenda der Partei stehen unter anderem folgende Punkte:[21][22]

  • Bildung und Kultur: Verbesserung der Schulhofsituationen
  • Freizeit: Badesee erschließen, Fähre wieder in Betrieb nehmen, Hafen am Rhein einrichten, Wiederbelebung der Monheimer Altstadt
  • Kinder und Jugendliche: Kindgerechte Stadt: Mo.Ki (Monheim für Kinder, Präventionsansatz für Jugendhilfeplanung), MoMo (Monheimer Modell: Musikschule für alle!) ausbauen.
  • Soziales und Integration: Bessere Integration von Menschen mit Migrationshintergründen
  • Sport: Sanierung von Sportstätten
  • Umwelt: Ausbau von Solaranlagen auf städtischen Gebäuden und Förderung regenerativer Energien und Energiesparmaßnahmen
  • Wirtschaft und Arbeit: Rheinanleger ausbauen, Existenzgründungsförderung
  • Wohnen: Baulücken in der Innenstadt schließen, Wohngebiet Baumberg-Ost langsam erschließen, Reaktivierung von Einkaufszentren

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Daniel Zimmermann: „Ich kann Bürgermeister!“: Mit 27 Jahren Deutschlands jüngstes Stadtoberhaupt. Fackelträger-Verlag, Köln, ISBN 978-3771644604, informiert über die Gründung und Geschichte der Partei PETO.[23]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Deutschlandfunk: Unter 18 - politisch ausgegrenzt?: Jugendliche und ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten.
  2. http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/langenfeld/nachrichten/peto-waehlt-neuen-vorstand-toepfer-bestaetigt-1.3381046
  3. Süddeutsche Zeitung: Kommunalwahl – Alle Macht der Jugend.
  4. taz vom 10. September 1999: Ich fordere! Nur was?
  5. Sandra Schmid: „Endlich können wir wirklich mitreden, nicht nur dabei sitzen“ – Schülerpartei Peto zieht in den Stadtrat von Monheim ein – und wird drittstärkste Fraktion. In: das-parlament.de, Das Parlament, Nr. 41–42 vom 4. Oktober 2004.
  6. Politik für und von Jugendlichen gemacht: PETO – eine Jugendpartei im Aufwind. In: boyng.de, 26. Januar 2006
  7. bundestag.de
  8. Schulspiegel: Spitzname "Aktenfresser" – an der Jugendpartei kommt Monheim nicht mehr vorbei auf Spiegel online vom 7. September 2009
  9. Rheinische Post: Sensation: Jugendpartei stellt Bürgermeister.
  10. taz vom 10. September 2009: Kinder an die Macht
  11. Stadt Monheim am Rhein: Stadtratswahl 2009 – Gesamtergebnis.
  12. Stadt Monheim am Rhein: Bürgermeisterwahl 2009 – Gesamtergebnis.
  13. Fernsehbericht auf n-tv über die Wahl Zimmermanns zum Bürgermeister
  14. Der Westen: Schülerpartei kämpft um ihren Platz als drittstärkste Kraft.
  15. Sandra Schmid: Die alten Hasen scheuchen – Erfolge und Niederlagen jugendlicher Parteigründer.
  16. brands eins 09/2006 – Schwerpunkt: Ortsbestimmung: Nähe und Neues
  17. [1]
  18. juma.de: Von der Schulbank in den Ratssessel.
  19. Susanne Frenkel: Motivation Jugendlicher zum ehrenamtlichen Engagement im Internet – Eine empirische Studie mit freiwilligen Autorinnen und Autoren in Onlinemagazinen (PDF; 3,9 MB), S. 170.
  20. Der Westen: 27-Jähriger wird Bürgermeister von Monheim
  21. http://www.peto.de/wahl09/programm.php
  22. Handelsblatt vom 31. August 2009: Monheim, oder: Wo jetzt die Jugend regiert
  23. http://sachbuch.fackeltraeger-verlag.de/4383/Software/Buecher/%C2%BBIch-kann-Buergermeister!%C2%AB.jsp