Passailer Becken

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47.2515.5

Reliefkarte: Steiermark
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Passailer Becken
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Steiermark
Passail, Sattelberg (im Hintergrund)

Das Passailer Becken, auch Passailer Kessel, ist ein Gebirgskessel in der Steiermark, im Grazer Bergland. Fünf Gemeinden - Tulwitz (Bez. Graz-Umgebung) und Fladnitz an der Teichalm im Westen, das namensgebende Passail in der Mitte sowie Hohenau an der Raab und Sankt Kathrein am Offenegg (alle Bez. Weiz) im Osten - bilden das Gebiet, das auch Teil der Region Almenland ist.

Es erstreckt sich rund um Passail im Süden bis zum Schöckl, im Osten zum Patscha, im Nordosten zum Plankogel und im Nordwesten zum Hochlantsch. Der höchste Berg ist der Hochlantsch mit 1720 m vor dem Osser mit 1545 m und dem Plankogel mit 1530 m.

Hauptfluss ist die Raab mit der Raabklamm und deren Nebenfluss Weizbach mit der Weizklamm, die nach Süden entwässern. Zwischen Raabklamm und Weizklamm liegt der langgestreckte Sattelberg, westlich mit den Gösserwänden des Berges Gösser, gefolgt vom Lärchsattel, dem Wachthaussattel und dem Wolfsattel bis zur Weizklamm. Im Norden liegen die Teichalm und die Sommeralm. Westlich und nördlich davon entwässert der Mixnitzbach durch die Bärenschützklamm in die Mur.

Der wichtigste Verkehrszugang vom Murtal her führt von der S 35 über den Rechbergpass (Rechberg Straße B 64).

Teile des Beckens gehören zum Naturpark Almenland. Geologisch gehört das Becken zu einer Serie inneralpiner Senken am Südostrand der Alpen nördlich der Grazer Bucht, mit Reiner Becken, Gratwein-Grätkorn-Becken und Semriacher Becken, deren Östliches und Größtes es ist.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Sieghard Morawetz: Das Passailer Becken. In: Mitteilungen d. Naturw. Ver. f. Steiermark. Graz 1988, S. 199–209 (pdf, biologiezentrum.at).

Fachliteratur:

  •  Peter Hacker: Ergebnisse hydrologischer Untersuchungen und Messungen der Umweltisotope im Einzugsgebiet des Passailer Beckens (Mittelsteiermark). In: Beiträge zur Hydrogeologie. 25, 1973 (Index Beitr.Hydrg., Joanneum Research).
  •  Karl Spreitzhofer: Siedlungs- und Besitzgeschichte des Passailer Beckens in der Oststeiermark. Phil. Diss.. Graz 1976 (Eintrag Publikationsverzeichnis, Hist. Landeskomm. f. St., abgerufen am 2010).
  •  Karl Spreitzhofer: Die Freiung St. Kathrein am Offenegg. Eine Ergänzung zu den „Steirischen Gerichtsbeschreibungen". In: Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs. 34, Graz 1984, S. 79–85 (Rechtsgeschichte, pdf, verwaltung.steiermark.at).

Kartenmaterial:

  • Österreichische Karte 1:50.000, Blätter 134 Passail, 135 Birkfeld
  • f&b Wanderkarte 131 Grazer Bergland-Schöckl-Teichalm-Stubenbergsee 1::50.000 EAN:9783850847599 (in Neudr. 2/2011, f&b online)
  • Geologische Karte der Republik Österreich 1:200.000, Blatt 134 Passail ( Helmut W. Flügel, Hannes Gollner, Hans Gsellmann, Nora Hubauer, Franz Neubauer, et al.: Bericht 1982 über geologische Aufnahmen auf Blatt 134 Passail. In: Geologische Bundesanstalt (Hrsg.): Erläuterung zur GÖK. Wien 1982.)

Weblinks[Bearbeiten]

  • Teilregion B.10 Passailer Becken (Becken). In: Umweltinformation Steiermark » Natur und Landschaft » Landschaft » Landschaftsgliederung. Land Steiermark – Amt der Steiermärkischen Landesregierung, 2010, abgerufen am 2010.
  • Klimaregion B.5 Passailer Becken. In: Umweltinformation Steiermark » Klima » Klimaregionen der Steiermark. Land Steiermark – Amt der Steiermärkischen Landesregierung, 2010, abgerufen am 2010.