Mur (Fluss)

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Mur
Mur und Murinsel in Graz

Mur und Murinsel in Graz

DatenVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt
Lage Österreich, Slowenien, Kroatien
Länge 453 kmdep1 Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEIS-LÄNGE_fehlt
Quelle Radstädter Tauern
47° 7′ 48″ N, 13° 20′ 49″ O47.1313.3469444444441898
Quellhöhe 1.898 m ü. A.
Mündung Drau
46.29833333333316.885833333333130

46° 17′ 54″ N, 16° 53′ 9″ O46.29833333333316.885833333333130
Mündungshöhe 130 mVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehlt
Höhenunterschied 1770 mdep1
Flusssystem Donau
Abfluss über Drau → Donau → Schwarzes Meer
Einzugsgebiet 13.824 km²dep1 Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEIS-EINZUGSGEBIET_fehlt
Rechte Nebenflüsse Kainach, Sulm
Linke Nebenflüsse Lungauer Taurach, Liesing, Mürz
Großstädte Graz
Mittelstädte Leoben
Kleinstädte Tamsweg, Murau, Judenburg, Knittelfeld, Zeltweg, Bruck an der Mur, Frohnleiten, Kalsdorf bei Graz, Leibnitz, Mursko Središće
Einwohner im Einzugsgebiet über 1.000.000

Die Mur (slowenisch, kroatisch und ungarisch Mura, prekmurisch Müra oder Möra) ist ein Fluss, der durch Österreich, Slowenien und Kroatien fließt und in Teilen seines Verlaufs auch die Grenze zwischen den drei Staaten bildet.

In Kroatien wird das Gebiet zwischen der Mur und der Drau, in welche die Mur mündet, als „Zwischenmurland“ (kroatisch Međimurje) oder im deutschen auch als „Murinsel“ bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Verlauf

Murursprung

Die Mur entspringt südöstlich des Murtörls (2260 m) in der so genannten Schmalzgrube auf einer Höhe von 1,898 m ü. A.[1] in den Niederen Tauern (an der Grenze zu den Hohen Tauern) im Salzburger Lungau, fließt weiter als Hauptfluss durch die Steiermark und ihre Hauptstadt Graz. In der Südsteiermark bildet sie die Grenze zu Slowenien. Sie mündet nach 453 km bei Legrad an der kroatisch-ungarischen Grenze in die Drau. Kurz davor mündet der Principáliskanal in sie ein, der die Zala mit der Mur verbindet[2][3].

[Bearbeiten] Natur und Umwelt

Graureiher und Silberreiher beim Flusskraftwerk Gralla
Enten und Schwäne beim Flusskraftwerk Gralla

Schon an ihrem Oberlauf in Österreich zählte die Mur bis in die späten 1980er-Jahre vor allem durch Abwässer der an ihren Ufern und Zuflüssen angesiedelten Papierindustrie in Pöls, Niklasdorf und Gratkorn sowie der Schwerindustrie (Voestalpine Donawitz) zu den am stärksten verschmutzten Flüssen Österreichs.

Heute ist die Mur in ihrem langsam fließenden steirischen Bereich südlich von Graz weitgehend saniert und weist eine zufriedenstellende Gewässergüte auf, wie die Rückkehr einiger sensibler Fischarten (z.B. der Äsche) beweist.

In Stauraum des Murkraftwerkes Gralla haben sich auch zahlreicher Wasservögel angesiedelt. Bei der dort errichteten Beobachtungsstation kann man verschiedene Entenarten, Schwäne und Reiher (wie Silberreiher und Graureiher) beobachten.

2001 wurde die Mur von der steiermärkischen Landesregierung zum Fluss des Jahres gekürt.




[Bearbeiten] Nutzung

Das Flusskraftwerk in Gralla

Der Fluss wird in der Steiermark durch zahlreiche Wasserkraftwerke, wie in Pernegg, Gralla, Obervogau,Gabersdorf oder Spielfeld, für die Stromerzeugung genutzt. Daneben sind weitere vier Projekte im Großraum Graz in Planung, in Stübing, Gratkorn, Gössendorf und Kalsdorf.

In der Steiermark verläuft neben der Mur auch ein 340 km langer Radwanderweg, der Murradweg.

[Bearbeiten] Schiffsmühlen auf der Mur

Die Mur bei St. Ruprecht ob Murau
Die Mur bei Leibnitz

In der Mur befinden sich heute noch drei der inzwischen selten gewordenen Schiffsmühlen, auf dem Wasser schwimmende und zum Ufer hin vertäute Kähne, die als Doppelrumpf durch Balken miteinander verbunden sind und zwischen denen ein Wasserrad von der Flussströmung unterschlächtig angetrieben wird.

Die erste der drei Schiffsmühlen auf der Mur befindet sich in Mureck, zwischen Spielfeld und Bad Radkersburg an der slowenischen Grenze. Sie ist im Winter 2005/2006 auf Grund gelaufen. Nach einem Abgang der Originalausführung mit Totalschaden bildet die heutige einen authentischen Nachbau und ist ein attraktiver Anziehungspunkt für Besucher. Um den Erhalt kümmert sich ein Verein.

Die zweite Mühle findet man stromabwärts in Slowenien in der Nähe von Veržej, nördlich von Ljutomer. Als „Babič-mlin“ bekannt, ist sie eine im Original erhaltene Mühle, deren Wasserrad mit Getriebe auf dem Wasser schwimmt, während das Mühlenhaus am Flussufer steht. Die Kraftübertragung zum Land hin erfolgt über einen Seiltrieb. Die Mühle wird in Privatbesitz betrieben und ist ein beliebtes Ziel für Touristen aus der Umgebung.

Die dritte Schiffsmühle ist ein authentischer Nachbau von einem Typ, wie er häufig an der Mur zu finden war. Sie liegt etwas stromaufwärts von Mursko Središće im Länderdreieck von Slowenien, Kroatien und Ungarn am kroatischen Ufer. Wie in Mureck trägt der landseitige Ponton das Mühlenhaus während der stromseitige Schwimmer das Gegenlager des Mühlrades aufnimmt. Es gibt noch eine weitere Schiffsmühle auf der Mur, allerdings als Wrack im Trockenen auf dem Gelände des Thermalbades in Lendava, Slowenien.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Mur – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Murkommission, Seite 32
  2. http://kanizsaterseg.celodin.hu/deutsch.htm
  3. Hölzel: Oberstufenatlas
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