Pedell

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Johann Friedrich Payer (1775–1851), Oberpedell in Tübingen, kontrolliert Studenten in einer Kneipe (mit kläffendem Pudel)
Johann Friedrich Payer (1775–1851), Oberpedell in Tübingen, kontrolliert Studenten in einer Kneipe (mit kläffendem Pudel)

Ein Pedell (Diener, Bote oder Hausmeister) ist eine organisatorische Hilfskraft bei öffentlichen Institutionen (Gericht, Schulen und besonders an Universitäten).

Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit unterstanden die Angehörigen einer Universität nicht den örtlichen Institutionen sondern hatten ihre eigene Gerichtsbarkeit. Der Pedell hatte dabei die Exekutivfunktion inne. Er war für die Ordnung und die Einhaltung der Universitätsgesetze zuständig. Er überbrachte an unbotsame Studenten Ladungen vor den Rektor und war für die Ausführung der akademischen Strafen verantwortlich. So gehörte auch der Karzer zu seinem Aufgabengebiet.

Für die Studenten waren die Pedelle unliebsame Aufpasser, die so manchen Spaß verdarben. Der übliche Spitzname für den Pedell war „Pudel“.

Den Beruf gibt es heute noch – allerdings mit gewandeltem Tätigkeitsprofil.

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Wiktionary
 Wiktionary: Pedell – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
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