Peloponnes-Blindschleiche

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Peloponnes-Blindschleiche
Benny Trapp Anguis cephallonicus.jpg

Peloponnes-Blindschleiche (Anguis cephallonica)

Systematik
Toxicofera
Schleichenartige (Anguimorpha)
Familie: Schleichen (Anguidae)
Unterfamilie: Anguinae
Gattung: Anguis
Art: Peloponnes-Blindschleiche
Wissenschaftlicher Name
Anguis cephallonica
Werner, 1894

Die Peloponnes-Blindschleiche (Anguis cephallonica) ist eine Schleichen-Art aus der Gattung Anguis.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Peloponnes-Blindschleiche ähnelt stark der Blindschleiche (Anguis fragilis), ist aber schlanker als diese. Die Gesamtlänge beträgt bis zu 50 cm, incl. Schwanz. Eindeutiges Unterscheidungsmerkmal ist der Verlauf der vom Nacken ausgehenden dunkelbraunen Seitenlinie an der Grenze zwischen Rücken und Flanke, welche nicht geradlinig sondern streckenweise nach oben gezackt ist. Die Zacken weisen meist nach hinten.

Vorkommen[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet

Die Art kommt auf dem Peloponnes und auf den Inseln Zakynthos und Kefalonia (von welcher sich der wissenschaftliche Name ableitet) sowie möglicherweise auch auf Ithaka vor. Sie ist von 0 bis 1100 Meter über NN anzutreffen. Ihr Lebensraum umfasst halbschattige Bereiche in der Nähe von Gewässern an Waldrändern, in buschigem Gelände, in (insbesondere verwilderten) Gärten, in Olivenhainen und an Dorfrändern. Im Süden des Peloponnes ist sie häufig.

Lebensweise[Bearbeiten]

Die Lebensweise der Art ist bislang nur unzureichend untersucht, scheint aber weitestgehend der der Blindschleiche zu entsprechen. Sie bewohnt unterschiedliche Lebensräume mit feuchter Bodenbeschaffenheit. Peloponnesblindschleichen sind weitgehend dämmerungs- und nachtaktiv. Die Nahrung besteht aus Insekten, Spinnentieren, Asseln, Würmern, Schnecken und anderen Kleintieren. Ähnlich wie die Eidechsen ist die Schleiche in der Lage, ihren Schwanz bei Gefahr abzuwerfen. Dieser wächst im Laufe der Zeit stummelartig nach, erreicht aber nie mehr die vorherige Länge.

Belege[Bearbeiten]

  • Dieter Glandt: Taschenlexikon der Amphibien und Reptilien Europas. Alle Arten von den Kanarischen Inseln bis zum Ural. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2010, ISBN 978-3-494-01470-8.
  • Benny Trapp: Amphibien und Reptilien des griechischen Festlandes. NTV, Münster 2007, ISBN 3-86659-022-9, S.140–141.