Phú Quốc

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Phú Quốc
Der Hafen im Hauptort Dương Đông
Der Hafen im Hauptort Dương Đông
Gewässer Golf von Thailand
Geographische Lage 10° 16′ N, 104° 0′ O10.258769444444104.00237777778603Koordinaten: 10° 16′ N, 104° 0′ O
Phú Quốc (Vietnam)
Phú Quốc
Länge 48 km
Breite 28 km
Fläche 568 km²
Höchste Erhebung Mont Chúa
603 m
Einwohner 70.000
123 Einw./km²
Hauptort Dương Đông

Phú Quốc ist die größte Insel Vietnams und liegt im Golf von Thailand (Golf von Siam). Phú Quốc hat eine Fläche von 568 km² und ca. 70.000 Einwohner. Die Hauptstadt der Insel ist der an der Westküste gelegene Ort Dương Đông. Im Vergleich zu anderen vietnamesischen Inseln hat Phu Quoc eine sehr gute Infrastruktur, denn neben dem Flughafen Phu Quoc-International gibt es mehrere Häfen, einige asphaltierte Straßen, aber auch nichtasphaltierte breite Staubpisten, Banken, ein Krankenhaus, eine Post- und Polizeistation und einen kleinen sehenswerten Markt.

Verwaltung[Bearbeiten]

Zusammen mit einigen Nebeninseln sowie der Inselgruppe Thổ Chu bildet Phú_Quốc den gleichnamigen Distrikt der Provinz Kien Giang.

Geographie[Bearbeiten]

Die Insel liegt ca. 40 km vor der Südwestküste Vietnams, ist 48 km lang und zwischen 3 und 28 km breit. Näher gelegen ist jedoch das nur 12 km entfernte kambodschanische Festland mit dem Kardamomgebirge (Chuor Phnom Krâvanh). Mit diesem bildet es eine gemeinsame Ökoregion.[1] Benachbart ist auch die kambodschanische Insel Kaôh Sès in einer Entfernung von 4 km. Die höchsten mit Regenwald bedeckten Erhebungen im Norden und Osten der Insel erreichen Höhen bis zu 600 Meter (Mont Chúa 603 Meter).

Geschichte[Bearbeiten]

Ebenso wie die Inselgruppe Côn Đảo hat auch Phú Quốc eine leidvolle Vergangenheit als Inselstraflager. Die Franzosen bauten im Süden der Insel einen Gefängniskomplex, der später von den Amerikanern und der von diesen unterstützten südvietnamesischen Regierung übernommen wurde. Sie trägt den Namen "Coconut Tree Prison". Heute ist die Anlage Museum. Nach dem Fall Saigons im Jahre 1975 geriet die Insel noch einmal in die Schlagzeilen der Weltöffentlichkeit. Die Roten Khmer (Khmer rouge) unter der Führung Pol Pots beanspruchten die Insel als ihr originäres Staatsgebiet und unternahmen zahlreiche Angriffe gegen die vietnamesische Bevölkerung auf der Insel. Nicht zuletzt diese Grenzverletzungen führten Ende 1978 zum vietnamesisch-kambodschanischen Krieg, der zur Eroberung Kambodschas durch die Vietnamesen und zum Ende der mörderischen Herrschaft der Roten Khmer führte.

Städte[Bearbeiten]

Auf Phú Quốc gibt es nur wenige größere Ansiedlungen wie

Tierwelt[Bearbeiten]

Der auf Phú Quốc einheimische Phu Quoc Ridgeback ist Vietnams Jagdhund. Besonderheit dieser Rasse ist das Fell auf dem Rücken, das die Form eines Ridges bildet; das heißt, die Haare wachsen entgegengesetzt der normalen Haarwuchsrichtung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Seit 2001 sind weite Teile der Insel, insbesondere der gebirgige und bewaldete Norden, zum Nationalpark erklärt. Auf den vorhandenen Straßen bzw. Staubpisten kann man gut durch diese noch fast unberührte Wildnis fahren und die üppigen und ruhigen Urwälder genießen.
  • Wenige Kilometer südlich von Dương Đông befinden sich zwei Quellen (Suoi Da Ban und Suối Tranh), diese laden mit klaren Wasserstrudeln und -becken zum Baden, aber auch zum Picknicken ein. Jedoch sind sie schlecht an die Infrastruktur angebunden. Manchmal sind diese auch bei Einheimischen beliebten Ausflugsziele aber nahezu ausgetrocknet (wie im Mai 2010).

Verkehr[Bearbeiten]

  • Per Flugzeug: Es gibt täglich Flüge von Hanoi, Saigon, Can Tho und Rạch Giá aus. Die Flugzeit Saigon – Phú Quốc-International beträgt ca. eine Stunde.
  • Per Schiff: Zwischen Rạch Giá, Ha Tien und An Thới verkehren täglich Schnellboote. Die Überfahrt dauert ca. eineinhalb bis zweieinhalb Stunden.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Phú Quốc – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ramesh Boonratana, Philip Rundel, Eric Wikramanayake: Southeastern Asia: Southern Cambodia stretching into Thailand and Vietnam, Flora und Fauna in der WWF-Ökozone. Abgerufen am 16. September 2013