Phú Quốc

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Phú Quốc (Vietnam)
Phú Quốc
Phú Quốc
Phú Quốc auf einer Karte Vietnams

Phú Quốc ist die größte Insel Vietnams und liegt im Golf von Thailand (Golf von Siam). Phú Quốc hat eine Fläche von 568 km² und ca. 70.000 Einwohner. Die Hauptstadt der Insel ist der an der Westküste gelegene Ort Dương Đông. Im Vergleich zu anderen vietnamesischen Inseln hat Phu Quoc eine sehr gute Infrastruktur, denn neben dem Flughafen Cảng Hàng Không Phú Quốc gibt es mehrere Häfen, einige asphaltierte Straßen aber auch nichtasphaltierte breite Staubpisten, Banken, ein Krankenhaus, eine Post- und Polizeistation und einen kleinen sehenswerten Markt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie [Bearbeiten]

Die Insel liegt ca. 40 km vor der Südwestküste Vietnams, ist 48 km lang und zwischen 3 und 28 km breit. Näher gelegen ist jedoch das kambodschanische Festland, mit einer Entfernung von nur 12 km und die kambodschanische Insel Kaôh Sès mit nur 4 km. Die höchsten mit Regenwald bedeckten Erhebungen im Norden und Osten der Insel erreichen Höhen bis zu 600 m.

Geschichte [Bearbeiten]

Gefängnisanlage "Coconut Tree Prison"

Ebenso wie die Inselgruppe Côn Đảo hat auch Phú Quốc eine leidvolle Vergangenheit als Inselstraflager. Die Franzosen schufen im Norden der Insel einen Gefängniskomplex, der später von den Amerikanern und der von diesen unterstützten Südvietnamesischen Regierung übernommen wurde. Sie trägt den Namen "Coconut Tree Prison". Heute dient die Anlage als Museum, in dem auch Bilder äußerst grausamer Torturen gezeigt werden. Nach dem Fall Saigons im Jahre 1975 geriet die Insel noch einmal in die Schlagzeilen der Weltöffentlichkeit. Die Roten Khmer (Khmer rouge) unter der Führung Pol Pots beanspruchten die Insel als ihr originäres Staatseigentum und unternahmen zahlreiche Angriffe gegen die vietnamesische Bevölkerung auf der Insel. Nicht zuletzt diese Grenzverletzungen führten Ende 1978 zum Vietnamesisch-Kambodschanischen Krieg, der zur Eroberung Kambodschas durch die Vietnamesen und zum Ende der mörderischen Herrschaft der Roten Khmer führte.

Anflug auf Phu Quoc
Das Straßennetz auf Phu Quoc besteht meist aus Sandpisten
Der Hafen im Hauptort Duong Dong
Strand südlich des Hauptortes Duong Dong

Städte [Bearbeiten]

Auf Phú Quốc gibt es nur wenige größere Ansiedlungen wie

Tierwelt [Bearbeiten]

Der auf Phú Quốc einheimische Phu Quoc Ridgeback ist Vietnams Jagdhund. Besonderheit dieser Rasse ist das Fell auf dem Rücken, das die Form eines Ridges bildet; das heißt, die Haare wachsen entgegengesetzt der normalen Haarwuchsrichtung.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

  • Seit 2001 sind weite Teile der Insel, insbesondere der gebirgige und bewaldete Norden, zum Nationalpark erklärt. Auf den vorhandenen Straßen bzw. Staubpisten kann man gut durch diese noch fast unberührte Wildnis fahren und die üppigen und ruhigen Urwälder genießen.
  • Wenige Kilometer südlich von Dương Đông befinden sich zwei Quellen (Suoi Da Ban und Suoi Tranh), diese laden mit klaren Wasserstrudeln und -becken zum Baden, aber auch zum Picknicken ein. Jedoch sind sie schlecht an die Infrastruktur angebunden. Manchmal sind diese auch bei Einheimischen beliebten Ausflugsziele aber nahezu ausgetrocknet (wie im Mai 2010).

Anreise [Bearbeiten]

  • Per Flugzeug: Es gibt täglich Flüge von Hanoi, Saigon, Can Tho und Rạch Giá aus. Die Flugzeit Saigon-Phu Quoc dauert ca. eine Stunde.
  • Per Schiff: Zwischen Rạch Giá und An Thới verkehren täglich Schnellboote. Die Überfahrt dauert ca. zweieinhalb Stunden.

Der Flughafen der Insel ist der Flughafen Phu Quoc-International, der eine Abfertigungskapazität von ungefähr zwei Millionen Passagieren pro Jahr besitzt.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Phú Quốc – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


10.258769444444104.00237777778Koordinaten: 10° 16′ N, 104° 0′ O