Pityriasis lichenoides et varioliformis acuta

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Pityriasis lichenoides et varioliformis acuta, Abkürzung PLEVA, auch Mucha-Habermann-Krankheit genannt, ist eine selten vorkommende Autoimmunkrankheit, die nicht ansteckend ist. Es handelt sich hierbei um die schwerwiegendere Version der Pityriasis lichenoides chronica.

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Charakteristisch für die Krankheit sind Hautausschlag und Läsion auf der Haut. Auch wenn der Hautausschlag mit Hilfe von UV-Strahlen oder der Einnahme von Antibiotika oder Steroide behandelt werden kann, so gibt es noch keine wirkliche Heilungsmöglichkeit der Krankheit. In den meisten Fällen verschwindet sie nach einiger Zeit von alleine wieder, sie kann aber auch in Remission gehen, also für einige Zeit verschwinden und danach erneut auftreten. Auch ein chronischer Verlauf in Form der Pityriasis lichenoides chronica ist möglich.

Bei der Pityriasis lichenoides et varioliformis acuta wird das Verhalten der T-Zellen des Immunsystems gestört, so dass sie sich gegen den eigenen Körper richten. Sie zerstören dadurch eigene Zellen in der Haut, was zu dem Hautausschlag führt.

Die Krankheit trifft meistens in der Kindheit oder bei jungen Erwachsenen, zumeist männlichen Geschlechts, auf. Es kommt häufig vor, dass die Krankheit fälschlicherweise als Windpocken diagnostiziert wird. Eine genaue Feststellung dieser Krankheit ist durch eine Biopsie möglich, also durch die Entnahme einer kleinen Hautstelle.

Die Ursache der Krankheit ist noch nicht genau erforscht. Ein Virus könnte als Auslöser in Frage kommen, aber auch Impfstoffe oder Umweltfaktoren, wie z. B. eine starke Stressphase.

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