Akanthose

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klassifikation nach ICD-10
L83 Acanthosis nigricans
Q82.8 Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungen der Haut
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Unter Akanthose (Synonym: Acanthosis) wird in der Medizin eine Verdickung der Oberhaut (Epidermis) durch eine Verbreiterung des Stratum spinosum der Haut mit und ohne Verdickung der Hornhaut bezeichnet. Meistens geht die Akanthose mit einer erhöhten Anzahl der Keratinozyten einher.

Typische, mit einer Akanthose einhergehende Krankheitsbilder des Menschen sind die Acanthosis nigricans und die Pseudoacanthosis nigricans. Weiterhin ist sie ein Symptom verschiedener Syndrome (u. a. Berardinelli-Seip-Syndrom, Bloom-Syndrom, Prader-Willi-Syndrom und Crouzon-Syndrom) und endokrinologischer Störungen der Hypophyse, der Eierstöcke und der Nebennieren sowie bei Diabetes mellitus. Die Akanthose ist als Vorbote und Begleiterscheinung der Adipositas bekannt und tritt häufig bei Insulinresistenz (Hyperinsulinismus) oder der Überproduktion männlicher Geschlechtshormone (Hyperandrogenämie) auf. Ausgelöst werden kann sie ebenfalls durch eine medikamentöse Gabe von Nikotinsäureestern.

Bei Hunden tritt eine Akanthose beim Hepatokutanem Syndrom auf.