Pixelpitch

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Mit Pixelpitch (von engl. pixel pitch) wird der direkte Abstand der Pixel auf Bildsensoren oder Bildschirmen (dort auch Dot Pitch genannt) bezeichnet, gemessen von Pixelmitte zu Pixelmitte.

Bemaßung des Pixelpitch verschiedener Masken.

Bildsensoren[Bearbeiten]

Je geringer der Abstand der einzelnen Fotodioden zueinander auf einem Bildsensor ausfällt, desto höher die mögliche Bildauflösung bei gegebener Größe des Sensors, desto geringer ist jedoch auch die Menge der Lichtquanten, die auf die einzelne Diode fallen.

Eine bei gleichbleibender Sensorgröße höhere Megapixel-Zahl wird somit erkauft durch eine geringere Lichtmenge je Pixel, wodurch sich der Aufwand der kamerainternen Signalverstärkung und Bildverarbeitung erhöht. So wird oft bei Digitalkameras durch immer ausgeklügeltere Signalaufbereitung die Bildqualität verbessert. Dies geschieht teilweise durch den massiven Einsatz von Weichzeichnern und Konturverstärkern, die zwar das Rauschen reduzieren, das Auflösungsvermögen jedoch durch die Verringerung der Bildinformation verschlechtern können.

Je kleiner der Pixelpitch, umso niedriger wird auch der Wert der förderlichen Blende, also der Blendenwert, oberhalb dessen die Auflösung aufgrund von Beugungseffekten abnimmt. So schrumpft mit dem Pixelpitch der Blendenbereich, in dem einerseits Abbildungsfehler durch Abblenden reduziert werden, andererseits noch keine Beugungsunschärfe auftritt.

Bei einer Blendenzahl k von 2,0 und einer Lichtwellenlänge \lambda von 550 Nanometer (Empfindlichkeitsmaximum des menschlichen Auges im Grünen) beträgt der Durchmesser des Beugungsscheibchens bei einer Abbildung eines unendlich entfernten, scharfgestellten Punktes zum Beispiel 2,7 Mikrometer und bei einer Blendenzahl von 16,0 bereits 21 Mikrometer. Bei 6000 Bildpunkten in der Bildbreite müssten unter diesen beiden Bedingungen Bildsensoren mit einer Breite von etwa 16 Millimetern beziehungsweise 126 Millimetern verwendet werden. Auch bei der Verwendung von hochkorrigierten Objektiven mit sehr hohem optischem Auflösungsvermögen macht es daher wenig Sinn, mit Bildsensoren zu arbeiten, die einen geringeren Abstand der Bildpunkte auf dem Sensor aufweisen als sich durch die Größe des entsprechenden Beugungsscheibchens ergibt.