Plose

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Plose
Die Plose

Die Plose

Höchster Gipfel Gabler (2562 m s.l.m.)
Lage Lüsener Berge, Dolomiten; Südtirol (Italien)
Koordinaten 46° 42′ N, 11° 45′ O46.69588911.7516162562Koordinaten: 46° 42′ N, 11° 45′ O

Die Plose ist ein Gebirgsstock in den Lüsener Bergen bei Brixen in Südtirol (Italien). Auf ihr befinden sich mehrere Gipfel: Telegraph (2504 m s.l.m.), Pfannspitze (2547 m s.l.m.) und Gabler (2562 m s.l.m.). Die Plose wird im Westen durch den Eisack und die Rienz, im Norden und Osten vom Lüsner Tal mit dem Lasankenbach und im Süden durch das Tal des Afersbach (Sade) mit der Straße über das Würzjoch begrenzt. Diese führt weiter nach Untermoi und ins ladinische Gadertal (Val Badia).

Die Kapelle auf der Plose

Aufgrund der sanften Kuppen ist die Plose zum Skifahren geeignet und durch zahlreiche Liftanlagen erschlossen. Die Plosebahn führt vom unterhalb gelegenen St. Andrä direkt ins Skigebiet. Besonders bekannt ist die Trametsch-Piste, welche mit einer Gesamtlänge von 9 km als die längste Abfahrt Südtirols gilt. Die Plose ist ferner ein weitläufiges Wandergebiet mit einem beachtenswerten Panorama. Etwas südlich vom Telegraph und westlich von Pfannspitze und Gabler befindet sich die Plosehütte.

Laut Josef Rampold hat der Name Plose nichts mit blasendem Wind zu tun, sondern bezieht sich vermutlich auf die unbewaldete, kahle Blöße der Gipfelkuppe.[1]

Der an der Südseite der Plose gelegene Ort Palmschoss ist geschichtlich nicht unbedeutsam. So befand sich in den 1960er und 1970er Jahren oberhalb des Ortes ein Nato-Stützpunkt, von welchem aus eine kleine Seilbahn zu der Radarstation auf dem Telegraph führte. Ferner befindet sich bei Palmschoss noch das Gebäude einer ehemaligen Lungenheilanstalt, welche 1913 errichtet wurde. Palmschoss wurde als Standort gewählt, da es zu den Orten mit der längsten Sonnenscheindauer in der damaligen Österreichisch-Ungarischen Monarchie zählte.[2] Der architektonische Entwurf dafür stammt von Otto Wagner.[3]

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde auf etwa 1870 m im Gebiet von Palmschoss eine Quelle entdeckt und auf ihre Eignung als Mineralwasser untersucht. Da die Wasseranalysen günstig ausfielen, begann man im Jahr 1953 die Quelle fachgerecht zu fassen. Im Juni 1957 wurde in Palmschoss eine kleine Abfüllanlage von der Plose Quelle AG in Betrieb genommen und mit der Abfüllung des Mineralwassers in Flaschen begonnen. 1974 entstand in der Industriezone von Brixen ein moderner Abfüllbetrieb. Im Jahr 2002 wurden weitere 3 Nebenquellen der Plose gefasst, um die Produktion des Mineralwassers zu potenzieren.[4] Das Familienunternehmen Plose Quelle AG ist von Beginn an bis heute im Besitz der Familie Fellin.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Josef Rampold: Eisacktal. Dritte Auflage. Athesia-Verlag (Bozen), 1977
  2. http://www.plose.de/
  3. Otto Antonia Graf: Otto Wagner: Das Werk des Architekten. Seite 741, 2. Auflage, Böhlau Verlag, Wien 1994, ISBN 3-205-98224-X
  4. http://www.provinz.bz.it/wasser-energie/wasser/palmschoss.asp Webseite der auton.Provinz Bozen zur Wasserquelle am Palmschoss
  5. http://www.plosemineralwasser.de/wir-ueber-uns/das-unternehmen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Plose – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien