Pobierowo

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Pobierowo
Wappen von Pobierowo
Pobierowo (Polen)
DEC
Pobierowo
Pobierowo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Gryfice
Geographische Lage: 54° 3′ N, 14° 55′ O7Koordinaten: 54° 3′ 0″ N, 14° 55′ 0″ O
Postleitzahl: 72-346
Telefonvorwahl: (+48) 91
Kfz-Kennzeichen: ZGY
Strand von Pobierowo im Mai
Strand von Pobierowo im Mai
Hauptstraße Grunwaldska in Pobierowo im Juli
Hauptstraße Grunwaldska in Pobierowo im Juli

Pobierowo [pɔbjɛˈrɔvɔ] (deutsch Poberow) ist ein Badeort an der polnischen Ostseeküste in der Woiwodschaft Westpommern in Polen. Er gehört zur Gemeinde Rewal (deutsch: Rewahl) im Powiat Gryficki.

Pobierowo liegt etwa zehn Kilometer östlich der Insel Wolin zwischen den Orten Łukęcin (Lüchenthin) und Pustkowo (Pustkow). Der Ort besitzt einen feinsandigen Badestrand und ist sehr waldreich.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Poberow war ein altes Rittergutsdorf im Besitz der Familie von Kleist. Das südlich des heutigen Ortskerns liegende Gut existiert heute nicht mehr. Der Ort war von freien Bauern und von Fischern bewohnt.

Die Straße, an der die Fischer wohnten, entwickelte ab dem Jahre 1905 eine touristische Infrastruktur. Es entstand das erste Hotel im Dorf und die Einheimischen vermieteten Fremdenzimmer. In den Jahren ab 1920 expandierte der Badeort stark. 1930 wurden etwa 80 Hektar Wald zwischen Poberow und Pustkow in Bauparzellen zu 800 m² Größe umgewandelt. Es entstand eine weitläufige Landschaft von Holzferienhäusern unter hohen Kiefern. 1945 kam Poberow als Ergebnis des Zweiten Weltkrieges zu Polen und wurde unter Vertreibung bzw. nachfolgender Zwangsaussiedlung der deutschen Einwohner in Pobierowo umbenannt.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Zwei Kilometer östlich von Pobierowo befindet sich auf der Steilküste die Kirchenruine von Trzęsacz (Hoff). Die im 16. Jahrhundert erbaute Kirche befand sich ursprünglich etwa zwei Kilometer von der Ostsee entfernt. Stetiger Landverlust ließ den Rand der Steilküste immer näher an die Kirche wandern, bis sie schließlich wegen Einsturzgefahr geschlossen werden musste. Nachdem große Teile der Kirche die Steilküste herunter gestürzt waren, steht heute lediglich ein kleiner Teil der südlichen Kirchenmauer.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

Zwischen den beiden Weltkriegen war Poberow der bevorzugte Urlaubsort mehrerer prominenter Zeitgenossen. So hatte Günter Eich ebenso wie Theo Lingen ein Ferienhaus in Poberow.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Pobierowo – Bilder, Videos und Audiodateien
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