Pontianus

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Pontianus (Begriffsklärung) aufgeführt.
Pontianus (Spinello Aretino, 1383/4)

Pontianus oder Pontian (lat.: der Brückenmann; † 235) war von 230 bis 235 Bischof von Rom.

Während seines Pontifikats kam das Schisma des Hippolytus zu seinem Ende. Pontianus und andere Kirchenführer, darunter auch Gegenbischof Hippolytus, wurden von Kaiser Maximinus Thrax nach Sardinien ins Exil geschickt und dort in ein Bergwerk eingesperrt.

Aufgrund dieser Strafe trat Pontian am 28. September 235 zurück. Das Datum seines Rücktritts ist das früheste exakt nachweisbare Datum der Papstgeschichte. Noch im selben Jahr verstarb Pontianus infolge der unmenschlichen Behandlung, die er in den Minen von Sardinien erfuhr. Seine Überreste wurden von Bischof Fabianus nach Rom überführt und in der Calixtus-Katakombe begraben. Pontianus wird gemeinhin als erster Märtyrerpapst und als Heiliger verehrt.

Sein Gedenktag ist der 13. August (Beisetzungsdatum in der Calixtus-Katakombe).

Literatur[Bearbeiten]

Karl Friedrich Ulrichs: PONTIANUS. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 7, Bautz, Herzberg 1994, ISBN 3-88309-048-4, Sp. 829–830. Johann Peter Kirsch: Pope St. Pontian. In: Catholic Encyclopedia, Band 12, Robert Appleton Company, New York 1911 (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pontianus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Urban I. Bischof von Rom
(Die Bezeichnung Papst wurde erstmals 384 verwendet)

230–235
Anterus