Poser (Software)

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Poser
Entwickler: e frontier
Aktuelle Version: 7
(Herbst 2006)
Betriebssystem: Mac OS X, Windows
Kategorie: 3D-Grafiksoftware
Lizenz: Proprietär
Deutschsprachig: ja
www.e-frontier.com

Poser ist eine Computersoftware, die vornehmlich auf Basis virtueller Gliederpuppen dreidimensionales Gestalten ermöglicht. Es handelt sich dabei um Figuren wie man sie auch als Vorlage für Handzeichnungen benutzen kann. Die Softwarelösung gilt jedoch als flexibler einsetzbar als herkömmliche Gliederpuppen.

Poser wird von 3D-Künstlern zur realitätsgetreuen Gestaltung und Animation von menschlichen und tierischen Charakteren eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Entwicklungsgeschichte

Poser wurde vom Künstler und Programmierer Larry Weinberg entwickelt. Ursprünglich sollte die Software die von Künstlern bekannten Mannequins ersetzen. Die erste Version wurde von der Firma Fractal Design im Jahre 1995 vertrieben.

Version Erscheinungstermin Vertreiber Erweiterungen
1.0 1995 Fractal Design
  • Erste Version von Poser
2.0 1996 Fractal Design
  • Möglichkeit die so genannten "Props" zu verwenden
  • Animation
  • 3D Modelle in hoher Auflösung
3.0 1998 MetaCreations
4.0 1999 MetaCreations
  • Natural-media sketch renderer
  • Figur umformen durch Deformierer
4.0.3 1999 Curious Labs
  • Vorübergehend wurde die Software unter dem Namen "Poser Artist" verkauft
Pro Pack 2000 Curious Labs
  • Add-on für Poser 4.0.3
  • Die Scriptsprache Python wurde eingebunden
  • Das Poser-Dateiformat (.pz2 und .pz3) konnte nach 3D Studio MAX importiert werden
  • Nicht mehr erhältlich!
5.0 2003 Curious Labs
  • FireFly Reyes/ray tracing Renderer
  • Dynamische Haare und Kleider
  • Kollisionsabfrage
6.0 2005 Curious Labs
  • OpenGL-Hardwarebeschleunigung
  • Auf Bilder basierender Beleuchtung
  • Cartoon Effekte
7.0[1] 2006 Curious Labs
Poser Pro [2] 2008 Smith Micro

[Bearbeiten] Version 4

Version 4 von Poser hatte schon eine fortgeschrittene Renderengine und bot vielfältige Möglichkeiten zur Manipulierung der Standardfiguren; man konnte seinen Modellen Kleidung, Haare und sonstiges Zubehör verpassen.

Bis zur Version 4 wurde Poser von der Firma Metacreations vertrieben, seit Version 5 ist das Programm nun in der Hand von Curious Labs, die sich schon mit Creature Creator im Bereich der Charaktererstellung einen Namen gemacht hatten.

[Bearbeiten] Version 5

Mit dieser Version ist es nun möglich, physikalische Simulationen durchzuführen. So gibt es ein physikalisch korrektes Kollisionsverhalten. Man kann mehrere tausend "echte" Polygonhaare animieren, Kleidung am Körper im Wind wehen lassen oder, aufgrund der Gravitation, in Falten legen lassen.

Neu ist auch die Verwendung von komplexen Materialien, anstelle von simplen Texturen, die über einen Material-Editor erstellt und bearbeitet werden können. So kann zum Beispiel durch Bump maps der Realismus von Figuren drastisch erhöht werden.

Eine weitere Neuerung stellt der fotorealistisch arbeitende Raytracing Renderer Firefly dar.

Dies alles geht jedoch einher mit einem beachtlichen Rechenaufwand, der zum Erscheinungsdatum aktuelle PCs mit über 2 GHz Taktrate bisweilen überforderte; vor allem dann, wenn man die voreingestellte Menge von Haaren (meist über 5000) benutzt. Trotz der großen Vorteile dieser Version war die Renderengine um ein Vielfaches langsamer als die anderer 3D-Grafikprogramme. Aus diesem Grund war es möglich, für das Rendern von Vorschaubildern und dergleichen die alte Poser 4 Engine zu verwenden, und erst für die Endausgabe auf die neue Firefly-Engine umzuschalten.

Im September 2006 wurde die Vollversion von Poser 5 eine Woche lang als Werbeaktion zum kostenlosen Download angeboten. Produzent e-frontier war vom Ansturm überrascht – die Webserver waren zwischenzeitlich nur noch lückenhaft erreichbar[3].

[Bearbeiten] Version 6

Poser 6 benutzt die gleiche Renderengine wie die Vorgängerversion mit einigen Zusätzen wie „Ambient Occlusion“ (Einfluss der Umgebung bzw. des Umgebungslichtes auf gerenderte Objekte) und „Image Based Light“, was bedeutet, dass Bilder (Images) als Lichtquelle eingesetzt werden können.

Anders als bei den Vorgängerversionen nutzt die Version 6 OpenGL zur Vorschau, was deutliche Performancegewinne bringt. Durch diese Maßnahme sollte ein hoher Ressourcenverbrauch wie bei der Vorgängerversion vermieden werden.

Des weiteren ist über die seit Version „Poser 4 ProPack“ fest integrierte Scriptsprache Python mit Poser Version 6 der Zugriff auf die seit Version 5 vorhandenen Materialien möglich, die auch Prozedurale Shader erlauben.

Im September 2006 veröffentlichte e-frontier die Figuren James, Koji und Kelvin in der Fassung „Generation 2“. Ziel des Upgrades war es, den Realismus der Figuren sowohl in der Formbarkeit als auch bei den Texturen und Bewegungsabläufen noch mehr an das menschliche Vorbild anzupassen.

Poser unterstützt noch keine Multiprozessoren und auch nicht mehr als 2 GB RAM.

[Bearbeiten] Version 7

Diese Version wurde am 12. Oktober 2006 angekündigt. [4] E-Frontier gab im Rahmen einer Marketingkampagne die neuen Features erst nach und nach bekannt. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören neben zwei neuen, hochauflösenden Figuren vor allem aktualisierte Motion Capture "Talk Designer" Daten, ein Werkzeug für Lippensynchronisation, ein Morph-Werkzeug zum direkten Verzerren der Figurenpolygone, verbesserte Animationsmöglichkeiten "Animation Layers" für nicht-lineare Animationen, erweitertes Undo/Redo, Multithreading beim Rendern sowie die HDRI-Unterstützung. Die Auslieferung war für den 20. Dezember 2006 angekündigt. Seit Sommer 2007 ist auch die Deutsche Version erschienen. Diese ist erstmals wieder nach Poser 4 ein Hybrid. Zumindest sind Windows und Macintosh CDs in einer Verpackung enthalten. Der Hersteller hat zum Release wieder eine Special Edition, mit zusätzlichem Content angeboten. Diese war bei allen Deutschen Resellern Bis Ende September 2007 erhältlich.

[Bearbeiten] Anwendergruppen

Poser hat eine große Community mit einer großen Anzahl von online-Galerien. Da Poser keine Möglichkeit bietet, eigene Figuren von Grund auf zu erstellen, existiert ein Handel mit fertigen 3D-Modellen für den Einsatz in Poser.

Dank der auf Wunsch aktivierbaren Genitalien bilden Grafiken und Animationen aus den Bereichen Erotik und Pornografie einen Schwerpunkt der Poser Community. Darüber hinaus findet Poser aber auch bei Science-Fiction- und Fantasy-Darstellungen sowie im wissenschaftlichen Bereich Anwendung.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Referenzen

  1. Änderungen in Poser 7 (englisch)
  2. Änderungen im Vergleich zu Poser 7 (deutsch)
  3. Poser-Gratisangebot legt Server lahm bei heise.de
  4. Pressemeldung zu Poser 7 (englisch)

Poser 7 Änderungen (deutsch)

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