Menopause

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur Zeitschrift siehe Menopause (Zeitschrift).

Die Menopause (von altgr. μήν, mēn, „Monat“, und παῦσις, paūsis, „Ende“) ist der Zeitpunkt der letzten spontanen Menstruation im Leben einer Frau, der keine ovariell ausgelöste Blutung aus der Gebärmutter mehr nachfolgt, womit die Fruchtbarkeit der Frau beendet ist. Ursächlich liegt eine Änderung im Hormonhaushalt durch eine nachlassende endokrine Funktion der Eierstöcke zugrunde, eine sogenannte Ovarialinsuffizienz. Der evolutionsbiologische Hintergrund der Menopause ist nicht bekannt, zumal es einen vergleichbaren Entwicklungsabschnitt bei den meisten Tieren nicht gibt. Unter den Säugetieren wurde bislang die Menopause nur beim Menschen sowie dem Grind- und Schwertwal nachgewiesen.[1] Ein, wenn auch umstrittener, Erklärungsansatz ist die Großmutter-Hypothese.[2]

Eine andere Theorie betrachtet die Rolle der Männer.[3] Demnach sollen Männer jüngere Frauen als Geschlechtspartner bevorzugt haben, so dass umgekehrt „ältere“ Frauen vernachlässigt wurden. Da letztere keinen Nutzen aus ihrer Fruchtbarkeit ziehen konnten, soll dies Mutationen begünstigt haben, die zur heutigen Menopause führten.

Die Übergangsphase der hormonellen Umstellung, die in den Jahren davor und danach stattfindet, wird als Klimakterium (Wechseljahre) bezeichnet. Die natürliche Menopause tritt gewöhnlich zwischen dem 45. und 55.[4][5][6][7] [8][9][10] Lebensjahr ein, durchschnittlich im Alter von 50 bis 51 Jahren. Bei mageren Frauen, Unterernährung und Raucherinnen kann sie gut 1,5 Jahre früher auftreten. Regelmäßiger Alkoholkonsum verzögert durch eine Erhöhung des Östrogenspiegels das Auftreten der Menopause. Als vorzeitige oder prämature Menopause (Climacterium praecox) wird eine Menopause durch mangelndes Funktionieren der Eierstöcke vor dem 40. Lebensjahr bezeichnet. Als frühe Menopause gilt jede zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Künstlich herbeigeführt werden kann die Menopause durch Entfernen der Eierstöcke, Bestrahlung oder Behandlung mit Antiestrogenen. Dabei wird von einer induzierten Menopause gesprochen.

Die Menopause ist keine Krankheit und im Regelfall nicht behandlungsbedürftig. Bei ausgeprägten klimakterischen Beschwerden kann jedoch eine Hormonersatztherapie erforderlich werden. Eine Behandlung kann bei Beschwerden indiziert sein, die durch die hormonelle Umstellung im Klimakterium als Folge eines relativen Hormonmangels entstehen, wie Osteoporose, vaginale Beschwerden, Haarausfall, Hitzewallungen und ähnliche. Dabei ist zu beachten, dass die für die Therapie verwendeten Präparate das Risiko für Brustkrebs, Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich erhöhen.

Im amerikanischen Sprachraum wird der Begriff „Menopause“ auch für die Zeit nach der Menopause verwendet, im deutschen Sprachraum wird diese Zeit Postmenopause genannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. GEO WISSEN Nr. 50, S. 44, Geo, Verlag Gruner + Jahr, Hamburg 2012
  2. G. C. Williams: Pleiotropy, natural selection, and the evolution of senescence. In: Evolution 1957, 11, S. 398–411.
  3. R. A. Morton, J. R. Stone und R. S. Singh (2013): Mate Choice and the Origin of Menopause. In: PLoS Comput Biol 9(6); e1003092; PMID 23785268; doi:10.1371/journal.pcbi.1003092
  4. Menopause is Ovarian Failure
  5. http://www.cdc.gov/reproductivehealth/womensrh/menopause.htm
  6. http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/000894.htm
  7. Menopause auf MedicineNet.com
  8. http://www.bbc.co.uk/health/physical_health/conditions/menopause.shtml
  9. http://www.safemenopausesolutions.com/average-age-of-menopause.html
  10. http://www.wechseljahre-frau.de/menopause/
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