Poul F. Joensen

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Poul Frederik Joensen (* 18. November 1898 in Sumba, Färöer; † 27. Juni 1970 in Froðba; auf den Färöern auch Pól F. Joensen, meist aber Poul F. Joensen) war ein färöischer Dichter, der vor allem durch seine respektlosen Satiren auffiel.

Biographie[Bearbeiten]

Poul F. Joensen
Ortsteil á Hamri in Froðba: In dem roten Haus lebte Poul F. mit seiner Frau seit 1919 bis zu seinem Tode. Färöische Briefmarke von 2004

Poul wird am 18. November 1898 im südlichsten Ort der Färöer, Sumba, als Sohn von Daniel Jacob Joensen í Hørg und Anna Sofia, geb. Langaard, (beide stammen aus dem Ort) geboren. Später heiratet Poul F. Joensen Julia Mortensen aus Froðba.

Er absolvierte 1917 die Färöische Lehrerschule in Tórshavn und unterrichtet 1919-27 in Froðba auf seiner Heimatinsel Suðuroy. Der Lehrerberuf gefällt ihm nicht, und so zieht er es vor, als einfacher Mann auf seinem kleinen Hof zu arbeiten.

Joensen nimmt in seinem satirischen Werk kein Blatt vor den Mund, was vielen seiner Zeitgenossen etwas zu weit geht. Er schwingt sein Schwert über alle Arten von Autoritäten und insbesondere die Bigotterie mancher Geistlicher. Kein Grundpfeiler der Gesellschaft ist vor seinem Spott sicher. Für seine Liebesgedichte wiederum erfährt er ungeteilte Wertschätzung im Lande. Ebenso macht er sich in der färöischen Literatur für die Bewahrung der alten kvæði (färöische Balladen) im 20. Jahrhundert verdient, indem er selber welche niederschreibt.

1963 wurde Pól F. Joensen für sein bisheriges Lebenswerk mit dem Färöischen Literaturpreis ausgezeichnet. Noch lange nach seinem Tode wird er immer wieder rezitiert und vertont, wie zum Beispiel von Eivør Pálsdóttir auf ihrem Debüt-Album 2000.

Am 19. Januar 2007 wurde in der Schule von Sumba eine Büste zu Ehren Joensens enthüllt, die der italienische Bildhauer Giovanni Francesco Nonne aus Gips anfertigte. Am 17. Juni folgte ein Denkmal vor seinem ehemaligen Haus in Froðba.

Werke[Bearbeiten]

Von den Gedichten Poul F. Joensens wurden einige ins Dänische, Schwedische, Deutsche und Englische übersetzt. Seine Monographien erschienen bisher nur auf Färöisch:

  • 1924 Gaman og álvara (Tórshavn, 1924 - 48 S. - Gedichtband)
  • 1942 Millum heims og heljar (5. Auflage: Tórshavn: Einars Prent, 1985 - 126 S. - Gedichtband)
  • 1955 Lívsins kvæði (2. Auflage: Tórshavn: Einars Prent, 1975 - 85 S. - Gedichtband)
  • 1963 Seggjasøgur úr Sumba (2. Auflage: Tórshavn: Einars Prent, 1986 - 151 S. - Erzählung)
  • 1967 Ramar risti hann rúnirnar (2. Auflage: Tórshavn: Einars Prent, 1988 - 119 S. - Gedichtband)

Weblinks[Bearbeiten]