Pringles

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Dieser Artikel beschreibt die Stapelchips-Marke Pringles. Eine Person mit gleichlautendem Familiennamen war der argentinische Militär Juan Pascual Pringles (1795–1831).
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Markenlogo von Pringles seit 2009

Pringles ist der Markenname für ein Snackprodukt, das aus Kartoffelflocken industriell hergestellt wird. Es gab rechtliche Streitigkeiten um die Verwendung des Begriffes Kartoffelchips, den die ursprüngliche Herstellerfirma Procter & Gamble verlor. Zusammen mit Produkten anderer Hersteller gehören Pringles zur Gruppe der Stapelchips, während die herstellereigene Bezeichnung „Knabbergebäck“ lautet. Hersteller ist seit 2012 die US-amerikanische Kellogg Company.

Geschichte des Produktes[Bearbeiten]

Das Produkt wurde, nach Vorarbeiten von Fredric Baur Ende der 1950er Jahre, Mitte der 1960er Jahre bei dem US-amerikanischen Unternehmen Procter & Gamble von Alexander Liepa entwickelt. Der Markenname findet seinen Ursprung im Namen der Straße Pringle Drive in Cincinnati[1]. Das Produkt wurde 1968 erstmals auf Testmärkten verkauft. 1971 wurden dann im gesamten amerikanischen Markt die „Pringle's Newfangled Potato Chips“ verkauft, von denen sich 1986 der Name Pringles ableitete. Heutzutage werden Pringles in über 140 Ländern verkauft.[2] Der Originalwerbeslogan lautet: „everything pops with Pringles“[3], während die deutsche Version „Liebe auf den ersten Pop“[4] lautet.

Pringles-Chips der Classic-Sorte "Original"
das erste Markenlogo von Pringles (1968-1979)
Markenlogo von 1996 bis 2002

In Deutschland sind Pringles seit 1996 erhältlich.[5] Derzeit werden folgende Classic-Sorten angeboten: „Cheese & Onion“, „Hot & Spicy“, „Ketchup“, „Original“, „Classic Paprika“ (vor 2013 nur „Paprika“), „Sweet Paprika“, „Salt & Vinegar“, „Sour Cream & Onion“ sowie „Texas BBQ Sauce“. Eine zwischenzeitlich vorhandene, schärfere „Xtreme“-Edition wurde Mitte 2013 durch die neue „XTRA“-Reihe ersetzt. Die entsprechenden Sorten sind nicht ausschließlich auf Schärfe ausgelegt, sondern haben im Allgemeinen einen intensiveren Geschmack durch stärkere Würzung. Die Sorten „Spicy Chilli Sauce“ und „Kickin’ Sour Cream & Onion“ sind den ehemaligen „Xtreme“-Sorten „Flamin‘ Chilli Sauce“ und „Spicy Sour Cream & Onion“ jedoch sehr ähnlich. Außerdem erschienen die „XTRA“-Sorten „Cheesy Nacho Cheese“ und „Saucy BBQ“, als Überarbeitungen der „Xtreme“-Sorten „Exploding Cheese & Chilli“ und „Take Away Smokin Ribs“. Zudem gibt es die Sorten „Original“, „Classic Paprika“ und „Sour Cream & Onion“ als kleine 40-g-Dosen.[6]

Als limitierte Versionen gab und gibt es in unregelmäßigen Abständen ausländische Geschmacksrichtungen, zum Beispiel „Pizza“, „Peperoni“ oder „Tomato & Mozzarella“.

Die Produktion für den europäischen Markt erfolgt mit 400 Mitarbeitern im belgischen Mechelen.[7]

In einigen Ländern, wie den USA, gibt es verschiedene Editionen, wie beispielsweise Multigrain, mit einem hohen Vollkornanteil. Auch die Einführung solcher Editionen wurde anhand von Light Aromas (weniger Fett), Dippers (schaufelartig geformte Stapelchips zum Verzehr mit fertigen Dips) und rice infusions (mit Reismehl) in Deutschland getestet. Durch zu geringes Interesse seitens der Kunden wurde der Verkauf in Deutschland wieder eingestellt.

Bis zum Jahr 2006 wurde die Füllmenge bei gleichbleibendem Preis von 200 über 180 auf 170 Gramm pro Packung reduziert. Procter & Gamble geriet so z. B. seitens der Verbraucherzentrale Hamburg in die Kritik, versteckte Preiserhöhungen zu betreiben. Das Unternehmen begründet die verdeckte Preiserhöhung damit, dass höherwertige Inhaltsstoffe verwendet würden und die neuen Pringles eine geringere Dichte hätten und daher bei gleicher Füllhöhe das Gewicht sinke. 2009 wurde bei den Pringles Classic die Füllmenge wiederholt reduziert (von 170 g auf 165 g). Ab 2010 warb der Hersteller mit einer Anzahl von 90 Chips pro Dose. Auf der Verpackung blieben weiterhin 165 Gramm vermerkt.

2011 plante Procter & Gamble den Verkauf der Marke Pringles an das US-amerikanische Unternehmen Diamond Foods. Diese hätten einen Großteil der Zahlung von ca. 2,4 Mrd. US-Dollar in Aktien erstattet, womit Procter & Gamble mit 57 % am Unternehmen beteiligt wäre.[8][9] Der Verkauf platzte allerdings Anfang 2012, als bekannt wurde, dass Diamond Foods in einen Bilanzskandal verwickelt ist. Daraufhin fand sich der Cornflakes-Hersteller Kellogg als Käufer, der die Marke für rund 2,7 Mrd. US-Dollar im Sommer 2012 übernahm.[2]

Im Februar 2012 ist die Füllmenge auf 190 g erhöht worden, womit der Inhalt um 15 % zugenommen hat. Nach einer Meinungsumfrage wurde für alle Sorten eine neue Verteilung der Gewürze entwickelt. Zudem wurde der Anteil von gesättigten Fettsäuren um 30 % verringert. Die drei beliebtesten Sorten („Hot & Spicy“, „Paprika“ (heute „Classic Paprika“) und „Sour Cream & Onion“) werden von nun an mit 40 % mehr Gewürzpulver produziert. Außerdem wurde die Gewürzmischung für die vier beliebtesten Sorten (eben genannte sowie „Texas BBQ Sauce“), welche rund 80 % des gesamten Verkaufes in Deutschland ausmachen, verändert. Für diese Veränderungen gibt es unter dem Slogan „Die neuen Pringles poppen jetzt mit noch mehr Geschmack“ zahlreiche Werbekampagnen.

2013 wurde die neue Sorte „Sweet Paprika“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingeführt. Um diese von den normalen „Paprika“-Pringles unterscheiden zu können, wurden Letztere in „Classic Paprika“ umbenannt. Großbritannien und Frankreich erhielten die neue Geschmacksrichtung „Roast Chicken & Herbs“. Außerdem wurden die Märkte in Spanien und Portugal durch die Sorte „Rosemary & Olive Oil“ und der arabische Raum mit „Cheddar Cheese“ erweitert.[10] Ähnlich wie 2012 in Europa und Australien wurden Anfang 2013 in den USA die Sorten „Cheddar Cheese“ und „Pizza“ verbessert. Gleiches soll nun mit der beliebtesten Sorte „Sour Cream & Onion“ geschehen.

Nährwert[Bearbeiten]

Die 190-Gramm-Packung der Sorte „Classic Paprika“ enthält 58,7 Gramm Fett. Zusammen mit den anderen Inhaltsstoffen hat sie einen Energiewert von 4005,2 kJ (957,6 kcal).

Inhaltsstoffe[Bearbeiten]

Für die Sorte „Classic Paprika“: Kartoffelpüreepulver, pflanzliches Öl, pflanzliches Fett, Reismehl, Weizenstärke, Paprika-Aroma, Paniermehl (enthält Weizenmehl), Hefepulver, Dextrose, Zucker, Geschmacksverstärker: Mononatriumglutamat, Dinatriumguanylat und Dinatriuminosinat, Paprikapulver, Zwiebelpulver, Aroma, Raucharoma, Knoblauchpulver, Farbstoff: Paprikaextrakt, Säuerungsmittel: Zitronensäure, Emulgator: E 471, Maltodextrin, Speisesalz, modifizierte Reisstärke.

Die Stapelchips von Pringles fielen durch eine hohe Belastung mit krebserregendem Acrylamid auf. Bei Tests der Organisation foodwatch im Jahr 2006 enthielt die Sorte „Paprika“ (heute „Classic Paprika“) der Marke Pringles rund zehnmal soviel Acrylamid wie der Testsieger. Bei einem weiteren Test von foodwatch im Jahr 2007 war Pringles erneut Testverlierer.[11] Die Acrylamid-Werte hatten sich im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht erhöht und lagen um den Faktor 34 über denen eines vergleichbaren Produkts. Nach einer von foodwatch organisierten Protestaktion wurde der Acrylamidgehalt 2008 von 1600 Mikrogramm pro Kilogramm auf 490 reduziert.[12]

Trivia[Bearbeiten]

  • Die Meinung, dass sich die zylinderförmigen Pringles-Verpackungen als Hohlleiter/Yagi-Antenne für Wireless LAN verwenden lassen, ist ein Irrglaube, wie Untersuchungen der Zeitschrift c't (2003, Heft 9) gezeigt haben. Dies liegt an dem zu kleinen Verhältnis von Durchmesser der Dose zu Wellenlänge der Strahlung von 2,4 GHz. Gute Ergebnisse ließen sich im selben Test mit Konservendosen erzielen.[13]
  • Der Chemiker und Verpackungstechniker Fredric J. Baur, der am 4. Mai 2008 mit 89 Jahren in Cincinnati verstarb, hatte 1970 ein Patent auf die Pringles-Dose erhalten. Er war so stolz auf seine Erfindung, dass ein Teil seiner Asche auf seinen Wunsch neben der Urne in einer Pringles-Dose beerdigt wurde. Der Rest seiner Asche wurde in einer normalen Urne neben der Chips-Dose bestattet, eine weitere Urne erhielt einer seiner Enkel.[14][15]
  • Die Verpackung besteht im Gegensatz zu herkömmlichen Stapelchipsverpackungen nicht aus Kunststofffolie, sondern aus Pappe und einer dünnen Schicht Aluminium, einem Boden aus Metall und einem Kunststoffdeckel. Diese Kombination hat eine schlechtere Umweltbilanz.
  • Das Magazin Markt des WDR Fernsehens wies nach, dass die Füllmenge der Verpackung von 2006 bis 2010 von 200 auf 165 g sank, während der Preis von 1,59 € um 40 Cent auf 1,99 € stieg.[16] Mit Einführung der neuen 190-g-Dosen im Februar 2012 erhöhten einige Geschäfte den Verkaufspreis auf 2,30 €.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://deconsumers.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/9926/~/woher-kam-der-name-pringles%3F
  2. a b http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/kellog-s-uebernimmt-pringles-fuer-2-7-milliarden-us-dollar_H1546582013_1830/?ID_ARTICLE=4-1-1830
  3. http://www.pringles.com/home
  4. http://www.pringles.de
  5. http://deconsumers.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/9937/~/seit-wann-gibt-es-pringles%3F
  6. http://pringles.de/products
  7. http://trends.levif.be/economie/actualite/entreprises/pringles-vendus-quel-avenir-pour-l-usine-de-malines/article-1194985659243.htm
  8. http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:trennung-von-pringles-procter-gamble-wird-schlanker/60035338.html (Version vom 8. April 2011 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt
  9. http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:konsumgueter-branche-nichts-wie-raus-mit-aussenseitermarken/60038491.html (Version vom 14. April 2011 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt
  10. http://www.presseportal.de/pm/54886/2425196/pringles-sichert-sich-mit-neuen-geschmacksorten-seinen-marktanteil
  11. foodwatch Acrylamidtest 2007
  12. foodwatch - Aktion "Pringles-Chips ohne Krebsgefahr" beendet
  13. Heise
  14. Associated Press
  15. Ashes of man who designed Pringles packaging buried in crisp can
  16. http://www.wdr.de/tv/servicezeit/sendungsbeitraege/2010/kw47/1123/02_mogelpackung_verpackung.jsp

Weblinks[Bearbeiten]