Profitcenter

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Das Profitcenter ist ein organisatorischer Teil eines Unternehmens, für den ein eigener Periodenerfolg ermittelt wird. Das Profitcenter kann auch aus einer Spartenorganisation heraus entstehen. Verantwortung und Entscheidungsbefugnis für die Produktgruppen werden in hohem Maße den Spartenleitern übertragen. Die Sparten werden so zu relativ selbstständigen Einheiten. Die Spartenleiter planen ihre Geschäfte innerhalb eines vorgegebenen Handlungsspielraums selbst. Es wird für jede Sparte ein eigener Gewinn ermittelt und zur Beurteilung und Steuerung der Sparte herangezogen.

Durch diese leistungsorientierte Beurteilung kann die Tätigkeit des betreffenden Bereichs besser gesteuert und auf seine Rentabilität überprüft werden. Während auf Kostenstellen nur Kosten gebucht werden, werden diese auf einem Profitcenter den Erträgen des Geschäftsbereichs bzw. der Abteilung gegenübergestellt. Die Kernidee ist also, dass das Profitcenter wie ein eigenes Unternehmen denken und agieren soll.

Neben der Gewinn- und Verlustrechnung wird im Rahmen der Profitcenter-Rechnung (abgekürzt: PCR) manchmal auch auf der Ebene einzelner Profitcenter bilanziert.

Neben dem Zweck der Motivation der Mitarbeiter, welche nun für ihre Gewinne verantwortlich sind und unternehmerisch handeln können, kann die Profitcenter-Kalkulation dazu genutzt werden, gewinnbringende Unternehmensbereiche von Verlustbringern zu unterscheiden. Ein Herunterbrechen von Ergebnisbeiträgen auf einzelne Mitarbeiter, um den 'Gewinnbeitrag' jedes Mitarbeiters herauszufinden, ist indes nur möglich, wenn die Ergebnisse eines einzelnen Mitarbeiters einzeln erfasst werden können (Ertrag- und Kostenseite) und ist in Deutschland nur unter Beachtung des Betriebsverfassungsgesetzes und des Bundesdatenschutzgesetzes zu realisieren.

Siehe auch[Bearbeiten]