Provinzial

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Dieser Artikel befasst sich mit dem religiösen Titel; für weitere Bedeutungen siehe Provinzial (Begriffsklärung).

In einer christlichen Ordensgemeinschaft ist der Provinzial der Leiter einer Ordensprovinz. Es ist die verkürzte Bezeichnung für einen Ordensoberen, der je nach Ordensgemeinschaft Provinzialminister, Provinzialmagister oder Provinzialsuperior genannt wird. Er visitiert die einzelnen Niederlassungen und Mitglieder seiner Provinz in einem vorgeschriebenen Rhythmus, ist in seiner Provinz der Vorgesetzte der Ordensmitglieder und leitet die wirtschaftlichen Angelegenheiten der Provinz.

Der Sitz eines Provinzials ist das Provinzialat.

Die Amtszeit eines Provinzials beträgt, je nach Orden oder Kongregation, 3 oder 4 Jahre. Er wird entweder direkt durch den Generaloberen ernannt oder aber von diesem nach einem vorausgehenden Wahlkapitel oder Provinzkapitel bestätigt. In vielen Orden oder Kongregationen ist seine Amtszeit auf eine gewisse Periodenzahl beschränkt, doch kann er dann häufig nach einem Aussetzen wiedergewählt werden. In anderen Gemeinschaften wiederum gibt es keine Beschränkung.

In seiner Amtsführung wird er von einem Provinz- bzw. Provinzialrat unterstützt. Für wichtige Angelegenheiten ist er verpflichtet, das Votum dieses Provinzrates einzuholen.

Gegenüber der Generalleitung seines Ordens ist der Provinzial zur Rechenschaft verpflichtet.

Quellen[Bearbeiten]