Ralph Wiener

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Ralph Wiener (* 15. Mai 1924 als Felix Ecke in Baden, Niederösterreich) ist ein österreichisch-deutscher Jurist, Kabarettist und Schriftsteller.

Der Sohn eines österreichischen Schriftstellers wuchs in Eisleben und Wien auf. Nach 1945 Gründer und Direktor des ersten deutschen Nachkriegstheaters (Bürgertheater Eisleben). 1946–1950 Jurastudium, anschließend Referendar und ab 1953 Rechtsanwalt. 1982 Promotion zum Dr. jur., 1986 Habilitation im Bereich Rechtsgeschichte. Literarisch vorwiegend im heiteren Genre tätig, als Bühnenautor und Kabarettist. Er schrieb für die Berliner Distel, den Eulenspiegel und andere Zeitschriften. Wiener befasste sich auch mit dem Wesen und den Ausprägungen des politischen Witzes in Deutschland.

Wiener lebt in Eisleben, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Sein Werk Ein Blick zurück lässt das Dritte Reich im Gespräch zweier Generationen Revue passieren.

Werke[Bearbeiten]

  • Wiener G’schichten, Berlin 1961
  • Geschichten meiner Frau, Lustspiel, 1962
  • Fragen Sie Sibylle, Lustspiel, 1964
  • Gehört sich das? Heitere Geschichten, Rudolstadt 1972
  • Ein himmlischer Abend, Lustspiel, 1974
  • Kein Wort über Himbeeren. Heitere Erzählungen, Halle 1979
  • Als das Lachen tödlich war. Erinnerungen und Fakten 1933–1945, Rudolstadt 1988
  • Gefährliches Lachen. Schwarzer Humor im Dritten Reich, Reinbek 1994
  • Der lachende Schopenhauer. Eine Blütenlese, Leipzig 1993 und 1996, Taschenbuchausgabe Leipzig 2003
  • Lachen zwischen Harz und Saale. Heitere Geschichten, Halle 1996
  • Schmunzelmarkt. Heitere Geschichten, Halle 1996
  • Lachen mit Schwejk. Gewitztes und Verschmitztes, Halle-Zürich 1999
  • Die vier Jahrespleiten. Lustige Geschichten, Berlin 1999
  • Ein goldnes Blatt hängt noch in meinem Spind. Gedichte, Halle 2002
  • Hinter vorgehaltener Hand. Der politische Witz in Deutschland, Leipzig 2003
  • Kleine Stadt ganz groß. Zur Geschichte des ersten deutschen Nachkriegstheaters. Langenbogen 2007
  • Ein Blick zurück, Halle 2007
  • Ein Augenzeuge erzählt, Halle 2007
  • Solo für Streicher. Kleine humoristische Erzählungen, Leipzig 2009
  • Die Mädchen von Cadiz. Ein heiterer Roman in Versen, Halle 2011

Literatur[Bearbeiten]

  • Burga Kalinowski: Stirb langsam. Mittelkürzungen bei Theatern und Orchestern bedrohen Ensembles, kulturelle Traditionen und soziale Strukturen der Bühnen in Halle, Dresden und Eisleben. In: neues deutschland vom 29./30. März 2014, S. 17-19 (mit Darstellungen zu Felix Ecke = Ralph Wiener und dem Theater in Eisleben).

Weblinks[Bearbeiten]