Rami Saari

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Rami Saari (hebräisch ‏רמי סערי‎, * 1963 in Petach Tikwa, Israel) ist ein israelischer Dichter.

Leben und Schaffen[Bearbeiten]

Als Kleinkind zog er mit seiner Familie nach Argentinien und lernte dort Spanisch als zweite Muttersprache. Als Saari vier Jahre alt war, zog die Familie schon wieder nach Israel zurück. Auf der Highschool lernte er auf eigene Faust Finnisch.[1] Er schloss sein Grundstudium als Magister ab und spezialisierte sich nach der Ableistung seines Militärdienstes in Israel in den Fächern Semitistik und Finnougristik an der Universität Helsinki in Finnland. Ihm wurde im Jahr 2003 der Titel Dr. phil. in Linguistik für seine Dissertation Die Maltesischen Präpositionen an der Hebräischen Universität Jerusalem erteilt.[1]

Saari ist als literarischer Übersetzer, Literaturkritiker und Dozent der hebräischen Sprache tätig. Seit 1988 bis März 2012 hat er sieben eigene hebräische Gedichtbände veröffentlicht sowie mehr als fünfzig Bücher vom Albanischen, Estnischen, Finnischen, Ungarischen, Griechischen, Portugiesischen und Spanischen ins Hebräische übersetzt.[1]

Für seine Dichtung hat er zwei Mal, 1996 und 2003, den Preis des Ministerpräsidenten von Israel gewonnen sowie den Preis der Olschwung Stiftung im Jahr 1998 und den Preis Tschernikhovsky im Jahr 2006 für seine Übersetzungen. Sein Werk wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Seit 2003 verbringt er sein Leben zwischen Wohnungen in Israel und Griechenland, wobei er hauptsächlich in Athen lebt und arbeitet.[1]

Werke[Bearbeiten]

  • Siehe da, ich habe heimgefunden (Hine, matzati et beyti, 1988)
  • Menschen auf der Kreuzung (Gvarim ba-tzomet, 1991)
  • Der Pfad des kühnen Schmerzes (Maslul ha-ke'ev ha-no‛az, 1997)
  • Das Lebensbuch (Ha-sefer ha-chay, 2001)
  • So viel, so viel Krieg (Kama, kama milchama, 2002)
  • Die Maltesischen Präpositionen (Dissertation: Millot-ha-yachas ha-Malteziyyot, 2003)
  • Der Fünfte Schogun (Ha-shogun ha-chamishi, 2005)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Haaretz vom 26. März 2012: A head in 1,001 places, a body in one