Relatives Menschsein

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Relatives Menschsein
Allgemeine Informationen
Genre(s) Neue Deutsche Todeskunst
Gründung 1990
Auflösung 1999
Gründungsmitglieder
Amadeus (Wolfgang A. Mödl)
Jörg „Jogy“ Wolfgram (bis 1994)
Lisa „Lissy“ Mödl
Gastmusiker
Jörg Hüttner
Thar
Andy Age

Relatives Menschsein war eine deutsche Band aus Kaufbeuren im Allgäu, die der Dark-Wave-Bewegung zugerechnet wird. Sie entstand 1990 als Zusammenschluss der Musiker Amadeus, Lissy Mödl und Jörg Wolfgram (alias „Jogy“) und wurde vor allem aufgrund ihrer poetischen und stimmungsvollen Gesangsstücke in deutscher Sprache in der Schwarzen Szene bekannt. Relatives Menschsein gelten heute als bedeutende und zugleich früheste Vertreter der Neuen Deutschen Todeskunst.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor der Gründung bildeten Lissy Mödl und Amadeus bereits die Band Predecease, die jedoch nur lokale Bekanntheit erlangte. Im Sommer 1990 schlossen sie sich mit dem Keyboarder Jörg Wolfgram zusammen und bildeten die Band Relatives Menschsein.

Bereits die ersten Singles der neuen Band wurden durch ihre bis dahin einzigartige Mischung von Musik und Lyrik zu Hits in der Schwarzen Szene. Die Songs Tempel, Glaube und besonders Verflucht entwickelten sich zu Szenehits, die bis heute gespielt werden und ihnen einen Plattenvertrag bei der Produktionsfirma Danse Macabre einbrachten. Unter dem Titel Moritat erschien bei diesem Label eine Musikkassette mit nur vier Songs. Mit dem ersten größeren Konzert am 4. Januar 1992 in Ulm startete eine Tournee, die die Band in Deutschland, Belgien und der Schweiz bekannt machte.

Im Juli 1992 erschien die EP Gefallene Engel, und im August wurde das Trio durch den Keyboarder Jörg Hüttner unterstützt. Anschließend erschien im Juni 1993 das erste und einzige Album Die Ewigkeit, an der Gitarrist „Thar“ (unter anderem für Ghosting tätig) mitwirkte. Nach dieser Veröffentlichung verließ Jörg Wolfgram Relatives Menschsein und wechselte in die Band Dorsetshire. Zu diesem Zeitpunkt kam Andy Age als Gitarrist zu Relatives Menschsein. In der Folge veröffentlichte die Band nur noch einzelne Songs auf verschiedenen CD-Kompilationen und spielte live. Der letzte Auftritt erfolgte 1999, bei dem Amadeus seine Bühnenkleidung verschenkte und somit die Band inoffiziell auflöste. Die Band erklärt bis heute, dass eine Auflösung nie offiziell gewesen sei: [1]

„Wir haben uns nie offiziell aufgelöst, aber 1999 war der letzte Auftritt, bei dem Wolfi, wie ausgemacht, seine Bühnenkleidung verschenkte. Und damit wars vorbei.“

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1991: Moritat (MC mit vier Titeln)
  • 1992: Gefallene Engel (EP)
  • 1993: Die Ewigkeit (CD)
  • 2000: Thanatos (Retrospektive, DCD)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Relatives-Menschsein.de: Bandgeschichte