Renata von Lothringen

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Herzog Wilhelm V. (1548 - 1626) und seine Frau Renata von Lothringen (1544 - 1602)

Renata von Lothringen (* 20. April 1544 in Nancy; † 22. Mai 1602 in München), war eine Tochter des Herzogs Franz I. von Lothringen und dessen Gemahlin Christina von Dänemark.

Am 22. Februar 1568 heiratete sie den Erbprinzen Wilhelm von Bayern. Die Hochzeit wurde mit einem für dieses Jahrhundert einmalig großen Aufwand gefeiert. Das Fest dauerte 18 Tage, es nahmen zirka 5000 Reiter daran teil und die Festmusik zum Anlass wurde eigens von Orlando di Lasso komponiert.

Sonst allerdings führte Renata - zusammen mit ihrem Mann als dieser Herzog geworden war - ein Leben in Mildtätigkeit, Bescheidenheit und Nächstenliebe. Sie verließen die Münchener Residenz und lebten im Kollegienbau der Jesuiten im Westen Münchens. Renata kümmerte sich um Kranke, Arme und Pilger. In dieser Aufgabe ging sie nach der Abdankung ihres Gatten vollständig auf. Ihre letzten Jahre verlebte Renata im Herzogsspital in München.

Grab von Renate von Lothringen

Renata war die Gründerin des Münchner Elisabethen-Hospitals. Ihr Grab befindet sich in der Münchner Michaelskirche, deren Weihe der letzte Höhepunkt ihres Lebens gewesen ist. Renata wurde vom Volk wie eine Heilige verehrt, aber nie kanonisiert.

Sechs ihrer zehn Kinder erreichten das Erwachsenenalter:


[Bearbeiten] Literatur

  • Crignis-Mentelberg, Anna de: Herzogin Renata. Die Mutter Maximilians des Großen von Bayern. Freiburg im Breisgau 1912.
  • Dotterweich, Helmut: Der junge Maximilian. Jugend und Erziehung des bayerischen Herzogs und späteren Kurfürsten Maximilian I. von 1573 bis 1593. München 1962.
  • Rueth, Andrea: Renata von Lothringen, Herzogin von Bayern. In: Wurst, Jürgen und Langheiter, Alexander (Hrsg.): Monachia. München: Städtische Galerie im Lenbachhaus, 2005. S. 142. ISBN 3-88645-156-9
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