Ringgleis

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Dieser Artikel erläutert eine Bahntrasse in Braunschweig. Zu Ringgleis als Gleis eines Eisenbahnrings siehe Ringbahn.
Verlauf des Ringgleises
Ringgleis im Bereich Ernst-Amme-Straße
Ringgleis kreuzt den Pippelweg
Ringgleis-Brücke über die A 391 und die Alte Frankfurter Straße

Das Ringgleis (genauer: „Westliches Ringgleis“)[1] ist eine Bahntrasse in Braunschweig, die teilweise zu einem Geh- und Radweg ausgebaut wurde. Der Geh- und Radweg ist von Grünflächen umgeben und wird mit nahegelegen Park- und Grünanlagen und Wegen vernetzt.

Aktuell verläuft das Ringgleis von der Oker im Norden (gegenüber dem Heizkraftwerk Braunschweig-Mitte) bis zum Harzstieg in der Gartenstadt am derzeitigen südlichen Ende auf einer Länge von rund sieben Kilometern (im Juni 2011). Außerdem wurde eine neue Brücke über die A 391 eröffnet, womit der Anschluss an den Südsee bzw. die Otto-von-Guericke-Straße hergestellt wurde.

Der südliche Teil des Ringgleises ab dem Westbahnhof ist gleichzeitig auch Teil des Projekts Braunschweiger ZeitSchiene.

Geschichte[Bearbeiten]

Das westliche Ringgleis war Teil der Strecke mit der Streckennummer 1903, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde und zusammen mit anderen Strecken die Braunschweiger Innenstadt annähernd ringförmig umschloss.[2] Sie diente dem Güterverkehr. Der westliche Abschnitt wurde in den 1980er Jahren stillgelegt,[3] der im Norden daran anschließende Abschnitt wird weiter zur Versorgung des „Heizkraftwerks Braunschweig-Mitte“ genutzt (Stand 2012).

2000 kaufte die Stadt Braunschweig die ersten Abschnitte der Trasse von der Deutschen Bahn.[4] 2003 wurde der erste, vier Kilometer lange Abschnitt des Geh- und Radwegs fertiggestellt.

Im April 2007 wurde der Abschnitt zwischen der Broitzemer Straße und der Hugo-Luther-Straße fertiggestellt und der Öffentlichkeit übergeben. Beim Ausbau des Abschnitts Hugo-Luther-Straße-Arndtstraße wurden zwei Einmannbunker entdeckt, die zukünftig Teil der ZeitSchiene werden.[5][6] Mit der Enthüllung des ersten Dekadensteins am 13. April 2008 am Westbahnhof wurde die Braunschweiger ZeitSchiene eröffnet.[7]

Als Nächstes wurde der Teilabschnitt zwischen Celler Straße und Ernst-Amme-Straße fertiggestellt und somit die Lücke zum derzeit nördlichen Ende des Ringgleises bis an die Oker geschlossen.

Im Herbst 2009 wurde am südlichen Ende des Ringgleises der Teilabschnitt von der Arndtstraße zum Harzstieg in der Gartenstadt fertiggestellt und zum Befahren und Begehen freigegeben.

Ab dem Frühjahr 2010 wurde die südliche Verlängerung bis über die A 391 erstellt. Am 17. April 2010 wurde die alte Bahnbrücke über die A 391 bis auf die Widerlager entfernt. Die neue Fußgänger- und Fahrradbrücke wurde in zwei Teilstücken angeliefert und Weihnachten 2010 mit einem Kran über die A 391 gelegt. Ende März 2011 wurde die Brücke für Fußgänger und Radfahrer freigegeben. Im Sommer 2011 wurde auf der Ostseite der A 391 der Anschluss an den Südsee und an die Otto-von-Guericke-Straße fertiggestellt.[8] Als letzte Arbeiten in diesem Bereich waren die Herstellung einer neuen „Auffahrt“ hoch zum Bahndamm, westlich der A 391 und der Lückenschluss zum Harzstieg. Beide Arbeiten wurden im Februar 2012 beendet.

Planung[Bearbeiten]

Im Mai 2011 veröffentlichte die Stadt Braunschweig einen Masterplan für das Ringgleis.[9] Dabei wurde das komplette Ringgleis in die Planungen einbezogen, zur Herstellung eines Geh- und Radwegs um die gesamte Innenstadt Braunschweigs. Gleichzeitig wurde auch ein neues Konzept zur Einteilung einzelner Abschnitte des Ringgleises nach Mottos vorgestellt: Das westliche Ringgleis wird zum SOZIALGleis, das südliche Ringgleis wird zum BAHNGleis, das östliche Ringgleis zum PARKGleis und das nördliche Ringgleis zum Gleis durch TECHNIK UND NATUR.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website des Ringgleises, abgerufen am 27. Juli 2012
  2. Eisenbahnatlas Deutschland 2007/2008. Schweers + Wall, Köln 2007, ISBN 978-3-89494-136-9, S. 135
  3. Website der Stadt Braunschweig, abgerufen am 27. Juli 2012
  4. Soziale Stadt: Projektbeschreibung Westliches Ringgleis
  5. Newsclick: 1,7 Millionen für das Westliche Ringgebiet
  6. Newsclick: Erster Einmann-Bunker von der Arndtstraße gerettet
  7. Chronik der Stadt Braunschweig
  8. Braunschweiger Zeitung: Neue Brücke für das Ringgleis wird gebaut
  9. Masterplan der Stadt Braunschweig zur Entwicklung des Ringgleises

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ringgleis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


52.25189310.50338Koordinaten: 52° 15′ 7″ N, 10° 30′ 12″ O