Robert Reinert

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Robert Reinert (* 22. April 1872 in Wien; † 30. August 1928 in Berlin) war ein österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

Reinert zog gegen 1900 nach München. Er verfasste mehrere Drehbücher, darunter auch Der Weg zur Sonne (1906) und Krieg (1907).

Sein Drehbuch zu Homunculus (1916) wurde ein großer Erfolg, weitere Arbeiten, insbesondere Opium und Nerven, folgten. Der Film Nerven mit seiner Premiere in München im Jahr 1919 hatte eine enorme Wirkung auf das Publikum. Unter den noch frischen Eindrücken des vergangenen Ersten Weltkriegs und wegen der aktuellen akuten sozialen und wirtschaftlichen Problemen der Bevölkerung brachen viele Zuschauer während der Filmvorführung zusammen und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Noch nach der Vorführung kam es unter den Zuschauern zu Szenen der Verzweiflung,[1] so dass der Film schließlich verboten wurde.

Reinert, der ein wesentlicher Vertreter des deutschen Expressionismus war,[2] wurde im Jahr 1925 von der UfA engagiert, wo er bis zu seinem Tod als Angestellter arbeitete. Der kommerzielle Erfolg blieb ihm jedoch versagt.

Reinert war in den 20er Jahren mit der Schauspielerin Thea Steinbrecher verheiratet. Mit ihr hatte er 1921/22 den Film Sterbende Völker gedreht.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 4. August 2008.
  2. Eintrag auf davidbordwell.net, der Internetseite von David Bordwell.

Weblinks[Bearbeiten]