Roggenbier

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Roggenbier ist ein Bier, zu dessen Herstellung Roggen als Stärkelieferant für die alkoholische Gärung eingesetzt wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis zum 15. Jahrhundert soll Bier in Bayern üblicherweise aus Roggenmalz gebraut worden sein.[1] Mittlerweile wird es auch dort wieder angeboten.[2] Zunächst wurde es unter der Marke „Schierlinger Roggen“[3] in Schierling von Thurn und Taxis hergestellt[4] und vor allem regional vertrieben, 1995 betrug der Anteil des Roggenbiers am Gesamtausstoß der Brauerei 5 %[5]. Heute gehört die Brauerei Thurn und Taxis zur Paulaner Brauereigruppe, noch 1997 war diese die einzige deutsche Brauerei, die Roggenbier anbot.[6]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Roggenbier ist heute üblicherweise dunkel und obergärig, es wird in der Regel mit einer Weizenbier- oder Alehefe vergoren. Es ist in der Regel trüb (oft trüber als Weizenbier) und verfügt über deutliche Fruchtnoten. Der Geschmack ist je nach Ausführung etwas säuerlicher und/oder brotiger als beim Weizenbier, er kann je nach Roggenanteil gar einen Anklang von Pumpernickelbrot haben. Auch ist der Schaum meist dunkler und grobporiger. Zu den Roggenbierarten gehört auch Pumpernickel-Porter.[7]

Die Verwendung von Roggen oder Roggenmalz in untergärigem Bier ist ebenso möglich.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roggenbier bei Braulexikon.de
  2. Informationen zum Roggenbier / Dinkelbier
  3. http://www.thurnundtaxisbiere.de/bier_news/roggenbier
  4. http://www.patent-de.com/19891012/DE3828786C1.html
  5. Lebensmittel Zeitung Nr. 11 vom 17. März 1995, Seite 14
  6. Neue Gastronomische Zeitschrift Nr. 7 vom 1. Juli 1998, Seite 036
  7. http://www.gruthaus.de/biere/pumpernickel-porter/