Rumpler C.VII

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Rumpler C.VII
Rumpler C.VII.jpg
Typ: Fernaufklärer, Fotoaufklärer (Rubild)
Entwurfsland: Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich
Hersteller: Bayerische Rumpler-Werke, Augsburg
Erstflug: 1917
Indienststellung: 1917
1920 ( Luftwaffe der Schweiz)
Produktionszeit: 1917 - 1918
Stückzahl:  ?

Die Rumpler C.VII war ein Aufklärungsflugzeug der Bayerische Rumpler-Werke AG, einer Tochterfirma der Berliner Rumpler Flugzeugwerke GmbH. Die 1917 erschienene C.VII erlangte besondere Bedeutung als Langstreckenaufklärer mit Funkausrüstung und als Fotoaufklärer.

Geschichte[Bearbeiten]

Die C.VII war neben der C. III und C.IV der dritte Rumpler-Aufklärer, der beachtliche Produktionszahlen erreichte. Da der Flugzeugrumpf für alle Muster im Wesentlichen gleich blieb, konnten die Muster nur anhand der unterschiedlichen Motorverkleidungen unterschieden werden. Der zweistielige, stoffbespannte Doppeldecker wurde von Edmund Rumpler konstruiert und von 1917 bis 1918 in Augsburg bei der „Bayerische Rumpler-Werke AG“ gebaut.

Die gute Höhenleistung verschaffte ihr eine gewisse Sicherheit gegenüber den gegnerischen Jagdflugzeugen.

Konstruktion[Bearbeiten]

Verschiedentlich werden in der Literatur die Abmessungen der C.VII als unterschiedlich zu den der Vorgängermuster der Rumpler-C-Reihe beschrieben. Mit der Flugzeugzelle blieben jedoch auch die Abmessungen gegenüber den Vorgängermodellen der C-Serie praktisch unverändert. Die Länge änderte sich lediglich durch die geringere Baulänge des Maybach gegenüber dem in der C.IV eingesetzten Mercedes D.IVa.

Zur Ausrüstung gehörten neben Höhenschreiber, Sauerstoffanlagen und beheizbaren Fliegeranzügen, auch eine Beobachter-Handkamera. Der Propeller aus Schichtholz hatte einen Durchmesser von 3,10 Meter und besaß keine Nabenverkleidung. Das Flugzeug war für eine Lebensdauer von sechshundert Flugstunden ausgelegt.

Der in Friedrichshafen bei Maybach-Motorenbau hergestellte flüssigkeitsgekühlte Sechszylinder-Viertakt-Reihenmotor Maybach Mb IV mit 240 PS Leistung und zwei schwimmerlosen Maybach-Vergasern sorgte mit seiner höheren Verdichtung für bessere Flugeigenschaften gegenüber dem Vorgängermodell C.IV.

Verwendung in der Schweiz[Bearbeiten]

Ein Exemplar mit der militärischen Immatrikulation 702 wurde bei der Luftwaffe der Schweiz ab 1920 eingesetzt und sollte vorwiegend als Höhenflugtrainigsflugzeug verwendet werden. Schon am 18. Mai 1920 ereignete sich mit dem Apparat ein schwerer Unfall mit Totalschaden. Nachträglich durchgeführte Untersuchungen kamen zu der Erklärung, dass das Wartungspersonal das Querruder-Betätigungskabel falsch angeschlossen hatte. Der Pilot kam mit leichten Verletzungen davon.[1]

Technische Daten[Bearbeiten]

Rumpler C.VII
Kenngröße Daten aus [2]
Spannweite: 12,65 m
Länge: 8,20 m
Höhe: 3,20 m
max. Startgewicht: 1.485 kg
Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h
Dienstgipfelhöhe: 7300 m
Reichweite: 585 km
Bewaffnung: Fl-MG und Beobachter-MG
Triebwerk: 1 × Maybach Mb IVa mit 245 PS (180 kW) Leistung

Literatur[Bearbeiten]

  • Kenneth Munson: Bomber 1914-1919 (Flugzeuge der Welt in Farben), Orell Füssli Verlag Zürich, 1978, ISBN 3-280-00907-3, S.119 f.
  • Günter Kroschel, Helmut Stützer: Die deutschen Militärflugzeuge 1910 – 1918. Lohse-Eissing, Wilhelmshaven 1977, ISBN 3-920602-18-8.
  • Urech Jakob; Hunziker Emil: Die Flugzeuge der Schweizerischen Fliegertruppe seit 1914, Hrsg. von der Abt. der Militärflugplätze Dübendorf, Verlag Th. Gut & Co, 1. Aufl. Stäfa 1974

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Urech Jakob; Hunziker Emil: Die Flugzeuge der Schweizerischen Fliegertruppe seit 1914, Hrsg. von der Abt. der Militärflugplätze Dübendorf, Verlag Th. Gut & Co, 1. Aufl. Stäfa 1974, S. 84
  2. Kröschel/Stützer, S.147