Ruszowice (Kłodzko)

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Ruszowice
Ruszowice führt kein Wappen
Ruszowice (Polen)
Ruszowice
Ruszowice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Kłodzko
Gmina: Kłodzko
Fläche: 3,73 km²
Geographische Lage: 50° 28′ N, 16° 34′ O50.46444444444416.572222222222Koordinaten: 50° 27′ 52″ N, 16° 34′ 20″ O
Höhe: 360 m n.p.m
Einwohner: 144
Postleitzahl: 57-300
Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DKL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau

Ruszowice (deutsch Rauschwitz) ist ein Dorf im Powiat Kłodzki in der Wojewodschaft Niederschlesien in Polen. Es liegt sechs Kilometer nordwestlich von Kłodzko (Glatz), zu dessen Landgemeinde es gehört.

Geographie[Bearbeiten]

Ruszowice liegt auf einer Hochfläche im Süden des 401 m hohen Berges Orła (Georgshöhe). Nachbarorte sind Gorzuchów im Norden, Piszkowice im Nordosten, Korytów und Roszyce im Südosten, Kamieniec im Südwesten und Suszyna im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Rauschwitz wurde 1347 erstmals schriftlich erwähnt. Es wurde in älteren Dokumenten als Ruswicz oder Ruswitz bezeichnet und war nach Pischkowitz gepfarrt. Es gehörte zum Glatzer Land, mit dem es die Geschichte seiner politischen und kirchlichen Zugehörigkeit von Anfang an teilte. Erster bekannter Erbherr auf Ruswitz war 1388 Hans Hugwitz (Haugwitz). 1472 erwarb es Hinko (Heinrich) von Haugwitz. Er verband es mit seinem Gut Oberpischkowitz mit dem es danach eine Dorfgemeinde bildete. Das herrschaftliche Vorwerk entstand aus zwei Bauerngütern, die Dittrich von Haugwitz 1588 von Melchior Rachner und 1607 von Daniel Kubicken erwarb. Mit einem Vertrag zwischen der Glatzer Ritterschaft und den königlichen Städten wurde 1590 festgelegt, dass Dittrich von Haugwitz der Bierverlag für Rauschwitz das halbe Jahr von Michaeli bis Georgi zusteht, während das nächste halbe Jahr das Bier aus Glatz zu holen war.

Nach den Schlesischen Kriegen kam Rauschwitz zusammen mit der Grafschaft Glatz 1763 mit dem Hubertusburger Frieden an Preußen. Für 1795 sind nachgewiesen: ein herrschaftliches Vorwerk, ein Kretscham, je ein Schmied und Schuhmacher sowie 14 Bauern und elf Gärtner.

Nach der Neugliederung Preußens gehörte Rauschwitz seit 1815 zur Provinz Schlesien und war 1816–1945 dem Landkreis Glatz eingegliedert. Zum 28. Februar 1874 wurde die Landgemeinde Rauschwitz dem Amtsbezirk Pischkowitz zugewiesen. 1939 wurden 191 Einwohner gezählt. Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel es 1945 wie fast ganz Schlesien an Polen und wurde in Ruszowice umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. Die neuen Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen. 1975–1998 gehörte Ruszowice zur Woiwodschaft Wałbrzych.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Mariensäule von 1802

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]