Rydzyna
| Rydzyna | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Polen | |||
| Woiwodschaft: | Großpolen | |||
| Landkreis: | Leszno | |||
| Fläche: | 2,17 km² | |||
| Geographische Lage: | 51° 48′ N, 16° 40′ O51.816.666666666667Koordinaten: 51° 48′ 0″ N, 16° 40′ 0″ O | |||
| Einwohner: |
2700 |
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| Postleitzahl: | 64-130 | |||
| Telefonvorwahl: | (+48) 65 | |||
| Gemeinde | ||||
| Gemeindeart: | Stadt- und Landgemeinde | |||
| Fläche: | 136 km² | |||
| Einwohner: |
8442 |
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| Bevölkerungsdichte: | 62 Einw./km² | |||
| Gemeindenummer (GUS): | 3013043 | |||
| Verwaltung (Stand: 2007) | ||||
| Bürgermeister: | Grzegorz Jędrzejczak | |||
| Adresse: | Rynek 1 64-130 Rydzyna |
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| Webpräsenz: | www.rydzyna.pl | |||
Rydzyna (deutsch Reisen) ist eine Stadt in der Wojewodschaft Großpolen in Polen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes entstammt dem Jahr 1403. Dort wurde als Gründer der Ortschaft der Adelige Jan z Czerniny genannt. Im Jahr 1422 hat Rydzyna die Stadtrechte erhalten. Die Stadt hat von ihrem Besitzer das Wappen Wierzbno übernommen, das eine Festungsbastei mit einer Vierfelder Tafel auf der zwei mit Pfeilen und zwei mit Lilien zu sehen sind, darstellt. In dem Besitz der Familie Rydzyński war Rydzyna bis Ende des 17. Jahrhunderts. Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts gehörte Rydzyna der Adelsfamilie Leszczyński und war zu Beginn des 18. Jahrhunderts auch Sitz des polnischen Königs Stanislaus I. Leszczyński.
In den Zeiten der Zugehörigkeit zum Deutschen Reich trug die Stadt den Namen Reisen.
[Bearbeiten] Verwaltungsgeschichte
Bis 1887 gehörte Reisen zum Kreis Fraustadt (poln. Wschowa), von 1887 bis 1920 war es Bestandteil des Kreises Lissa. Durch den Versailler Vertrag wurde die preußische Provinz Posen aufgelöst und Rydzyna war in der Zeit von 1920 bis 1939 polnisch. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht 1939 gehörte der Ort bis zum Kriegsende 1945 erneut zum Deutschen Reich (Landkreis Lissa (Wartheland)). Heute ist Rydzyna Bestandteil des Powiats Leszczyński.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Das gotische Schloss Rydzyna der Adelsfamilie Rydzyński wurde im Beginnen des 15. Jahrhundert von Johannes von Czernina aus Rydzyna errichtet. Es wurde von der Familie Leszczyński übernommen und auf seinen Mauern wurde von 1682 bis 1695 das barocke Schloss gebaut. Weitere Umbauten erfolgten um 1700 nach Plänen des italienischen Architekten Pompeo Ferrari. Zusammen mit seinem Park und den angrenzenden Flächen stellte es damals die prachtvollste Magnatenresidenz in Großpolen dar. Von 1705 bis 1709 war es Residenz des polnischen Königs Stanislaus Leszczynski. 1709, während des Nordischen Krieges, wurde das Schloss von Truppen des Zaren teilweise niedergebrannt. Sein Schloss in Rydzyna hatte Stanislaus Leszczynski an Alexander Josef Sulkowski verkauft, der ihm seine vormalige Pracht wiedergab. Die Familie Sułkowski übernahm das Schloss, welches in den Jahren 1742 bis 1745 von Karl Martin Frantz erneut umgebaut wurde. Das Schloss erhielt zu dieser Zeit neue Dächer, die Fassaden und der prachtvolle Haupteingang wurden im Rokokostil umgestaltet. Die Arbeiten am Schloss und seiner Umgebung wurden dann von Fürst August, Alexander Josef Sulkowskis Sohn, weitergeführt. Die Wirtschaftsgebäude des Schlosses wurden mit klassizistischen Fassaden versehen und auch der Ballsaal wurde im selben Stil ausgeschmückt. Neu errichtete man die Orangerie und die stilvollen Pavillons im Park. Die fürstliche Residenz der Familie Sulkowski war in den 1780er Jahren in ganz Großpolen als kulturelles Zentrum (Hoftheater der Familie Sulkowski) und Bildungszentrum (Gymnasium des Piaristenordens) berühmt. Der letzte Umbau erfolgte in den Jahren 1785 bis 1790 unter der Leitung von Ignacy Graff; die Pläne werden dem Architekten Domeniko Merlini (1730–1797) zugeschrieben. Neben Rogalin, Kórnik und Gołuchów zählt Schloss Rydzyna zu den bedeutendsten Palastbauten in Großpolen. Die Nationalsozialisten richteten 1940 im Schloss die Nationalpolitische Erziehungsanstalt Reisen ein. Die heutige Form kann nicht mehr als barockes Original gelten, da das Schloss 1945 von den sowjetischen Truppen niedergebrannt, und erst 1970-89 nach alten Plänen rekonstruiert wurde.
Die St.-Stanislaus-Kirche (Kościoł św. Stanisława) wurde in den Jahren 1746 bis 1751 im Stil des Barock gebaut.
[Bearbeiten] Gemeinde Rydzyna
Die Stadt- und Landgemeinde Rydzyna besteht aus den Orten
| Name | deutscher Name (1815–1919) |
deutscher Name (1939–45) |
|---|---|---|
| Augustowo | Augustowo | Augustenfeld |
| Dąbcze | Dambitsch | Dambitsch |
| Jabłonna | Gabel | Gabel |
| Junoszyn | Friedrichshuld | Friedrichshuld |
| Kaczkowo | Katschkau | Katschkau |
| Kłoda | Kloda | Roden |
| Lasotki | Lestwitzhof | Lestwitzhof |
| Maruszewo | Marianowo Abbau | ? |
| Moraczewo | Moraczewo 1905–19 Lindenau |
Lindenau |
| Nowawieś | Neuguth | Neugut |
| Pomykowo | Pomykowo 1905–19 Wilhelmsau |
Wilhelmsau |
| Przybina | Przybin 1905–19 Brausewitz |
Brausen |
| Robczysko | Robczysko | Schlesingen |
| Rojęczyn | Roniken | Roniken |
| Rydzyna | Reisen | Reisen |
| Tarnowa Łąka | Tharlang | Tharlang |
| Tworzanice | Groß Tworsewitz | 1939–43 Groß Torsdorf 1943–45 Großtorsdorf |
| Tworzanki | Klein Tworsewitz | 1939–43 Klein Torsdorf 1943–45 Kleintorsdorf |
[Bearbeiten] Verweise
[Bearbeiten] Weblinks
- Website der Stadt
- Rydzyna Castle (englisch)
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 23. Juni 2011.
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 23. Juni 2011.