Sankt Knuds Kirke (Odense)

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Sankt Knuds Kirke

Die Sankt Knuds Kirke im dänischen Odense ist eine gotische Kirche auf Fünen und Domkirche der dortigen Diözese. Mit 62 mal 22 Metern Grundfläche gehört sie zu den größeren Kirchen des Landes.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits vor 988 wurde ein Bistum namens Othinia (heutiges Odense) als Suffraganbistum von Hamburg-Bremen gegründet. Es umfasste auch die südlichen dänischen Ostseeinseln. 1072 fiel es unter die Gerichtsbarkeit von Roskilde, wurde aber bereits kurz danach dem Erzbistum Lund untergeordnet.

König Knud der Heilige wurde am 10. Juli 1086 mit 17 Gefolgsleuten, darunter sein Bruder Benedikt, in unmittelbarer Nähe – in der Albani-Kirche – von Aufständischen erschlagen. An seinem Grab vor dem Hochaltar fanden der Überlieferung nach auch Wunderheilungen von Blinden, Tauben und Kranken statt. Nach der Heiligsprechung Knuds 1101 wurde der Holzbau durch eine Kirche aus Travertin ersetzt, die zwischen 1300 und 1500 erweitert und umgebaut wurde. Die Fertigstellung des Turms erfolgte erst 1586. Im Turm sind fünf Glocken untergebracht von 1300, 1597, 1677, 1767 und 1880.

Ausstattung, Gräber[Bearbeiten]

Prunkstück der Kirche ist ein Altar von 1521, das Hauptwerk des Lübecker Holzschnitzers Claus Berg. Er weist Ähnlichkeiten mit dem ebenfalls von Berg stammenden Altars in der Wittstocker Marienkirche auf. Es stammt aus der 1807 abgebrochenen Franziskanerkirche.

Knuds und Benedikts Überreste werden unterhalb des Altars in der Nähe der Krypta aufbewahrt.

Christina von Sachsen wurde in der Kirche bestattet.

Ein Epitaph zur Erinnerung an Christoph von Dohna, der ebenfalls in der Kirche bestattet wurde, wird Willem van den Blocke zugeschrieben.

Die Große Orgel stammt von 1752 und wurde von Amdie Worm gefertigt.

Bei der letzten Restauration 1870 wurde die Krypta wieder freigelegt, die während der Reformation geschlossen wurde.

Bischof[Bearbeiten]

Die derzeitige Bischöfin der zur dänischen Volkskirche gehörenden Kirche ist Tine Lindhardt.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sankt Knud (Odense) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biskop Tine Lindhardt. Website des Bistum Fünen. Abgerufen am 23. August 2013.

55.39538888888910.388972222222Koordinaten: 55° 23′ 43″ N, 10° 23′ 20″ O