Sbrutsch-Idol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Steinsäule aus dem Fluss Zbrucz in Ostgalizien von Hugo Charlemont (1898)

Sbrutsch-Idol (poln. Światowid ze Zbrucza, ukr. Збручанський ідол) ist eine Svantovit-Säule aus Kalkstein, die im Fluss Sbrutsch in der Nähe des Dorfes Lykiwtschi (poln. Liczkowce, ukr. Личківці) im Jahr 1848 gefunden wurde. Sie ist im 9. oder 10. Jahrhundert entstanden.[1].

Seit 1851 wird das Idol im Archäologischen Museum in Krakau ausgestellt.

Die Säule ist 2,57 m hoch, 29–30 cm breit und wiegt etwa 500 kg.[2]

In den 1980er Jahren haben B. O. Timoschtschuk und P. Rusanowa bewiesen, dass sich die Säule ursprünglich auf dem unweit gelegenen Berg Bohod oder Bogit befand. Dort wurde ein Kreis aus Steinen mit acht Feuerstellen und Spuren einer quadratischen Säule entdeckt. Auf der Säule sind Spuren roter Farbe gefunden worden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leńczyk G., Światowid zbruczański w: Materiały archeologiczne 1964 (r. 5), s. 5-61. (Entdeckung)
  2. Kozłowski R., Badania technologiczne posągu Światowida z Muzeum Archeologicznego w Krakowie w: Materiały archeologiczne 1964, t. V, s. 61-67 (Technologische Analysen)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sbrutsch-Idol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien