Schibam
15.92663888888948.625944444444Koordinaten: 15° 56′ N, 48° 38′ O
| شبام Schibam |
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| Basisdaten | ||
| Staat | Jemen | |
| Hadramaut | ||
| ISO 3166-2 | YE-HD | |
| Einwohner | 13.316 (2004[1]) | |
Schibam (arabisch شبام, DMG Šibām) ist die historische Hauptstadt der Region Hadramaut im Jemen.
Schibam befindet sich im mittleren Wadi Hadramaut und hat über 13.000 Einwohner. Die Verwaltungseinheit Schibam weist eine Bevölkerung von 59.285 auf.[2] Die alte Stadt umfasst eine Fläche von 400 mal 500 Metern auf einem inselartig erhöhten Felsplateau mitten im Trockenflusstal und ist für ihre bis zu neunstöckigen Wohnhäuser aus Lehmziegeln berühmt. Die Stadt ist komplett von einer wehrhaften Stadtmauer umschlossen. Direkt hinter dem einzigen Stadttor im Süden befindet sich der Sultanspalast. Viele der städtischen Gebäude sind bis zu 30 Meter hoch und haben ein Alter von bis zu 500 Jahren. Die inneren Stützkonstruktionen aus Holz erreichen teilweise dieses hohe Alter, wohingegen die Lehmziegel in regelmäßigen Abständen immer wieder erneuert werden. Die Lehmhäuser werden in den oberen Etagen zwar mit einem Kalkanstrich gegen die (seltenen) Regenfälle geschützt, sie müssen jedoch wegen des natürlichen Zerfalls der Ziegel im Abstand von zehn oder fünfzehn Jahren jeweils aus frisch geformten Lehmziegeln in alter Form neu errichtet werden. Diese Erneuerung kann von Lehmbauspezialisten, eingespielten Handwerkern, binnen kurzer Zeit durchgeführt werden.
Dieses Stadtensemble wurde 1982 von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen.
Nach der Zerstörung von Schabwa im 3. Jahrhundert wanderte die Bevölkerung in den mittleren Wadi Hadramaut ein und gründete Schibam. Der Name der Stadt leitet sich von Shibam Buri Harith ibn Saba dem Jüngeren, einem König von Hadramaut, ab. Bis ins 15. Jahrhundert war Schibam das politische und wirtschaftliche Zentrum des Hadramaut. Als die Kathiri-Sultane aber Seiyun (Sejuhn) zur neuen Residenz erhoben, verlor die Stadt zunehmend an Bedeutung. Erst 1893 erreichte der erste Europäer die Stadt.
Bei Starkregenfällen Ende Oktober 2008 stürzten einige Häuser ein.[3]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungsdaten für Schibam auf City Population
- ↑ World Gezatteer Bevölkerungsdaten 2012
- ↑ Sturm im Jemen: 50 Menschen sterben - Welterbe bedroht (Spiegel online 25. Oktober 2008)
Weblinks [Bearbeiten]
- Eintrag in der Welterbeliste der UNESCO auf Englisch und auf Französisch
- Projektseite der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit zu Shibam
- The Architecture of Mud - Dokumentarfilm von Caterina Borelli (1999)
Altstadt und Stadtmauer von Schibam | Altstadt von Sanaa | Medina von Zabid | Sokotra-Archipel